Vergiftete Eier
Nina Rölleram 02.08.2017

Nach dem großen Dioxin-Skandal vor einigen Jahren müssen nun wieder kontaminierte Eier zurückgerufen werden. Wie verschiedene Quellen berichten, handelt es sich diesmal aber um eine Vergiftung mit dem Insektizid Fipronil. Während zunächst davon ausgegangen wurde, dass nur der niederländische Markt betroffen sei, müssen nun auch Eier aus den Regalen deutscher Läden entfernt werden. Wie du anhand der aufgedruckten Kennziffern auf den Eiern in deinem Kühlschrank erkennen kannst, ob du handeln musst, und wie es überhaupt dazu kommen konnte, erfährst du hier.

vergiftete Eier

Diese Woche sollen Eier aus allen gesperrten Betrieben im Labor getestet werden.

Diese Eier sind in Deutschland kontaminiert

Die niederländische Gesundheitsbehörde NVWA warnte die Bevölkerung schon am Montag dieser Woche vor dem Verzehr von Eiern eines bestimmten Großbetriebes. In der Folge haben auch zehn weitere niederländische Unternehmen ihre mit Fipronil belasteten Eier selbstständig zurückgerufen. Aus Sicherheitsgründen sollen die Niederländer bis Sonntag dieser Woche nun gänzlich auf den Verzehr verzichten. Nach und nach trudeln nun auch Meldungen von kontaminierten Chargen in Deutschland ein, in denen das Insektizid Fipronil in gesundheitsgefährdenden Mengen nachgewiesen werden konnte. Bisher sind folgende Stempelaufdrucke bekannt, die in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen im Umlauf sind – selbst Bio-Eier sind betroffen:

  • 0-NL-4310001
  • 1-NL-4167902
  • 1-NL 4128604
  • 1-NL 4286001
  • 1-NL 4128604
  • 1-NL 4286001
  • 0-NL 4392501
  • 0-NL 4385501

So gelangte Fipronil in die Eier

Fipronil kann vor allem für Kinder schnell gefährlich werden, da ihr Grenzwert deutlich unter dem von Erwachsenen liegt. Das Insektizid wird weitläufig gegen Flöhe, Zecken und Milben angewendet und findet sich zum Beispiel auch an Flohhalsbändern für Haustiere. Der Einsatz bei sogenannten Nutztieren ist jedoch eigentlich untersagt, weil das Fipronil über das Gefieder und die Haut in den Organismus von Vögeln und schließlich auch in die Eier gelangen kann. Werden diese dann in größeren Mengen konsumiert, kann es zu Schädigungen an Leber, Niere oder Schilddrüse beim Menschen kommen. Inzwischen wurde bekannt, dass das niederländische Unternehmen mit dem bezeichnenden Namen „Chickfriend“ Fipronil zur Bekämpfung von Läusen in vielen Geflügelbetrieben eingesetzt hat.

In den Niederlanden sind inzwischen 180 Geflügelzüchterbetriebe gesperrt. Die betroffenen Hühner müssen entweder getötet oder auf eine Diät gesetzt werden, bei der sie all ihr Gefieder verlieren. Darüber hinaus müssen die Ställe gründlich gereinigt werden, um weitere Kontaminationen zu vermeiden. Um selbst auf der sicheren Seite zu sein, solltest du dich in den nächsten Tagen regelmäßig auf der Webseite der deutschen Verbraucherzentrale informieren.

Bildquelle: iStock/Kenishirotie, iStock/rmbarricarte

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