Bad Hair Week

Bad Hair Week

Ok, einen Bad Hair Day hat wohl jeder mal. Dramatisch wird’s erst, wenn ein Friseurbesuch total in die Hose geht…

Ich bin fremd gegangen. Ich habe meinen Friseur betrogen. Und ich büße gerade für meine Sünde! Kurze Vorgeschichte: Seit 10 Jahren gehe ich immer zum selben Friseur. Ich bin Martin schon quer durch die Salons Berlin’s gefolgt und das hat Gründe. Denn wenn ich bei ihm war überlege ich, was ich heute noch unternehmen kann, um meine neue Haarpracht zu präsentieren. Kein anderer versteht mich und meine Haare so wie er. Und ich habe das sehr zu schätzen gelernt. Noch ein bisschen mehr letzte Woche…

Ich war quasi gezwungen, fremd zu gehen. Eine andere Stadt erfordert nun mal einen anderen Friseur, ich kann ja schlecht jedes Mal von Köln nach Berlin gurken, nur weil meine Spitzen geschnitten werden müssen. Ich betrete also den ausgewählten Salon. Beim Termin machen konnte ich keinen Namen nennen, so dass ich jetzt nicht mal weiß, ob es ein Mann oder ein Weib ist, was sich gleich mit einer scharfen Schere meinen Haaren nähert. Zu meiner Beruhigung ist es ein Mann. Das besänftigt mich allerdings nur deshalb, weil es mich an „zu hause“ erinnert. Nun gut, ich bekomme die Haare gewaschen und Daniel (so heißt er) fragt mich, was gemacht werden soll. Ich erkläre ihm kurz die Situation und dass ich einfach nur den Zustand von vor ca. 6 Wochen wieder hergestellt haben möchte. Leicht beleidigt ob der Lobhudelei auf seinen Kollegen in Berlin, macht er sich ans Werk. Ich traue mich kaum hinzuschauen – und tue es auch nicht. Ich sehe ein paar Haare auf den Umhang fallen und reiße die Augen auf. Das sind nicht die Haare von 6 Wochen, das sind die Haare von mindestens 4 Monaten!

Daniel guckt etwas verdattert, als ich ihm die Schere aus der Hand schlage. Der Schnitt wäre ja schon völlig rausgewachsen gewesen und er würde nur wieder eine Basis schaffen. Bitte wie? Eine Basis schaffen? Eine Basis? Da war eine Basis! Jetzt ist sie weg! Ich überlege kurz, ob ich noch den nächsten Flieger nach Berlin kriegen und morgen wieder pünktlich im Büro sein kann. Die Antwort ist schnell gefunden – nein. Also lasse ich Daniel sein Werk vollenden. Als er fertig ist, weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Ich entscheide mich für die dritte Alternative und setze an der Kasse demonstrativ vor Daniel meine Mütze auf.

Zu hause versuche ich verzweifelt irgendwas zu retten. Nach 2 Stunden und 3 Mal waschen gebe ich auf und wähle den Notruf. Am anderen Ende meldet sich eine vertraute Stimme und fängt nach meiner Geschichte schallend an zu lachen. Als ich auflege, habe ich einen Termin beim Friseur meines Vertrauens in Berlin und das Gefühl, dass ich nach dem nächsten Wochenende wieder gut aussehen werde. Bis dahin werde ich die Zeit mit Mützen überbrücken, ist ja schließlich kalt draußen. Und die Moral von der Geschicht? Never change a winning Friseur!


Täglich kostenlose News zu Lifestyle, Liebe & mehr!

In zwei einfachen Schritten per WhatsApp auf dein Smartphone:

  • Klicke auf „Start“ und schicke in WhatsApp die Nachricht ab.
  • Speichere unbedingt unsere Nummer als „desired“, um den Newsletter zu erhalten!
Start
Sorry, beim ermitteln der Kontaktnummer ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es später noch einmal.

Durch senden der WhatsApp stimme ich der Verarbeitung personenbezogener Daten zu.

Was denkst du?