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Jessica Tomalaam 12.12.2017

Unter Tränen berichtet ein Junge aus Tennessee, wie er in seiner Schule gemobbt wird. Die Mutter filmt ihn dabei und veröffentlicht das Video bei Facebook. Nun unterstützen zahlreiche Stars wie Chris Evans, Katy Perry und Snoop Dogg den kleinen Keaton Jones. Wie TMZ berichtet, gibt es inzwischen aber vermehrt Kritik an der Mutter des Jungen, da einige Bilder auf Facebook sie und ihre Familie mit der Konföderierten-Flagge zeigen.

„Sie machen sich über meine Nase lustig und nennen mich hässlich. Sie sagen, ich habe keine Freunde“, erzählt Keaton Jones seiner Mutter aufgelöst, als diese ihn von der Schule abholt. „Was haben Sie in der Mittagspause mit dir gemacht?“, fragt sie ihn. „Sie haben mich mit Milch übergossen und Schinken in meine Kleidung gestopft.“ Nein, das ist kein Scherz und zeigt wieder einmal, wie allgegenwärtig Mobbing in unserer Gesellschaft geworden ist.

So kannst du jemandem helfen, der gemobbt wird!

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22 Millionen Klicks in wenigen Tagen

Mit seiner Erlaubnis hat Keatons Mutter das Video aufgezeichnet und im Netz veröffentlicht. Innerhalb weniger Tage erreichte es über 22 Millionen Klicks. Dazu schrieb sie: „Wir wissen alle, wie es sich anfühlt, wenn wir dazugehören wollen. Aber nur wenige wissen, wie es sich anfühlt, nirgendwo dazuzugehören.“ Inzwischen hat sie das Video, das Stars, wie Snoop Dogg mit aufmunternden Botschaften für Keaton auf sozialen Netzwerken geteilt haben, wieder gelöscht. „Du hast einen Freund fürs Leben in mir. Liebe ist der einzige Weg, um Hass zu besiegen“, schrieb der US-Rapper.

„The Avengers“-Star Chris Evans lud Keaton und seine Mutter Kimberly Jones sogar nach Los Angeles zur Premiere des neuen Avengers-Films ein:

In einem kurzen Video-Clip erklärt Justin Bieber Keaton zu einer Legende, sogar zu einer Ikone. Er habe viele Menschen mit seiner Nachricht und seiner Authentizität berührt:

Inzwischen gibt es eine Wendung der Story

Und auch wenn Keaton und seine Mutter anfangs viele Unterstützer gefunden haben, die ihnen Mut zusprachen und, wie die amerikanische Cosmopolitan berichtet, sogar eine Spendenkampagne für seine Familie ins Leben gerufen haben, so hat die Geschichte jetzt einige Wendungen genommen. Denn auch wenn die Bilder auf Facebook inzwischen nicht mehr zu sehen sind und ihr Profil nicht mehr öffentlich ist, so hatte Kimberly Jones laut Recherchen verschiedener Nachrichtenportale wohl einige Bilder veröffentlicht, die sie und ihre Familie mit der Konföderierten-Flagge zeigte. Diese Flagge wird von vielen als Symbol der rassistischen Vergangenheit der Südstaaten Amerikas gesehen. Ein Symbol, das aufgrund des immer noch existierenden Rassismus überall auf der Welt, auch in den USA, dafür sorgt, dass der Zuspruch für Keaton in Frage gestellt wird.

Rassistisch? Die Schwester verneint das!

Auch ein nicht eindeutig zuordbarer Post, der allerdings zeitnah nach den rechtsextremen Demonstrationen in Charlottesville im August 2017, bei denen eine Gegendemonstrantin ums Leben gekommen war, verfasst wurde, sorgt für Diskussionen im Netz. Viele fragen sich nun, ob die Sympathie, die ihr und ihrem Sohn zugesprochen wird, nun überhaupt noch gerechtfertigt sei. Denn schließlich sei sie in einer Art und Weise auch selbst jemand, der Menschen mobbt. Andere Nutzer trennen wiederum strikt zwischen den Erlebnissen des Jungen, wie er damit umgehen sollte und den Bildern seiner Familie. Diese widerspricht den Anschuldigungen vehement. Lakyn Jones veröffentlichte auf Twitter ein Statement, dass ihre Familie nicht rassistisch sei:

Die Spendenkampagne soll übrigens ein Fake sein, wie USA Today berichtet. Das Geld würde nicht an die Familie gehen, sagte Kimberly Jones Schwester Lakyn über Twitter. Anscheinend hatte jemand anderes den Account bei Twitter angelegt, um die Spendenbereitschaft der Unterstützer auszunutzen.

Was denkst du darüber? Sollte der Junge, der neben vielen anderen Kindern diese Mobbing-Erfahrung gemacht hat, unterstützt werden oder hat seine Familie aufgrund ihrer möglichen rechten Gesinnung jedes Recht auf Hilfe und Zuspruch verloren? Ich freue mich sehr auf deine Meinung in den Kommentaren!

Bildquelle:

Facebook


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