Das ewige Problem

Mädels, ich bin sauer. Also wirklich sauer. Meine Haare treiben mich in den Wahnsinn! Aber wartet, ich muss weiter ausholen, quasi Jahre zurück gehen. 1985 zum Beispiel, Klassenfoto 1. Klasse. Ich weiß genau, wie ich darauf aussehe. Meine Haare hängen wie angeklebte Strippen an mir herunter und ich lächele mit einer Zahnlücke in die Kamera. Glätteisen brauchte ich damals nicht, denn bevor sich eine Locke in meine Haare verirrt hätte, wäre ich volljährig gewesen. Während meiner Pubertät wünschte ich mir allerdings nichts sehnlicher als Locken und erfüllte mir diesen Wunsch mit diversen Dauerwellen. Nachdem Dauerwellen mittlerweile eher was für wasserstoffblond gefärbte Ruhrpottschönheiten sind, habe ich mich schon vor langer Zeit für die natürliche Dynamik meiner Haare entschieden, die mir Martin vor 2 Jahren noch als nicht vorhanden bestätigte. Locken würden sich also weiterhin fernhalten. Nun ja, wie soll ich sagen. Mittlerweile wundert es selbst meinen Haus- und Hoffriseur, wie viel Dynamik sich so in meinen Haaren versteckt. Trotzdem bekommt er es immer wieder hin, die Dynamik nur mit einer Bürste und einem Föhn zu nehmen, wenn ich sie nicht will. Ein Glätteisen braucht er nie.

Ich denke mir dann immer völlig naiv, dass ich das auch schaffe. Kaufe mir eine riesige Rundbürste mit dem Durchmesser eines LKW Reifens und mache mich ans Werk. Das Ergebnis ist dann auch glatt, aber die Spitzen sind immer zu rund. Das nervt mich, deswegen muss ich zum Glätteisen greifen. Mittlerweile bin ich da auch so ein Profi, dass das nur eine Minute dauert, dann ist das Werk vollendet. Ich freue ich mich, benutze mein „Regenschirm“ Haarspray, was mich stundenlang vor Feuchtigkeit auf den Haaren schützen soll und setze mich auf mein Fahrrad. Was hat sie denn jetzt zu meckern, fragt Ihr Euch. Ich sage es Euch! Ich fahre 20 Minuten mit dem Fahrrad zur Arbeit. 20 Minuten, es regnet nicht, die Sonne scheint und mein Tempo ist auch nicht gerade schweißtreibend. Warum, frage ich mich dann, sehe ich bei Ankunft aus, als hätte ich statt Glätteisen einen Diffusor benutzt? Beim Blick in das Schaufenster vor dem Büro könnte ich die Wände hoch gehen. Denn der Anblick der sich mir da bietet ist nicht glatt, die Spitzen, die gerade noch perfekt geglättet leicht nach innen zeigten, deuten jetzt auf die Schultern und mein Pony ist verkommen zu einer 90er Jahre Tolle. Das kann doch echt nicht wahr sein! Wozu die ganze Mühe, wenn die Haare doch machen, was sie wollen? Und während ich dann mies gelaunt ins Büro laufe, wünsche ich mir, ich wäre nochmal sieben, hätte ne Zahnlücke und bräuchte kein Glätteisen.

Könnt Ihr mir vielleicht mal sagen, was ich falsch mache? Habt Ihr den ultimativen Geheimtipp? Dann schickt mir eine Nachricht!

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