Für Links auf dieser Seite erhält desired ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder lila Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.

Klitoris-Piercing: Diese Risiken solltest du vor dem Stechen kennen

Extremer Intimschmuck

Klitoris-Piercing: Diese Risiken solltest du vor dem Stechen kennen

Das Klitoris-Piercing gehört zu den schmerzhaften und risikoreichen weiblichen Intimpiercings. Dennoch übt es eine gewisse Faszination auf Fans extravaganten Schmucks aus, da es die Lust steigern soll. Wenn du mit dem Gedanken spielst, deinen Intimbereich derart zu verzieren, solltest du vorher die Risiken kennen. Wir zeigen dir, wo ein Klitoris-Piercing genau gestochen wird und was der Unterschied zum beliebteren Klitorisvorhaut-Piercing ist.

Wie wird das Klitoris-Piercing gestochen?

Ein Klitoris-Piercing wird selten gestochen, da das Stechen sehr schmerzhaft ist und das Empfinden nachhaltig beeinträchtigen kann. Die Klitoris ist sehr empfindlich und von vielen Nervenbahnen durchzogen. Denn sie ist, wie du sicher weißt, für die sexuelle Empfindung verantwortlich und ermöglicht dir einen klitoralen Orgasmus. Daher bezeichnet man sie auch als Kitzler.

Um dir überhaupt ein Klitoris-Piercing stechen zu können, sollte deine Klitoris mindestens sechs Millimeter lang sein und möglichst nicht von der Klitorisvorhaut verdeckt. Sonst wäre das Piercing nicht sichtbar und eventuell eine Klitorisvorhautreduktion nötig, die ebenfalls mit Schmerzen und Risiken verbunden ist. Wenn deine Klitoris zu kurz ist, werden Piercer*innen den Eingriff nicht vornehmen.

Gestochen wird der Schmuck oft horizontal. Es ist aber auch ein vertikaler Stichkanal möglich. Aus gesundheitlichen Gründen sollte das der Piercer oder die Piercerin entscheiden. Die meisten Frauen tragen einen Ring als Schmuckelement. Bei einem horizontalen Stich empfiehlt sich ein Ball Closure Ring und bei der vertikalen Variante ein Barbell. Aufgrund seiner Position wird dem Piercing auch eine Lust steigernde Eigenschaft zugeschrieben.

Klitoris-Piercing vs. Klitorisvorhaut-Piercing: Der Unterschied

Das Klitoris-Piercing wird häufig mit dem Klitorisvorhaut-Piercing verwechselt, das allerdings, wie der Name schon sagt, durch die Vorhaut der Klitoris gestochen wird. Ja, nicht nur Männer haben eine Vorhaut über der Eichel, auch der Kitzler wird in der Regel von einem überstehenden „Hautlappen“ verdeckt und geschützt. Während das Piercen dieser Vorhaut kaum Schmerzen bereitet, gehört ein echtes Klitoris-Piercing zu den extremen Body Modifications. Die meisten Piercer*innen werden dir eher zu einem Klitorisvorhaut-Piercing raten, da dies nicht dein sexuelles Empfinden beeinträchtigt – zumindest nicht im negativen Sinne.

Es kommt häufig vor, dass frische Piercings sich entzünden. Bei der Behandlung solltest du ein paar Tipps beachten, um den Zustand nicht noch zu verschlimmern:

Welche Risiken bestehen beim Stechen eines Klitorispiercings?

Da die Klitoris durch ihre anatomische Gestaltung extrem sensibel ist, gehört dieses Piercing zu den seltenen. Beim Stechen kann es zu einer Überreizung oder Schädigung der Haut und Nerven kommen. Die Folge wäre eine Verletzung des Muskelgewebes, ein Verlust der Sensibilität und im schlimmsten Fall der Orgasmusfähigkeit. Aufgrund dieser Risiken und weil nicht jede Klitoris so gestaltet ist, dass sie durchstochen werden kann, bieten nur wenige Piercer*innen ein Klitoris-Piercing an.

Steigert das Piercing die Lust?

Manche Frauen berichten, dass sie nach dem Tragen eines Klitoris-Piercings leichter zum Orgasmus kommen. Das Piercing würde die Vorhaut des Kitzlers anheben und ihn dadurch leichter zugänglich machen. Das kann für die Selbstbefriedigung zuträglich sein und auch deinem Partner gefallen, wenn er dich oral stimuliert. Ob das allerdings auch bei dir der Fall ist, kann nicht vorhergesagt werden. Die Erregung und Sensibilität der Klitoris ist von Frau zu Frau sehr verschieden.

Heilung und Pflege: Das solltest du wissen

Ein Intimpiercing heilt nicht von heute auf morgen. Es braucht definitiv Zeit. Für ein Klitoris-Piercing solltest du zwischen vier und acht Wochen Heilungszeit einrechnen. In Einzelfällen kann es auch mal bis zu sechs Monaten dauern. In dieser Zeit direkt nach dem Stechen musst du dein Piercing hegen und pflegen.

Daher gilt nach dem Stechen:

  • Kein Sex: Verzichte in den ersten beiden Wochen auf Sex, da es zu Verletzungen kommen kann und der Stichkanal gereizt wird.
  • Keine Intimrasur: Generell solltest du dich in dieser Zeit nicht rasieren und auch vorsichtig beim Anziehen von Unterwäsche sein. Das frische Piercing kann ganz schnell einreißen und sich entzünden.
  • Keine Hitze: Vermeide Solarium-, Sauna- und Schwimmbadbesuche, da starke Hitze die Wundheilung bremst.
  • Richtige Hygiene: In der ersten Zeit solltest du auf parfümierte Waschlotionen verzichten und die Piercingstelle besser täglich mit einem Wattestäbchen und Wunddesinfektionsmittel oder einem Desinfektionsspray reinigen. Achte aber darauf, dass nicht zu viel Desinfektionsmittel auf deine Schleimhäute gelangt, da es ansonsten schnell zu einem Vaginalpilz kommen kann.
  • Sitzbäder: Um eventuelle Wundheilungsschmerzen zu lindern, kannst du leichte Sitzbäder mit Kamillenöl vornehmen. Achte nur darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist.

Hier haben wir einige generelle Pflegetipps zur Pflege deiner Intimzone, die du insbesondere beachten solltest, wenn dir ein frisches Piercing gestochen wurde.

Ein Piercing an einer sensiblen Hautstelle birgt immer ein gewisses Risiko. Ob das Klitorspiercing wirklich die Lust steigert, kann dir auch keiner versprechen. Bei jeder Frau ist das Lustempfinden schließlich sehr individuell und es hängt auch davon ab, wie gut deine Wunde abheilt. Wenn es für dich dennoch seine Faszination nicht verloren hat, dann lass dich am besten von einem professionellen Piercer beraten und überlege gut, ob es der richtige Schmuck für dich ist.

Bildquelle:

Getty Images/Maria Dorota

Meine empfehlung für dich

Galerien

Lies auch

Teste dich