Atkins Diät
Susanne Falleram 02.12.2016

Die Atkins-Diät wurde von Robert C. Atkins entwickelt, nach dessen Annahme Übergewicht nicht durch zu hohen Fettverzehr, sondern vielmehr durch zu viele Kohlenhydrate entsteht. Bei der Atkins-Diät kann man schlemmen, so viel man will, solange keine Kohlenhydrate verspeist werden. Allerdings steht die Atkins-Diät durchaus in einigen Punkten in der Kritik. Warum die Abnehm-Methode so heiß diskutiert ist, erklären wir Dir hier.

Die Atkins-Diät soll eine Wunderwaffe im Kampf gegen die Kilos sein. Das Beste daran: Auf Fett muss nicht verzichtet werden. Im Gegenteil: Fett ist sogar ein absolutes Muss bei der Atkins-Diät. Aber kann man mit dieser Methode wirklich abnehmen und seinem Körper etwas Gutes tun? Bleibt das Gewicht langfristig niedrig oder ist ein Jojo-Effekt mit der Atkins-Diät garantiert? Wir klären Dich über die Vor- und Nachteile der Atkins-Diät auf und natürlich auch darüber, welches Prinzip hinter dieser Ernährungsform steckt.

Wie funktioniert die Atkins-Diät?

Es muss ja einen Grund geben, warum diese Diät bis heute viele Anhänger hat. Abnehmen mit der Atkins-Methode: Das musst Du wissen.

Was ist bei der Atkins-Diät verboten, was ist erlaubt?

Atkins Diät

Kohlenhydrate jeglicher Art sind bei dieser Low-Carb-Diät nicht erlaubt.

Verboten sind bei der Atkins-Diät Lebensmittel wie Brot, Nudeln, Reis, Kartoffeln und Mehl. Sie enthalten neben vielen Kohlenhydraten jedoch auch wichtige Ballaststoffe und andere gesunde Inhaltsstoffe. Deshalb müssen Vitamin- und Mineralstoffpräparate eingenommen werden, damit keine Mangelerscheinungen auftreten. Erlaubt sind bei der Atkins-Diät hingegen Lebensmittel wie Wurst, Fleisch, Speck, Käse, Eier, Sahne (richtig gehört!), Fisch und Gemüse. Ausreichend Flüssigkeitsaufnahme ist bei der Atkins-Diät Pflicht – mindestens drei Liter Wasser, ungesüßten Tee oder verdünnte Fruchtsäfte solltest Du am Tag trinken.

Der Grundgedanke der Atkins-Diät: Durch die kohlenhydratarme Ernährung soll der Stoffwechsel während der Atkins-Diät so umgestellt werden, dass der Körper zur Energiegewinnung nicht auf Kohlenhydrate, sondern auf die eigenen Fettreserven zurückgreift.

Vorteile der Atkins-Diät

Low Carb Essen

Bei der Atkins-Diät kannst Du Dich satt essen, solange alle Speisen kohlenhydratarm sind.

Eine Abnahme ist trotz Verzehr von fettreichen Nahrungsmitteln dank Low-Carb-Rezepten bei der Atkins-Diät gewährleistet. Bei der Atkins Diät darfst Du essen, so viel Du willst und musst keine lästigen Kalorien zählen. Fettreiche Lebensmittel machen schnell satt und das Eiweiß sorgt dafür, dass das Sättigungsgefühl auch längerfristig anhält. Studien belegen außerdem, dass man mit Hilfe der Atkins Diät in den ersten Monaten sehr schnell Gewicht abbauen kann, sogar schneller als mit einer fettreduzierten Diät.

Nachteile der Atkins-Diät und Gründe, warum sie in der Kritik steht

Bei einer derart angenehmen Diät wie der Atkins-Diät muss es natürlich auch den einen oder anderen Haken geben. Im Falle der Atkins-Diät können diese bisweilen sogar gesundheitsschädigend sein:

  • Die Atkins-Diät ist zum Beispiel sehr einseitig: Durch die große Menge an Fett bei der Nahrungsaufnahme steigern das Cholesterin und die tierischen Fette den Bluthochdruck und es kann zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen.
  • Zu viel Eiweiß aus Fleisch kann unter Umständen zu Gicht führen.
  • Da fast keine Vitamine und Mineralstoffe auf dem Speiseplan der Atkins-Diät stehen, wird auch hier eine sehr einseitige Ernährungsweise verfolgt, die dem Körper die notwendigen Vitamine und Mineralstoffe nicht liefern kann.
Atkins Diät

Abnehmen mit der Atikins-Diät: Möglich, aber zu welchem Preis?

Ernährungswissenschaftler gehen davon aus, dass eine Low-Carb-Diät, wie die Atkins-Diät eine ist, zu verschiedenen Gesundheitsstörungen und -schäden führen kann, denn der Fettgehalt liegt bei dieser Ernährungsweise bei über 50 Prozent. Dazu kommt, dass die Ernährung leider alles andere als ausgewogen ist. Der Körper benötigt eine bestimmte Menge an Kohlenhydraten, um das Gehirn und die Muskeln mit Zucker zu versorgen. Diese Menge wird allerdings bei der Atkins-Diät nicht erreicht, deshalb kann es mitunter sogar zu Muskelkrämpfen, Schwächeanfällen und Konzentrationsproblemen kommen. Es können außerdem Schwierigkeiten mit Stoffwechselorganen wie den Nieren und der Leber auftreten, aber auch Akne und Verstopfungen sind bei der Atkins-Diät keine Seltenheit. Zudem kann sich das Krebsrisiko erhöhen.

Wenn du erfolgreich und dauerhaft abnehmen möchtest, solltest du vor allem auf eine gesunde Ernährung achten. Doch einige vermeintlich gesunde Lebensmittel sind richtige Kalorienbomben. Welche das sind, siehst du in unserer Bildergalerie:

Achtung: Diese 9 Lebensmittel sind gar nicht mal so gesund!

Fazit: Aus gesundheitlichen Gründen sollte man lieber die Finger von der Atkins-Diät lassen. Die Ernährung ist einfach zu einseitig und könnte im Körper mehr Schaden anrichten, als dass sie Nutzen bringt. Andere, weniger strikte Low-Carb-Diäten sind hier wesentlich gesünder und eignen sich auch für eine lebenslange Ernährungsumstellung, was bei der Atkins-Diät definitiv nicht der Fall ist. Übrigens ist der Erfinder der Atkins-Diät, Robert Atkins, mit 72 Jahren an Herzproblemen und Übergewicht gestorben. Sein BMI lag damals bei weit über 30! Hast Du Erfahrungen mit der Atkins-Diät gemacht? Wir sind auf Deinen Bericht gespannt.

Bildquellen: iStock/Shaiith, iStock/dolgachov, iStock/armano777, iStock/Wavebreakmedia

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