Frau aus den USA ist ständig erregt
Juliane Timmam 15.08.2017

Amanda ist erst 23 Jahre jung, lebt aber schon seit vielen Jahren mit einer Krankheit, die auf Außenstehende auf den ersten Blick erst mal komisch wirkt. Sie leidet an PSAS, was bedeutet, dass sie oft so stark sexuell erregt ist, dass sie ihren Freund anbetteln muss, mit ihr Sex zu haben.

Was genau ist PGAD/ PSAS?

Das „Persistent Sexual Arousal Syndrome“, abgekürzt PSAS – zu Deutsch „Ständige Sexuelle Erregung Syndrom“ – bedeutet für Betroffene keine Lust, sondern eher eine ständige Qual. Sie leiden an einer sexuellen Dauererregung, haben etliche Orgasmen täglich, die allerdings nichts mit sexuellem Verlangen zu tun haben.

„Du glaubst, du kannst Sex haben und dann geht es weg, aber das tut es nicht“, erklärt die 23-jährige Patientin in einem BBC-Fernsehinterview. Seit einem Jahr ist Amanda mit ihrem Verlobten Jojo zusammen. „Manchmal bettle ich ihn weinend an, dass er mit mir Sex hat, nur um dem Druck, den ich untenherum habe, loszuwerden.“ Wenn Amanda nicht zum Orgasmus kommt, fangen ihre Beine und ihr Becken an zu schmerzen.

Die junge Frau aus Michigan nimmt 30 Medikamente, die ihr dabei helfen sollen, besser mit den Symptomen und den Schmerzen umzugehen. Wenn es besonders schlimm ist, greift sie zusätzlich zu Eis-Pads oder Wärmekissen, die sie sich in ihre Vagina einführen kann, es hilft gegen die Schwellungen.

PSAS: Junge Amerikanerin ist ständig sexuell erregt

Als Teengager wollte Amanda keiner glauben

„Als sie das erste Mal sexuell aktiv wurde, hatte sie eine Menge Sex,“ erinnert sich Amandas Mutter Victoria im BBC-Interview. „Ich wusste nicht, was es war, aber meine ganze Familie glaubte, dass sie eine Schlampe war. Damals war ich frustriert, ich dachte, sie wäre ein Hypochonder.“

Amandas Problem begann als sie 13 war, doch erst mit 19 Jahren bekam sie ihre offizielle Diagnose. Ihre Mutter hatte den ratlosen Ärzten mehr Vertrauen geschenkt als ihrer eigenen Tochter, das belastet sie auch heute noch sehr. „Ich habe ihr nicht geglaubt, ich fühle mich immer noch schuldig“, entschuldigt sich Victoria mit Tränen in den Augen.

Dr. Priyanka Gunta, eine Neurologin an der Michigan Universität, arbeitet an Amandas Fall. Gunta hofft, dass sie eine Lösung für die Symptome finden wird, aber leider gibt es immer noch zu wenig Forschungen zum PSAS. Auch wenn es noch lange keine Heilung gibt, hofft die Ärztin, dass sie Amanda mit der richtigen Therapie das Leben angenehmer gestalten kann.

Bildquelle: iStock/Zhenikeyev


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