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Handtasche: Was Ihr Lieblingsaccessoire alles über Sie verrät

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Mehr als nur ein Accessoire: Was Ihre Handtasche alles verraten kann

2014 09. Februar
Handtasche (Quelle: PISIDIA)

Ihre Handtasche kann sprechen! Glauben Sie nicht? Wir werden Ihnen heute das Gegenteil beweisen. (Quelle: PISIDIA)

Was den Männern ihre Briefmarken- oder DVD-Sammlung, ist für die Frauen eine Luxus-Handtasche neben der anderen, fein säuberlich aufgereiht, gleich neben den Designer-Pumps und den edlen Roben, im besten Fall im begehbaren Kleiderschrank. Zutritt wird allerdings nicht jedem Modell gewährt – hier geht es um die große Liebe, tiefe Zuneigung und den Bund fürs Leben. Mit den Worten von Designerin Gabriele Strehle ausgedrückt: „Eine Handtasche muss bei einer Frau so intensive Gefühle wecken wie das Lieblingsspielzeug bei einem Kind.“ Da wir ähnliche Gefühle vor allem bei außergewöhnlichen Neuentdeckungen empfinden, haben wir uns eine davon zum Anlass genommen, das Mysterium „Tasche“ einmal genauer zu untersuchen. Entdecken Sie hier und in unserer Bildergalerie spannende Fakten rund um das Thema „Frauen und ihre Handtasche“.

Ähnlich wie ein kleines Kind, verlieren wir unser Herz an viele dieser Taschen. Kaum hat das eine Modell unser Herz im Sturm erobert, zwinkert uns beim nächsten Shopping-Tripp schon der potentielle Nachfolger verführerisch zu. Klein, bunt, groß, mit Streifen oder kariert, aus Leder oder Nylon, für den Sommer oder für den Winter – die Auswahl ist aber auch einfach verlockend. Zwischen 2 und 20 Handtaschen besitzt jede deutsche Frau im Durchschnitt (Handtaschenstudie „Bag Stories“; Dr. Ute Rademacher) – nur noch übertroffen von den Italienerinnen, die bis zu 60 Taschen ihr Eigen nennen. Doch was sagt die Handtasche über eine Frau aus und was ist nun die Besonderheit in der Beziehung zwischen Frau und Tasche? Ein Gespräch mit Frau Dr. Lioba Keller-Drescher, Kulturwissenschaftlerin an der Universität Tübingen, gibt uns ein wenig Aufschluss.


Die Handtasche als „notwendiger Begleiter“


Handtaschen sind lebensnotwendig – das wird wohl jede Frau bestätigen können. Hier wird alles beherbergt, was den ganzen langen Tag über benötigt wird und notfalls auch darüber hinaus: „Die (Hand-)Tasche ist ein beinahe notweniger Begleiter, um für die Anforderungen an ein modernes Leben außer Haus gerüstet zu sein. Wir tragen sozusagen einen kleinen Haushalt mit uns herum - wir sind quasi immer gerüstet für die Anforderungen des Lebens. Was uns beim Auto selbstverständlich ist, nämlich, dass es zu uns passt und unsere Bewegungs- und Statusbedürfnisse wie auch den bequemen Transport erlaubt, ist bei der Tasche nicht anders. Sie spiegelt das nur im Kleinformat.“, so Frau Dr. Keller-Drescher. Das werden sicher viele von Ihnen bestätigen können. Oder befindet sich in Ihrer Handtasche nur ein Portemonnaie und der Schlüsselbund? Unser Fun Fact am Rande: Laut der Studie „Bag Stories“ verbringt eine Frau im Durchschnitt 76 Tage ihres Lebens damit, in ihrer Handtasche zu kramen. Wie wäre es also mit ein bisschen mehr Ordnung, wehrte Damen?


Das Prinzip „Taschen in Tasche“


Sie alle kennen es: Es ist spät am Abend, das Bett ist in fühlbarer Nähe, aber die Tasche will einfach den Schlüsselbund nicht ausspucken. Zu allem Überfluss klingelt jetzt auch noch das Handy, welches sich in den unendlichen Weiten der Handtasche ebenfalls nicht finden lässt. Wenn Sie sich hier wiedererkennen, gehören Sie scheinbar nicht zu denjenigen seltenen Exemplaren, die ihre Handtasche mit vielen kleinen Täschchen ausstatten – eines für die Kosmetik, eines für Smartphone, Kalender und Co., in einem Extra-Beutel sind die Pumps für den Feierabend-Drink verstaut und in einem kleinen Säckchen befinden sich all ihre Schlüssel. Klarer Vorteil: Die 76 Kramtage werden mit Sicherheit immens verkürzt. Doch was sagt diese Handtaschen-Ordnung über eine Frau aus? „Das ist wie auch sonst im Leben und lässt sich ganz gut mit dem Zustand von Arbeitsplätzen, dem Innenleben von Kleiderschränken und Bastelecken vergleichen: die einen machen es so und die anderen anders. Eine Typologie ist vielleicht unterhaltsam, aber überflüssig: Die (eigene) Ordnung ist eine Mischung aus Veranlagung und Gelegenheit. Viel spannender ist, welche Anforderungen an eine Tasche gestellt werden und ob hier je eine Zufriedenheit erreicht wird. Ich vermute, dass das nicht oft der Fall ist und das ist letztlich auch wieder ein Impuls, sich eine neue Tasche zu kaufen.“, so Frau Dr. Keller-Drescher. Das wissenschaftliche Go für die nächste Handtasche? Das nehmen wir doch gerne an.

