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Ricarda Biskoping am 16.10.2017

Diese Geschichte zerreißt einem das Herz und beweist, wie nah Glück und Unglück beieinander liegen können. Lindsey Hubley (33) aus Kanada brachte am 2. März 2017 ihren Sohn Myles gesund zur Welt. Ein unvorstellbares Glück für die junge Frau. Doch nur wenige Tage später durchlebt sie den Albtraum ihres Lebens: Lindsey müssen beide Unterschenkel und beide Unterarme amputiert werden, wie die Washinton Post” berichtet.

Wie konnte das passieren? Die Geburt von Sohn Myles lief ohne Komplikationen ab, alles schien perfekt. Drei Tage später, Lindsey war bereits zu Hause, ging das Drama los. Lindsey musste erneut in die Klinik in Halifax eingeliefert werden. Grund: starke Unterleibsschmerzen. Die Diagnose der Ärzte: nur eine Verstopfung.

Doch schon einen Tag später konne Lindsey die Schmerzen nicht mehr aushalten, stellte sogar schon Verfärbungen an ihrem Körper fest. Wieder ließ sie sich in die Klinik bringen.

Dann der Schock! Die Ärzte mussten feststellen, dass sich Lindsey während der Geburt mit Bakterien infiziert hatte, die über eine Wunde an der Vagina in den Körper eindringen konnten. Die fleischfressenden Organismen konnten nur durch Amputationen aufgehalten werden. Lindsey verlor beide Unterarme und Unterschenkel. Danach folgten 7 schreckliche Monate in der Klinik – statt zu Hause bei ihrem Baby.

Schadensersatzforderung

Jetzt hat sich Lindsey dazu entschieden, die Klinik zu verklagen. „Unser Vorwurf ist, dass ein Großteil, wenn nicht der komplette Schaden hätte abgewendet werden können, wenn sie ordentlich betreut worden wäre”, sagt ihr Anwalt Ray Wagner. Die junge Mutter fordert Schadensersatz.

Trotz ihres Schicksals versucht Lindsey positiv zu bleiben, nicht aufzugeben. „Der ganze Prozess hat ihr Arme und Beine genommen, aber er wird ihr nicht die Fröhlichkeit nehmen”, sagt ihr Verlobter Mike Sampson zu „Metro News“.

Um Lindsey und ihre Familie zu unterstützen, hat ihre Schwägerin Susan eine Spendenkampagne gestartet. 94.970 Dollar (Stand 16.10.2017) sind bislang schon zusammengekommen. Damit sollen weitere Kosten bezahlt werden.

Lindsey, die sich jetzt an ein Leben im Rollstuhl gewöhnen muss, wird bald in Reha gehen. Davor muss sie sich allerdings noch einer Nierentransplantation unterziehen. Es werden noch schwere Monate auf die junge Mutter zukommen. Doch für sie lohnt es sich zu kämpfen. Sie möchte das Leben mit ihrem Sohn genießen, ihm beim Aufwachsen zusehen.

Bildquelle:

iStock/megaflopp

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