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Facebook: Die Gesichts­erkennung kommt nach Deutschland

Gut oder nicht?

Facebook: Die Gesichts­erkennung kommt nach Deutschland

Die Gesichtserkennungfunktion von Facebook gilt als umstritten. Dennoch soll sie bald auch in Europa und somit auch bei uns in Deutschland ausgerollt werden. Was nutzt die Funktion und welche Probleme könnte sie mit sich bringen? Wir verraten es dir!

Gleich eine ganze Neuerungen kommen bald auf die deutschen Facebook-User hinzu. Nutzer von 13 bis 15 Jahren brauchen demnächst zum Beispiel für viele Funktionen der Social-Media-Plattform die Einverständnis ihres Erziehungsberechtigten. Außerdem wird die umstrittene Gesichtserkennung wieder eingeführt. Nachdem sie 2011 schon einmal freigeschaltet, aufgrund von massiver Kritik von Datenschützern jedoch wieder abgeschaltet wurde, wird die Funktion nun erneut ausgerollt.

Diese Ankündigungen gibt Facebook selbst in einem Blogpost vom 17. April bekannt. Der Konzern rund um Gründer Mark Zuckerberg verspricht seinen Nutzern mehr Kontrolle über den Umgang mit ihren persönlichen Daten. Doch wie passt das zu einer Funktion, die aufgrund von Fotos ein biometrisches Profil aller User erstellt, mit dem sie automatisch auf neu hinzugefügten Fotos erkannt und markiert werden können?

Sicherheitsversprechen von Facebook

Mit der Gesichtserkennung will Facebook es Nutzern nicht nur leichter machen, Freunde in Bildern zu markieren, sondern auch, selbst besser zu erkennen, ob Fotos von einem hochgeladen wurden. Wer die Gesichtserkennung aktiviert hat, bekommt nämlich automatisch ein Benachrichtigung, sollte Facebook das Gesicht auf einem Foto erkennen. So sollen unerlaubt verbreitete Bilder oder Fake-Profile vermieden werden. Verbraucherschützer kritisieren jedoch, ob darin wirklich ein Nutzen für den User liegt – denn nur, wenn die Bilder öffentlich oder in einer Zielgruppe, zu der der Nutzer selbst gehört, gepostet werden, erhält man die Benachrichtigung. Außerdem sei Datenschützern nicht klar, was Facebook mit den gespeicherten Gesichtstemplates alles machen könne.

Pluspunkt: Das Gesichtserkennungs-Tool ist optional

Immerhin erhält jeder Facebook-User die Möglichkeit, der Gesichtserkennung nicht zuzustimmen. Die Funktion ist sogar standardmäßig ausgeschaltet. In den kommenden Wochen werden europäische Nutzer von Facebook nicht nur aufgefordert, den neuen Datenschutzrichtlinien ihr Einverständnis gegeben, sondern auch gefragt, ob sie der Gesichtserkennung zustimmen. Allerdings ist es sehr viel leichter und ersichtlicher, die Funktion zu aktivieren, als sie dauerhaft auszuschalten. Statt wie zur Deaktivierung einfach auf das blau hinterlegte „Accept and continue“ zu klicken, muss der Nutzer zum Abschalten der Funktion in die Einstellungen gehen („Manage Data Settings“) und dort die Option anwählen, dass man die Gesichtserkennung nicht erlaubt und diese Eingabe schließlich über den „Save“-Button speichern. Zum Anschalten ist somit nur ein Klick nötig, zum Abschalten gleich drei. Allerdings kann man die Funktion auch im Nachhinein ein- oder ausstellen.

Es ist ja schon mal gut, dass jedem User selbst überlassen ist, ob die Facebook-Gesichtserkennung genutzt werden soll oder nicht. Allerdings sehe ich noch nicht so wirklich den Nutzen der Funktion, während ich die Probleme schon sehe, dass ein Unternehmen wie Facebook Templates meines Gesichts anlegt und speichert. Wie stehst du dazu? Verrate es uns gerne in den Kommentaren!

Bildquelle:

Pixabay, giphy.com, Facebook

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