Dünn durch Fett?

Ketogene Diät

Ketogene Diät

Du willst schnell Fett abbauen, ohne Muskelmasse zu verlieren? Von Crashdiäten hast Du genug? Stattdessen legst Du viel mehr Wert auf eine ausgewogene Ernährung? Die Ketogene Diät verspricht all das – doch hält sie es auch ein? Wir haben die Ketogene Diät auf den Prüfstand gestellt und alles Wichtige rund um diese Ernährungsweise für Dich zusammengefasst.

Nüsse und Gemüse auf einem Tisch
Nüsse sind wichtig für die ketogene Diät

Das Fett soll weg – wenn dieser Plan für Dich schon feststeht, stellt sich nur noch eine Frage: Wie gehst Du am besten vor, um die unerwünschten Kilos loszuwerden? Wie wäre es mit Hilfe einer fettreichen Diät? Das gibt es nicht? Gibt es wohl! Das Stichwort lautet Ketogene Diät. Bei dieser Ernährungsform verzichtest Du weitestgehend auf Kohlenhydrate und führst Deinem Körper hauptsächlich Fette und Proteine zu. Die Energie, die Dein Körper im Alltag benötigt, zieht er dabei in erster Linie aus seinen eigenen Fettreserven anstatt aus der Nahrung. Wir haben uns mit dem Erfolgskonzept Ketogene Diät näher beschäftigt und klären Dich über die wichtigsten Punkte auf!

Wie funktioniert die Ketogene Diät?

Bei den meisten Diäten geht es hauptsächlich darum, sich möglichst fettfrei zu ernähren. Nicht so, wenn Du Dich für die Ketogene Diät entschieden hast: Bei ihr ist die Zufuhr von Fetten – zumindest von den „guten“ – ausdrücklich erwünscht! Als eigentlicher „Störenfried“, der unerwünschte Pfunde fördert, wird ein hoher Kohlenhydratanteil betrachtet. Aus dieser Annahme resultiert auch der Name „Ketogene Diät“: Wenn der Körper keine Kohlenhydrate durch die Ernährung aufnimmt, bildet er eine Art Ersatzstoff, die sogenannten Ketonkörper. Der längere Verzicht auf Kohlenhydrate bewirkt eine Änderung des Stoffwechsels: Somit werden nicht nur Ketonkörper gebildet – der Körper nutzt in dieser Phase hauptsächlich Fett als Energielieferant. Diesen Vorgang nennt man auch Ketose. Die Ketose ist auch der Grund, weshalb Du während der Ketogenen Diät viele Fette zu Dir nehmen sollst. Zum einen ist Fett grundsätzlich unabdingbar für den Körper, denn der gesamte Organismus braucht Fette aus der Nahrung, um optimal zu funktionieren. Eine fettarme Ernährung fördert dagegen den Muskelabbau und paradoxerweise auch die Körperfettzunahme. Denn wenn der Körper zu wenig davon bekommt, baut er alles ab, was ihm anderweitig Energie liefert. Eine dauerhafte fettreduzierte Ernährung ist also nicht empfehlenswert. Zunächst kannst Du dadurch zwar einige Kilos verlieren, doch längerfristig gesehen schadest Du Deinem Körper damit eher.

