Pimp that Body

Wie oft Mareen sich in einem Fitness-Studio angemeldet hat, weiß sie nicht mehr. Aber sie hat es schon wieder getan!

Wenn ich es kurz im Kopf überschlage, war ich schon Mitglied in 4 unterschiedlichen Fitness-Studios. Oder nein, warte, ich glaube, es waren eher 6 oder 7? Ich weiß es nicht mehr.

Die Motive waren eigentlich immer gleich. Es wird Sommer, die Figur muss stimmen, also ran an die Gewichte! Ich habe auch alles ausprobiert. Body Pump, Bauch Intensiv, Spinning, Step Aerobic. Habe schon Hanteln gestemmt, Butterfly- Maschinen betätigt, Stepper gequält und aus Laufbändern alles abverlangt.

Und auch jetzt ist es wieder soweit. Der Frühling steht bedrohlich vor der Tür. Bisher hatten wir Glück. Es gab schon Sommer, da war Mitte April schon das erste Mal hitzefrei und die Figur musste ganz plötzlich ganz toll sein. Momentan darf man aber noch getrost Jacken tragen, die das Hüftgold verstecken und Strumpfhosen das schlaffe Gewebe ansehnlich machen lassen. Aber er naht, der Sommer, mit großen Schritten und so ergibt es sich, dass ich überredet von einer Kollegin mich MAL WIEDER in ein Fitnessstudio begebe.

Wieder stehe ich vor einem durchtrainierten Trainer, der mich fragt, was ich erreichen möchte. Ich gucke ihn kurz an und warte darauf, dass er sich die Frage selbst beantwortet. Ich meine, es ist ja nicht so, als könnte ich eine Wunschliste schreiben und er setzt das ganze dann um. Ich muss das ja alles völlig alleine machen. Wenn er es für mich machen würde, dann würde ich jetzt sagen: „Ich will Oberarme wie Jennifer Aniston, nen Hintern wie J.Lo und einen Bauch wie Heidi Klum. Alles klar? Danke, ich geh mal unters Solarium.“ Aber da das leider nicht so ist, muss ich mich mit „straffer, definierter und schlanker“ abfinden. Super, hört sich total vielversprechend an. Dann folgen Fragen nach gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Nö, alles schön. Nicht mal der Rücken plagt mich, trotz zahlreichen Stunden auf Bürostühlen.

Dann folgen kurze abgehackte Fragen: „Geburtsdatum? Größe? Gewicht?“ Ähm, Moment! Gewicht??? Ich gucke den Mann mit dem Klemmbrett an. Das letzte, was ich dem sagen möchte, ist mein Gewicht! Das ist mein kleines dunkles Geheimnis, was nicht für die Ohren von hübschen Fitnesstrainern bestimmt ist. Ich überlege kurz… Soll ich lügen? Wäre ja auch nicht im Sinne des Erfinders.

Okay, tief einatmen, ihm in die Augen schauen und die Zahl sagen. Er hält meinem Blick stand, warum auch nicht, er weiß sicher ganz genau, was mich gerade quält. Und andere Menschen quälen, das ist anscheinend seine Leidenschaft, sonst hätte er sich einen anderen Job gesucht. Als die Zahl raus ist, blickt er wieder auf sein Klemmbrett, notiert die Zahl, guckt wieder hoch und fragt: „Telefonnummer?“ Wow, habe ich ihn jetzt mit meiner Ehrlichkeit so beeindruckt, dass er… „falls wir mal einen Trainingstermin verschieben müssen.“ Okay… Ich sage ihm kleinlaut meine Telefonnummer und finde mich damit ab. Männer fragen nicht in einem Atemzug nach Deinem Gewicht und Deiner Telefonnummer – jedenfalls nicht, wenn sie ein Date wollen!

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