Interview: Die Sprache der It-Bag

Die Handtasche als Statussymbol


Doch neben der praktischen Seite, haben einige Handtaschen nicht umsonst den gewissen It-Bag-Charakter – bestechen durch Exklusivität, Qualität und Einzigartigkeit und werden somit zum Statussymbol. Doch woran liegt es, dass die Handtasche quasi der Luxuswagen der Frauen ist? „Es kommt darauf an, von welcher Seite man das betrachten will. Von der Konsumentinnen-Seite aus, ist es eine Verwirklichung von Wünschen nach einer Vielfalt von Taschen, die je nach Geschmack, Anlass (von Einkauf, über Beruf/Schule/Sport bis Disko-, Konzert- und Theaterbesuch) und Budget zur Verfügung stehen sollen. Hier spielen dann, wie in der Mode insgesamt, Orientierungen an Luxus, Leitmarken und demonstrativem Konsum eine Rolle. Wenn man es von der Produzenten-Seite aus betrachtet, so ist die Ausweitung von Modelabels in den Bereich der Accessoires in den letzten zwei Jahrzehnten offensichtlich ein lukrativer Markt zur Stützung der Marken. Hier wird die Bedeutung des Images der Modehäuser auf die Accessoires ausgedehnt. Den umgekehrten Fall gibt es auch: Taschen-/ Lederwarenfirmen weiten ihren Erfolg auch auf Kleidermode aus (z.B. Prada). Es geht dabei um Diversifizierung und Wachstum von Firmen.“


Eine Frau ohne Handtasche ist wie...


… ein Wald ohne Bäume, möchte man fast sagen. Frauen ohne Handtasche? Gibt es das überhaupt? Und wenn ja, was lässt sich daraus schließen? Dass Frauen ohne Handtasche, die Fähigkeit besitzen, sich auf das Wesentliche zu beschränken? Frau Dr. Keller-Drescher betrachtet diesen Umstand eher von der praktischen Seite: „Sie trägt offensichtlich alles bei sich oder jemand trägt es für sie? Sie kümmert sich wie die meisten Männer nicht um ausgebeulte Hosentaschen und hat sich möglicherweise Innentaschen in das Jackett nähen lassen, die ja leider bei der Mehrheit weiblicher Oberbekleidung nicht vorgesehen sind.“


Die Handtaschen-Therapie


Es ist das Rundumpaket, das uns beim Handtaschenkauf so fesselt: Das lang geplante Aussuchen, der spannende Kauf, das gute Gefühl beim Schlendern mit der noch verpackten Errungenschaft, das Zelebrieren des Auspackens in den heimischen vier Wänden, gefolgt von einer tagelang anhaltenden Freude. Machen Handtaschen Frauen glücklicher, Frau Dr. Keller-Drescher? „Lässt man mal die Freude über die praktische Seite weg, so würde ich eher von einer Möglichkeit zur Stimmungsmodulation sprechen. Da ist die Tasche wie andere Accessoires einzuschätzen: Schöne Dinge schaffen eine angenehme Atmosphäre, aber wenn man dafür nicht empfänglich ist, dann nützt einem eine schöne Tasche auch nichts.“


Lust auf Neues?


„Experimentierfreude, eine Lücke im Bestand, Affinität zu besonderen Materialien, Lust auf Farbe.“ - Eigenschaften, die Frau Dr. Keller-Drescher den Damen zuschreiben würde, die neben braunen Louis Vuittons, schwarzen Célines und grauen Fendis, ab und an auch mal einen extravaganten Taschen-Kurs einschlagen. Dazu zählt nicht vorrangig eine mutige Farbe, sondern auch das Spiel mit neuen Materialien. Unser Experimentiertipp: Farbenfrohe Silikon-Handtaschen, zum Beispiel von Pisidia, die zudem aus 100 Prozent organischem Silikon gefertigt sind.

Entdecken Sie die spannenden Handtaschen-Fakten noch einmal in unserer Fotoshow.

Laura Dehmelt

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Kategorie: Fashion

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