Eine Schale Pasta
Pasta ist bei dieser Diät nicht erlaubt

Die Ketogene Diät passt sich der ursprünglichen Ernährung des Menschen an

Die Ernährungsweise des Menschen hat sich Laufe der Zeit stark verändert. Die Ketogene Diät führt den Menschen ernährungsbedingt zu seinen Ursprüngen zurück. Zwar war er im Grunde schon immer ein „Allesfresser“, doch nahmen unsere Vorfahren hauptsächlich tierisches Fett, Beeren, Wurzeln und Nüsse zu sich. Kohlenhydrate waren willkommene Leckerbissen, doch oft nur schwer zu erbeuten. Somit waren sie ein seltener Genuss, der für schnelle Energieschübe sorgte. Genau dieses Prinzip greift die Ketogene Diät auf.
Die Ernährung des Menschen änderte sich schließlich durch die Landwirtschaft enorm. Durch die Nutzung des Ackerbaus musste Nahrung nicht mehr mühsam gesammelt und auf gut Glück gefunden, sondern konnte direkt vor Ort angebaut werden. Somit waren auch Kohlenhydrate nun leichter zugänglich. Sie sorgen grundsätzlich für eine schnelle Energieversorgung – diese ist heutzutage allerdings nicht mehr so nötig wie damals. Ein hoher Verzehr an Kohlenhydraten fördert dagegen sogar oft weit verbreitete Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislaufstörungen oder schlechte Cholesterinwerte. Die Ketogene Diät wirkt dieser kohlenhydratlastigen Ernährung entgegen. Die Ketogene Diät gehört zu einer ganzen Reihe weiterer Low Carb Diäten wie z.B. der Atkins Diät. Der einzige Unterschied ist, dass die Eiweißmengen, die gegessen werden dürfen, höher angesetzt werden als bei den anderen Low Carb Diäten.

Was hält die Ketogene Diät an Lebensmitteln bereit?

Der Verzicht auf Kohlenhydrate ist der Hauptaspekt, den die Ketogene Diät ausmacht. Dadurch nimmst Du im Schnitt weniger Kalorien auf. Dein Körper muss auf diese Weise nicht mehr den Zucker aus den Kohlenhydraten verwerten, sondern greift auf körpereigene Fettreserven zurück. Damit ist die Gewichtsreduktion so gut wie garantiert. Die Ketogene Diät stellt stattdessen gesunde Fette ganz oben auf den Speiseplan. Dazu gehören beispielsweise Lein-, Walnuss-, Hanf-, Raps- und Olivenöl. Aber auch Nüsse, Fisch und Gemüse sind Nahrungsmittel, die Du bevorzugt essen solltest. Sie alle beinhalten viele ungesättigte Fettsäuren, also die Fette, die eingangs als „gut“ beschrieben wurden. Ungesättigte Fettsäuren kann der Körper, im Gegensatz zu dem gesättigten Pendant, nicht selbst herstellen. Daher ist es wichtig, bei den Mahlzeiten darauf zu achten, genügend von ihnen aufzunehmen. Ungesättigte Fettsäuren sind äußerst wichtig für Stoffwechselvorgänge, sie senken den Cholesterinspiegel und beugen Arteriosklerose vor.
Die Ketogene Diät sieht außerdem vor, dass Du viel Eiweiß zu Dir nimmst. Eiweißprodukte machen schnell satt und kurbeln zudem den Muskelaufbau an. Auf Deinen Speiseplan sollten sich daher noch mageres Geflügelfleisch, Käse, Milch und Eier gesellen. Vermeiden solltest Du auf jeden Fall Nahrungsmittel wie Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis und zu viel Obst – der Kohlenhydrat- bzw. Zuckeranteil würde Deinen Diäterfolg nur ausbremsen.

Die Ketogene Diät eignet sich für jeden, dem es nicht allzu schwer fällt, auf die Portion Pasta am Mittag zu verzichten. Zumindest für einige Wochen solltest Du weitestgehend alle Kohlenhydrate von Deinem Speiseplan streichen. Wenn Dir das am Anfang noch schwerfällt, kannst Du immer noch in langsamen Schritten vorgehen und erst nach und nach die kohlenhydratlastigen Lebensmittel verbannen. Auch auf diese Weise kann die Ketogene Diät bei Dir Erfolge zeigen. Zwar dauert es bis zum gewünschten Ergebnis damit etwas länger, doch was langsam währt, kann trotzdem von Dauer sein!

Bildquellen: istock/slovegrove, iStock/dulezidar

 

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