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Kommt bald das Aus für sexistische Werbung?

Großbritannien:

Kommt bald das Aus für sexistische Werbung?

Gephotoshopte nackte Frauenkörper, perfekte Hausfrauen und Männer, die keine Ahnung vom Haushalt haben: Noch kennt man all diese Stereotype nur zu gut aus Werbespots und Anzeigetafeln. Mittlerweile sorgen fragwürdige Anzeigen aber immer öfter für Shitstorms im Netz und in Großbritannien soll sexistische Werbung bald sogar gänzlich verboten werden. Was hinter diesem Vorstoß steckt, erfährst du hier. 

sexistische Werbung
Er sieht fern, sie putzt: Solche Bilder sollen in Großbritannien aus der Werbung verschwinden.

Die Idee hinter dem Sexismus-Verbot

Sexismus und Werbung sind schon seit vielen Jahrzehnten eng miteinander verknüpft. Schließlich sollen bestimmte Produkte wahlweise an Frauen oder Männer vermarktet werden. Genau dieses Reproduzieren gängiger Geschlechterklischees wird nun aber von der britischen Advertising Standards Authority (ASA) scharf kritisiert. Eine selbst in Auftrag gegebene Studie hatte nämlich erst kürzlich ergeben, wie sehr sich stereotype Darstellungen in der Werbung auf die Geschlechtervorstellungen von Kindern auswirken. Damit Kinder in Zukunft also nicht mehr von Werbeanzeigen aufgezeigt bekommen, wie sie sich als Junge oder Mädchen zu verhalten haben, will die ASA ihre Regeln verschärfen.

Was verboten werden soll

Künftig soll kein Platz mehr für Werbung sein, in der Frauen und Mädchen lediglich als Sexualobjekt dargestellt werden. Des Weiteren wird ein besonders strenges Auge auf solche Anzeigen geworfen, in denen Frauen und Männer zu reinen Klischees verkommen. Die perfekte Hausfrau, die liebend gerne in High Heels putzt oder der unfähige Mann, der nicht in der Lage dazu ist, Windeln zu wechseln, sollen verbannt werden. Zudem soll sich Werbung auch nicht über Männer und Frauen lustig machen dürfen, die nicht diesen Stereotypen entsprechen. Dadurch soll sowohl Transphobie als auch Body Shaming ein Riegel vorgeschoben werden.

In Kraft treten soll die Gesetzesverschärfung laut ASA-Geschäftsführer Guy Parker schon ab nächstem Jahr. Dabei geht es natürlich nicht darum, Frauen künftig nie wieder bei Haushaltstätigkeiten zu zeigen, sondern stereotype Darstellungsweisen kritischer zu betrachten. Verrate uns in den Kommentaren, ob du dir eine derartige Regelung auch in Deutschland wünschst!

Bildquelle: iStock/Kladyk, iStock/KatarzynaBialasiewicz

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