Bauchnabelpiercing entzündet
Katja Gajekam 01.06.2018

Bauchnabelpiercings gehören zum beliebtesten Körperschmuck bei Frauen. Sie sind recht einfach zu stechen und bereiten nach erfolgreicher Heilung meist keine Probleme. Dennoch können sich auch Bauchnabelpiercings entzünden. Erfahre hier, woran du eine Entzündung erkennst, was du dagegen tun kannst und wie du dein Piercing vor weiteren Problemen schützen kannst.

Ursachen für ein entzündetes Bauchnabelpiercing

Ein abgeheiltes Piercing entzündet sich normalerweise eher selten. Meist sind kleine Verletzungen der Haut, in die Bakterien gelangt sind, die Ursache. In den meisten Fällen tritt eine Infektion am Bauchnabelpiercing jedoch noch während des Abheilungsprozesses auf, also in den Wochen und Monaten nach dem Stechen. Entweder hat der Piercer nicht hygienisch genug gearbeitet, du verträgst das Material des Schmucks nicht oder du hast dein Bauchnabelpiercing falsch gepflegt. Oft kann es jedoch auch an der Kleidung liegen: Falls du gerne High-Waist-Hosen oder Gürtel auf Bauchnabelhöhe trägst, kann die Haut dort schnell gereizt werden.

Eine besondere Ursache ist ein Bauchnabelpiercing, das während der Schwangerschaft getragen wird. Da die Haut durch den wachsenden Bauch immer straffer wird, sollte das Piercing rechtzeitig rausgenommen werden oder durch ein Schwangerschaftspiercing ersetzt werden.

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Daran erkennst du eine Entzündung

Die Anzeichen für ein entzündetes Bauchnabelpiercing sind oft schnell zu erkennen. Meist nimmt eine Entzündung diesen Verlauf, wobei nicht alle Stadien erreicht werden müssen:

  • Rötungen der Haut
  • Hauterwärmung
  • Schmerzen um und am Bauchnabel
  • Verhärtung des Gewebes
  • Bildung von Blut oder Eiter
  • Fieber

Achtung: Du kannst eine leichte Entzündung am Bauchnabelpiercing selbst behandeln. Hast du jedoch starke Schmerzen oder sogar Fieber, solltest du unbedingt zum Arzt gehen. Im schlimmsten Fall kann es hier zu einem Abzess oder einer Blutvergiftung kommen, die lebensbedrohlich sein kann. Er wird dir wahrscheinlich ein Antibiotikum verschreiben, damit sich die Entzündung nicht ausbreitet.

Bauchnabelpiercing

Wenn dein Bauchnabelpiercing stark entzündet ist, solltest du zum Arzt.

Bauchnabelpiercing entzündet: Diese Mittel helfen

Zunächst solltest du die Wunde regelmäßig desinfizieren. Zusätzlich kannst du die deinen Bauchnabel mit einem Kühlpad kühlen. Das allein reicht jedoch nicht, die Entzündung muss bekämpft werden.

Diese Mittel können dir bei der Heilung helfen:

  • Prontolind Spray*: Das Spray trägt zur Desinfektion deiner Wunde bei.
  • Spülung mit Salzwasser*: Spüle deinen Bauchnabel mehrmals am Tag mit einer Salzwasserlösung. Das kann die Entzündung abschwellen lassen.
  • Wasserstoffperoxid-Lösung*: Eine Wasserstoffperoxid-Lösung von 3 Prozent kann die Wunde ausspülen und von Bakterien befreien. Zudem trägt sie zur Heilung der Wunde bei.
  • Tyrosur Gel*: Mit dem Wundgel kannst du deine Wunde behandeln und gegen die Entzündung kämpfen.

Das solltest du NICHT tun:

  • Das Piercing selbstständig entfernen: Denn damit kapselst du die Entzündung im schlimmsten Fall nur ein. Gehe damit zu deinem Piercer, der das Bauchnabelpiercing steril für dich entfernt. Danach kann er eine Kanalspülung vornehmen, um die Wunde zu reinigen.
  • Salbe oder Creme auftragen: Die fettigen Bestandteile können den Stichkanal verstopfen und verhindern, dass die Entzündung abheilt.
  • Am Bauchnabel herumdrücken: Vor allem, wenn das Piercing eitert, drücken viele gerne mal gedankenverloren daran rum. Jetzt heißt es jedoch erst recht: Finger weg!

Piercing pflegen: 11 Dos and Don'ts

Generell gilt: Wenn dein Bauchnabelpiercing entzündet ist, kannst du dich jederzeit an deinen Piercer wenden. Dieser weiß am besten, was zu tun ist. Falls auch er dir nicht helfen kann oder die Entzündung schon weit fortgeschritten ist, kommst du um einen Arztbesuch nicht drumherum. Handle lieber schnell, auch wenn du Angst hast, dass du dein Piercing vielleicht sogar verlieren könntest. Nicht immer nimmt der Körper ein Piercing an, es kann immer mal vorkommen, dass er es abstößt und dagegen kämpft. Aber keine Sorge: Oft kann es reichen, die Entzündung zu bekämpfen und anschließend einen Stecker aus einem anderen Material oder mit einer größeren Länge einzusetzen.

So kannst du weiteren Entzündungen vorbeugen

Wenn du die Ursache für dein entzündetes Bauchnabelpiercing kennst, ist es ganz logisch, dass du künftig versuchst, diese Faktoren zu vermeiden. Achte ansonsten auch darauf:

  • Verwende hypoallergenes Schmuckmaterial, im Zweifelsfall einfach Piercings aus Plastik.
  • Vermeide zu starke Reibung durch Kleidung und bestimmte Materialien. Trage Baumwolle und leichte Stoffe und verzichte beispielsweise auf kratzende Wolle.
  • Fasse dein Bauchnabelpiercing nur mit sauberen Händen an und spiele nicht ständig daran rum, erst recht nicht im Heilungsprozess.
  • Halte dich immer an die Pflegehinweise deines Piercingstudios und desinfiziere das Piercing anfangs täglich.
  • Meide bei einer akuten Entzündung Schwimmbad, Solarium, See und Sauna, damit sich die Infektion nicht verstärkt. Hier tummeln sich eine Menge Bakterien.

Ein Bauchnabelpiercing braucht oft länger zum Verheilen als Piercings an anderen Körperstellen. Das liegt daran, dass diese Region am Bauch nur wenig durchblutet wird. Bring also ein wenig Geduld mit, falls es bei dir etwas länger dauert.

War dein Bauchnabelpiercing auch schon entzündet? Lass gern ein paar Tipps dazu für unsere anderen Leser in den Kommentaren da.


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