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Weniger Müll

EU will Wattestäbchen und Abschminktücher verbieten

Die Europäische Union will beschließen, zahlreiche Einweg- und Plastikprodukte zu verbieten. Darunter auch Wattestäbchen und Abschminktücher. Der Grund: Die Verschmutzung der Meere soll dadurch bekämpft werden.

Zwei unserer liebsten Beauty-Produkte, die wir jeden Tag zum Abschminken benutzen, werden wohl bald der Vergangenheit angehören: Wattestäbchen sowie Abschminktücher. So schlimm das zunächst klingt, die Überlegungen der EU beruhen auf einer dringenden Notwendigkeit. Die extreme Vermüllung der Meere soll aufgehalten werden.

Denn alleine in den EU-Staaten werden, so berichtet „Spiegel Online“, jedes Jahr etwa 26 Millionen Tonnen Plastikmüll produziert, von denen nicht mal ein Drittel wiederverwertet wird. Der Rest landet auf Müllkippen, in Verbrennungsanlagen oder in der Umwelt, wo er erheblichen Schaden anrichtet.

Nicht nur Wattestäbchen: Diese Produkte werden auch verboten

Neben unseren geliebten Abschminkprodukten stehen auch noch andere Alltagsdinge auf der Liste der möglichen Verbote. Im Visier stehen vor allem solche Produkte, die nur einmal benutzt werden können, obwohl es ebenso gute wiederverwendbare Alternativen für sie gibt. Darunter fallen:

    • Strohhalme
    • Verpackungen für Fastfood
    • Zigarettenfilter
    • Einweggeschirr und -besteck
    • Plastikhalterungen von Luftballons
    • Bonbonpapier
    • Feuchttücher

Zudem ist eine Art Strafabgabe für Plastikmüll im Gespräch, die die Mitgliedstaaten zukünftig bezahlen sollen. „Unser Vorschlag ist, dass jeder Mitgliedstaat pro Kilogramm nicht recyceltem Plastikmüll einen bestimmten Betrag an den EU-Haushalt abführt“, sagte EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger der Funke-Mediengruppe. Dieser Betrag soll sich auf etwa 80 Cent pro Kilogramm belaufen.

Ab wann kann man keine Wattestäbchen mehr kaufen?

Wann genau die neue Verordnung in Kraft tritt, steht aktuell noch nicht fest. Doch vermutlich wird es noch eine Weile dauern, bis aus dem Vorhaben eine europaweite Richtlinie wird. Zunächst müssen 70% der EU-Staaten dem Vorschlag zustimmen. Bis 2019 sei damit wohl nicht mehr zu rechnen, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Erst danach können in den einzelnen Ländern entsprechende Gesetze entwickelt und beschlossen werden.

Was sagst du zu dem möglichen Verbot von nicht-recyclebaren Plastikprodukten wie Wattestäbchen und Co.? Findest du das Vorhaben sinnvoll? Oder möchtest du auf einige Produkte einfach nicht verzichten müssen? Sag uns deine Meinung dazu in den Kommentaren!

Bildquelle: iStock/slkoceva