Kampf den Problemzonen. Von Käseglocken und Skisprungschanzen

Der Bierbauch bei Männern ist ein altbekanntes Problem. Doch auch manch ein Mädel kämpft verbittert mit dem Ansatz einer kleinen Plautze…

Nicht nur Männer kämpfen mit ihren Bäuchen. Ob schon verlorener Kampf gegen den Biertrinkerbauch oder der ambitionierte Weg zum Sixpack: Bauchmuskeln sind in der Männerwelt ein heiß diskutiertes Thema. Auch im weiblichen Kosmos wird die Problemzone Bauch kritisch beäugt und oft ausgiebig bejammert – Nur Frau hat andere Ziele: er soll ganz flach sein, der Bauch, eine Vorstellung, die leider oft so gar nicht mit der weiblichen Anatomie korrespondiert. Aber schließlich werden uns die flachen Idealbäuche überall und jederzeit vorgestreckt. Während wir im Kino Popcorn knabbern, blicken wir ungläubig und neiderfüllt auf den Minibauch von Keira Knightly, der auf der Leinwand rumwackelt, ebenso zeigen die überdimensionierten Werbeplakate für Schokoriegel Bäuche, die Schokolade doch höchstens von Weitem gesehen haben. Blickt man dann am eigenen Körper herunter, ist da gar nichts flach. Der Bauch wölbt sich vielmehr in der Form einer kleinen Skisprungschanze nach vorne, als versuche er, dem Körper immer ein paar Zentimeter voraus zu sein. Na gut, teilweise liegt das auch an der unvorteilhaft gekrümmten Haltung beim Blick nach unten – zumindest behaupten das beruhigende Stimmen aus der Umgebung – aber ein wirklicher Trost ist das auch nicht. Da hilft dann wohl nur der offene Kampf. Damit nicht im Sommer auf einmal der Badeanzug wirklich zur Alternative werden muss.

Aber da sind wir wieder bei der typischen Situation des willigen Geistes und des schwachen Körpers. Deshalb also erstmal die Couch-Potatoe-Variante:
Cremen, cremen, cremen. Schließlich gibt es ja eine ganze Reihe an Cremes, die mir bei meinem Problem helfen wollen. Die einen ziehen Wasserablagerungen aus dem Bäuchlein (okay eigentlich bin ich skeptisch, ich stelle mir am Morgen ein durchnässtes T-Shirt und einen flacheren und festeren Bauch vor und muss schmunzeln – aber an den Nikolaus habe ich ja auch lange geglaubt und die Hoffnung stirbt zuletzt), andere enthalten Koffein oder bewirken einen Eiswürfeleffekt. Natürlich kann ich in der Realität dann keine so durchschlagende Wirkung bemerken. Vielleicht ist in meinem Bauch ja auch kein Wasser, oder ich bin die eine von zehn Frauen, die keine Verbesserung bemerkt. Koffein ist mir auf jeden Fall in meinem Kaffee lieber – und hat da auch geprüfte Wirksamkeit.

Nach einer Woche stundenlangem Schrubben mit Lufaschwamm, anschließendem Peeling und diverser Fett-Weg-Cremes ist am Ende nur eines weg, viel Zeit und Geld für teure Kosmetikprodukte. Der Bauch hält weiter an seiner käseglockenartigen Form fest. Wie anfangs schon befürchtet, funktioniert sie nicht, die bequeme Schiene. Also muss ich mich doch langsam mit dem Gedanken an weniger Süßigkeiten und mehr Sport anfreunden.

Wenig Kohlenhydrate sollen das Geheimnis der flachen Mitte sein, zumindest ist das die Meldung, die aus Hollywood rüberschwappt. Also wenig Lieblingsessen. Keine Pizza, Pasta, und natürlich erst recht keine Schokoriegel und Gummibärchen. Und ein straffer Fitnessplan: Schwimmen, Laufen, Bauchübungen. Meine Cremes benutze ich natürlich trotzdem, riechen tun sie nämlich gut. Und nach den ersten Kämpfen gegen meinen Körper, der schon beim Gedanken an Sport bleischwer wird, stelle ich fest, dass Bewegung manchmal sogar gut tun kann. Den ambitionierten Ernährungsplan gebe ich recht bald wieder auf, aber das Schwimmen macht mir sogar richtig Spaß. Meistens zumindest. Und einmal pro Woche schaffe ich auch meine Bauchübungen. Verschwunden wie der Bauch von Keira Knightley ist meiner zwar immer noch nicht, aber er ist doch merklich straffer geworden. Und bei den heimlichen Beobachtungen der anderen Bäuche im Schwimmbad fällt mir auf, dass meine Skischanze gar nicht so ungewöhnlich ist. Die kann man in der weiblichen Bauchlandschaft recht häufig bewundern. Und geteiltes Leid ist ja bekanntlich halbes Leid.


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