Periode Kündigung
Katharina Meyeram 24.08.2017

So ziemlich alle Frauen bekommen ihre Periode. Und zwar von der Pubertät an, bis die Menopause einsetzt. Dafür sollte niemand diskriminiert werden. Dennoch hat Alisha Coleman aus Georgia wegen ihrer Monatsblutung ihren Job verloren.

Diese Story macht uns ganz schön wütend! Wie unter anderem „Huffington Post“ berichtet, wurde bereits im letzten Jahr eine Frau von ihrem Arbeitgeber entlassen, da sie ihre Periode zu stark bekam. Ja genau, du hast richtig gelesen!

Ja, du hast richtig gelesen!

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Alisha Coleman, die in Fort Benning, Georgia, bereits zehn Jahre als Notrufempfängerin in einem Center für Menschen mit Behinderungen arbeitete, bekam das erste Mal im August 2015 sehr heftig und plötzlich ihre Periode. Bevor sie es ins Bad schaffte, war ihr Bürostuhl bereits befleckt. Ihr Arbeitgeber schickte die Frau, deren starke Blutungen auf ihre Prämenopause zurückzuführen sind, nach Hause – und legt ihr am nächsten Arbeitstag eine Verwarnung vor, dass sie beim nächsten Mal, das so etwas passiert, gefeuert werden würde. Im April 2016 passierte es dann erneut. Auf dem Weg zum Badezimmer tropfte Menstruationsblut auf den Büroteppich. Coleman erhielt darauf die angedrohte Kündigung.

„Ich liebte meinen Job“

Für Alisha ein großer Schock und vor allem sehr erniedrigend. „Ich liebte meinen Job in der Notrufstelle, weil ich Menschen helfen konnte“, berichtet Coleman in einem Statement der American Civil Liberties Union (ACLU), die sie in einem Prozess gegen ihren ehemaligen Arbeitnehmer nun unterstützt. „Jede Frau fürchtet sich, ihre Periode zu bekommen, wenn sie sie nicht erwartet, aber ich hätte niemals gedacht, dass ich deswegen meinen Job verlieren könnte. Gefeuert zu werden, weil unerwartet Periodenblut ausläuft, war erniedrigend. Ich möchte nicht, dass eine andere Frau das jemals erleben muss, also kämpfe ich.“

Fall wird neu aufgerollt

Gemeinsam mit der ACLU verklagt Coleman den Arbeitgeber nun wegen unrechtmäßiger Kündigung. Es ist bereits die Revision des Falles, der im Februar 2017 eigentlich schon abgelehnt wurde. Doch mit der Hilfe der Zivilunion kämpft Alisha weiter. Die Begründung für ihren Rauswurf lautete, dass sie es versäumt habe, „die erwarteten Standards von persönlicher Hygiene einzuhalten und sauber und tadellos zum Dienst zu erscheinen“. In ihrem ersten Prozess argumentierte Coleman, dass die starke Regelblutung, die viele Frauen während der Wechseljahre nur zu gut kennen, „mit Schwangerschaft und Geburt“ zusammenhingen und daher unter das Mutterschutzgesetz fiele, das vor einer unrechtmäßigen Kündigung schützen soll. Im Revisionsprozess argumentiert sie gemeinsam mit der ACLU nun jedoch, dass eine Kündigung wegen der Periode und damit einhergehender Symptome eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts sei.

Wegen Periode gefeuert

Frau wurde wegen ihrer Periode gefeuert

„Arbeitgeber haben nicht das Recht, sich um die Körperfunktionen und Menstruationszyklen von Frauen zu scheren“, erklärt Andrea Young von der ACLU. „Eine Frau dafür zu feuern, dass sie ihre Periode während der Arbeit bekommen hat, ist auffällig und eine Beleidigung für alle berufstätigen Frauen. Das ist falsch und illegal. Wir kämpfen zurück!“

Wir hoffen, dass Alisha Coleman Recht bekommt und werden diesen Fall weiterhin im Auge behalten.

Bildquelle: iStock/robvanhal, iStock/KittisakJirasittichai, giphy.com


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