Luxury fashion style, manicure, cosmetics and make-up
Diana Heuschkelam 16.05.2018

Dass in Kosmetika teilweise krebserregende Stoffe enthalten sind, ist bekannt. Nicht umsonst gibt es mittlerweile zig Apps wie ToxFox und Codecheck, die sich der Aufgabe widmen, die Verträglichkeit und Gefahren der Inhaltsstoffe aufzuschlüsseln. Auch wenn du dir regelmäßig Gelnägel machen lässt, besteht eine erhöhte Gefahr. Diese stammt allerdings nicht von den Inhaltsstoffen des Lacks, sondern von der Art, wie der Lack aufgetragen – oder vielmehr getrocknet – wird.

*

Vor der Sonne schützen wir uns mit Sonnencreme, wenn wir viel Zeit draußen verbringen oder uns am Strand bräunen. Denn sie lässt unsere Haut nicht nur altern, sondern kann auch Hautkrebs auslösen. Aber hast du schon mal Sonnencreme vor dem Besuch im Nagelstudio gezielt auf deine Hände aufgetragen? Vermutlich nicht, stimmt’s?! Genau daher rühren auch die Gefahren von Shellac und sonstigen Lacken, die mit UV-Licht getrocknet werden.

Großes Risiko: Krebs bleibt lange unentdeckt

Dadurch, dass wir unsere Gelnägel häufig über Jahre tragen, kann es passieren, dass wir die darunterliegende Nagelhaut nur sehen, wenn wir das Gel auffrischen lassen. So kann Hautkrebs dort über längere Zeit unbemerkt bleiben oder mit einem blauen Fleck unter dem Nagel verwechselt werden.

Auch im Kosmetikstudio können UV-Strahlen gefährlich werden.

Wie stark die Auswirkungen der UV-Lampen im Nagelstudio sind, darüber sind sich Wissenschaftler noch uneinig. Das Deutsche Krebsforschungszentrum mit dem Krebsinformationsdienst rät jedoch aktuell, dass man, solange es keine abschließenden Ergebnisse gibt, Vorsicht walten lässt und präventiv Schutzmaßnahmen ergreift.

So schützt du dich vor Hautkrebs im Nagelstudio

Die „The Skin Cancer Foundation“, eine Organisation zur Prävention von Hautkrebs, empfiehlt beispielsweise, die Hände mindestens 20 Minuten vor dem Besuch beim Kosmetiker mit einer Sonnencreme einzureiben. Die Creme sollte sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlen schützen. Doch für Freunde regelmäßiger Gel-Maniküren hat die Organisation schlechte Nachrichten. „Wenn man regelmäßig zur Maniküre geht, ist es sicherer, die Nägel auf natürliche Weise trocknen zu lassen und UV-Lampen komplett zu vermeiden,“ raten sie.

Wenn du das nicht willst, solltest du wenigstens einen weiteren Tipp der Leiterin des Krebsinformationsdienstes, Dr. Susanne Weg-Remers, beherzigen: „Auch fingerlose Handschuhe stellen einen Schutz dar.” Zusätzlich rät sie ebenfalls zu Sun-Blockern und allgemein Sonnenschutzmitteln mit hohem Lichtschutzfaktor.

Wenn du deinen Nägeln zu Hause etwas Gutes tun willst, probiere doch diese Pflegetipps für schöne Nägel.

VIDEO: 4 Tipps für eine gesunde Nagelhaut

Hast du Gel- oder Shellac-Nägel und könntest dir vorstellen, aus Vorsicht künftig darauf zu verzichten? Wurdest du in deinem Kosmetikstudio über die Risiken aufgeklärt? Berichte uns davon in den Kommentaren unter dem Artikel oder auf Facebook.

*Partner-Link

Bildquelle:

iStock/EdwardDerule/justsolove

Hat Dir "So gefährlich können Shellac- und Gelnägel sein" gefallen? Dann schreib uns einen Kommentar oder teile unseren Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook, Pinterest oder Instagram folgen.


Täglich kostenlose News zu Lifestyle, Liebe & mehr!

In zwei einfachen Schritten per WhatsApp auf dein Smartphone:

  1. Klicke auf „Start“ und schicke in WhatsApp die Nachricht ab.
  2. Speichere unbedingt unsere Nummer als „desired“, um den Newsletter zu erhalten!

Was denkst du?

  • GlutHemd281 am 10.07.2017 um 15:10 Uhr

    Ich habe Arcyl Nägel und diese werden in meinem Studio unter Uv Licht aufgehärtet. Bin darüber nicht informiert worden das Risiken bestehen können.

    Antworten
  • Lady_Guinevere am 01.07.2017 um 08:13 Uhr

    Ich mache und trage schon seit Jahren Gelnägel und dieser werden in der UV-Lampe gehärtet. Ein Lichtzyklus dauert 2 Minuten. Man kann ja auch wegen Allem den Teufel an die Wand malen. Es gibt inzwischen LED-Gele die unter LED-Licht ausgehärtet werden. Oder aber auch Spezielle Fingerhandschuhe zum Schutz der Hände der Kundinnen. Man ist also auf das "Problem" aufmerksam geworden. Wer kein Risiko eingehen will, kann auch Acrylnägel tragen. Die benötigen gar keine Lampe zum Aushärten.

    Antworten