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Corona-Krise: So schlimm trifft es Kosmetikerinnen und Friseure

Corona-Krise: So schlimm trifft es Kosmetikerinnen und Friseure

Das Coronavirus sorgt derzeit dafür, dass ein Geschäft nach dem anderen seine Pforten schließt. Das ist auch sinnvoll, schließlich soll die Ausbreitung des Erregers möglichst eingedämmt werden. Laut Verkündung von Angela Merkel höchstpersönlich sollen nur noch Läden für die Grundversorgung geöffnet bleiben. Dazu zählen natürlich Supermärkte und Drogerien, aber auch Friseur- und Kosmetiksalons im selbstständigen Dienstleistungsgewerbe. Doch gerade diese stecken in einer Zwickmühle.

Sollten sie nämlich weiter geöffnet haben, ist die Ansteckungsgefahr durch den für die Arbeit notwendigen Körperkontakt mit den Kunden riesig. Sollten sie sich jedoch dazu entschließen, ihre Läden dicht zu machen, droht ihnen binnen kürzester Zeit die Insolvenz. Hilfe von der Regierung und zuständigen Ämtern? Gibt es nicht, sagt die selbstständige Kosmetikmeisterin Stina-Lotta. Sie veröffentlichte jetzt ein Video, in dem sie an die Behörden appelliert und im Namen aller betroffenen Friseur- und Kosmetikbetriebe um Hilfe bittet.

Hier kannst du dir ihre Schilderung der Probleme ansehen:

„Wie sollen wir das schaffen?”

In ihrem Video schildert Stina-Lotta eindeutig die ausweglose Situation, in der die sich mit ihrem Kleinbetrieb befindet, ebenso wie viele andere. Derzeit habe sie ihr Geschäft geschlossen und befindet sich zu Hause, jedoch weiß sie, dass sie innerhalb von zwei Wochen Insolvenz anmelden muss, wenn sich die Zustände nicht ändern und sie keine finanzielle Unterstützung bekommt. Die stehe ihr laut eigener Erklärung nämlich nach derzeitigem Stand nicht zu, schließlich sei sie nicht gezwungen, ihr Geschäft zu schließen. Doch ist einem die eigene Gesundheit nicht wichtiger?

Die Kosmetikerin erhofft sich durch ihren Hilfeschrei endlich ein schnelleres Handeln und klarere Anweisungen, wie Selbstständige und kleine Firmen jetzt vorgehen können, um am Ende nicht mehr um ihre Existenz fürchten zu müssen.

Bilder, die zeigen, wie extrem die Coronavirus-Panik ist

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Sorge um Existenz: Andere Kosmetikerinnen und Friseure pflichten ihr bei

Dass Stina-Lotta mit ihren Problemen nicht alleine da steht, liest man in den vielen Kommentaren unter dem Video auf YouTube. Innerhalb kürzester Zeit meldeten sich unzählige andere Betroffene und berichten von ihren Erfahrungen. So schreiben einige zum Beispiel:

  • „Dankeschön für dieses Video, du sprichst aus der Seele, ich bin Friseurin! Und ich habe heute Kunden gehabt, die nur am Husten waren. Wir müssen ohne Handschuhe arbeiten wegen der Fingerfertigkeit. Sprich, wir haben 0 Schutz! Und meine Chefin geht insolvent, wenn sie den Laden schließen würde. Das Beste ist ja noch: Wir haben nur alte Damen als Kundinnen, die um die 80 sind.“
  • „Aufgrund der Tatsache, dass wir noch arbeiten ,dürfen‘, habe ich mein Institut noch nicht geschlossen. Das würde für mich in der momentanen Situation das Aus bedeuten. Jedoch macht es kaum noch einen Unterschied. Die Kunden sagen fast alle ihre Termine ab, verständlicherweise. Neue Buchungen gibt es nicht. Die Kosten laufen weiter, auch ohne Einnahmen. Ich hoffe sehr, dass es zeitnah eine Lösung geben wird.“
  • „Ich habe heute auch unseren Bürgermeister und das Gesundheitsamt angeschrieben, außerdem hab ich mit der Corona-Hotline vom Landesgesundheitsamt telefoniert. Die Dame meinte das gleiche wie bei dir am Telefon. Wir berühren die Kunden und sollten schließen. Schriftlich dürfte sie mir aber nichts zuschicken.“

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Die Lage ist mittlerweile sogar so angespannt, dass es eine Petition (und hier sogar eine zweite) speziell für eine staatlich angeordnete Schließung von Friseursalons in der aktuellen Situation geben muss, damit auch diese Berufsgruppen eine bessere Möglichkeit haben, finanziell aufgefangen zu werden.

„Zum Glück” ändern sich die Umstände jeden Tag und so bleibt nur zu hoffen, dass es von der Regierung auch bald eine offiziell zugesicherte Lösung für kleine Betriebe gibt, von Friseursalons, Kosmetikstudios bis hin zu Clubs, Bars und anderen Unternehmen, für die gerade alles auf dem Spiel steht.

Bildquelle:

iStock/jacoblund

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