Weg mit dem Gift

Entschlacken: Erholung für Deinen Körper

Entschlacken: Erholung für Deinen Körper

Eine Diät jagt die nächste und so langsam weißt Du gar nicht mehr, was Deinem Körper wirklich guttut? Entschlacken ist der erste Schritt, um Ruhe in Deinen Organismus zu bekommen und die leckeren Sünden der Vergangenheit vergessen zu machen. Stars und Gesundheitsbewusste haben diese Methode schon längst für sich entdeckt, doch worauf lässt Du Dich überhaupt ein, wenn Du das Projekt Entschlacken startest?

Obwohl es Dir vielleicht nicht immer bewusst ist, stellst Du Deinen Körper jeden Tag vor eine Belastungsprobe: Die so köstlich duftenden Pommes sind der ideale Snack in der Mittagspause, ein Gläschen Wein gehört zum Feierabend einfach dazu und auf Pasta sowie frische Weizenbrötchen kannst Du einfach nicht verzichten. All diese Leckereien verschönern unseren Alltag und es spricht auch gar nichts dagegen, wenn Du Dir hin und wieder etwas zum Naschen und Schlemmen gönnst. Ernährst Du Dich aber über Jahre hinweg auf eine Art, die Deiner Figur und nicht zuletzt Deiner Gesundheit schadet, ist es irgendwann an der Zeit, Deinen Organismus von all den Schadstoffen, die das Essen in Deinem Körper zurücklässt, zu befreien.

Entschlacken tut gut
Entschlacken hilft Dir dabei, ein paar Kilos zu verlieren und Deinen Körper gesund zu halten

Entschlacken ist in diesem Zusammenhang immer wieder ein viel diskutiertes Thema. Die Kur soll den Körper entgiften und den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht bringen. Gerät er durch falsche Ernährung aus den Fugen, führt das bei den meisten Menschen zu Problemen wie Antriebsschwäche, Hautproblemen oder Muskel- und Gelenkbeschwerden. Doch warum ist das Entschlacken so wichtig und welcher Weg eignet sich am besten, um für Reinheit, Wohlbefinden und einige Kilos weniger zu sorgen?

Warum ist Entschlacken wichtig?

Dein Körper ist ein wahres Wunder der Natur! All Deine Organe arbeiten Tag für Tag auf Hochtouren, damit Du lange gesund und fit bleibst und selbst fettiges Essen und Alkohol nicht sofort zu einer Gefahrenquelle werden. Allerdings muten wir ihm leider oft viel zu viel zu, sodass seine Leistung irgendwann nicht mehr ausreicht, um alle Stoffe auszuscheiden. Ist dieser Punkt erreicht, sammeln sich im Zuge des Stoffwechselprozesses sogenannte Schlacken an, in denen sich beispielsweise Harnsäure oder Cholesterin wiederfinden. Die Formel ist einfach: Je schlechter Deine Ernährung ist, umso mehr Schlacken entstehen im Laufe der Zeit und setzen sich in Deinem Bindegewebe fest. Dieser Prozess kann zu einem gesundheitlichen Problem werden, da Dein Körper durch die Anhäufung schädlicher Stoffe sehr stark belastet wird und nicht mehr volle Power geben kann. Die Gicht, Gelenkbeschwerden, aber auch Cellulite und Übergewicht können folgen, sodass Dein Körper von all den Giftstoffen befreit werden muss. Beim Entschlacken werden genau diese angesammelten Stoffe entfernt, um Dein Immunsystem wieder zu stärken und dazu beizutragen, dass die Kilos, die durch eine vorwiegend vitaminarme und zuckerreiche Ernährung entstanden sind, abgebaut werden.

Schlacken: Ein Resultat Deiner Ernährung

Entschlacken hat viele Synonyme: Detox, Entgiften, Reinemachen, Neutralisieren. Wie auch immer man es nennt, manchmal ist es einfach nötig, die kulinarischen Schatten Deiner Vergangenheit zwar nicht ungeschehen zu machen, sie aber zumindest auszugleichen. Schlacken entstehen durch den vermehrten Verzehr von säurebildenden Produkten wie Weißmehlerzeugnissen, Süßwaren wie beispielsweise Schokolade, Kuchen oder Cookies, alkoholischen sowie stark gesüßten Getränken, aber auch durch einen hohen Konsum von Fleisch- und Milchprodukten. Fertigprodukte und Nikotin können ebenfalls dazu führen, dass Dein Körper nicht mehr ausreichend Energie aufbringen kann, um die Schadstoffe aus eigener Kraft aus Deinen Körper zu transportieren. Es sind also all jene Lebensmittel, die meist auch für die ungeliebten Extrakilos verantwortlich sind. Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass genau diese Ernährungs- und Lebensweise durch eine andere ersetzt werden muss, die Deinen Körper entlastet und ihm zu alter Stärke zurück verhilft. Beim Entschlacken wird dieser Ansatz in die Tat umgesetzt.

Entschlacken, aber richtig!

Wer entschlacken möchte, muss viel Ehrgeiz zeigen, denn mit einer Diät ist solch eine Kur nicht zu vergleichen. Damit sich Deine Organe regenerieren können, solltest Du Dein bisheriges Essverhalten genau überdenken und alle Lebensmittel, die zwar lecker, aber industriell hergestellt wurden oder sehr viel Zucker und gesättigte Fettsäuren enthalten, aus Deinem Kühlschrank verbannen. Dies ist der erste Schritt, um Dich auf das Entschlacken vorzubereiten. Liegen bereits Krankheiten wie beispielsweise Diabetes vor, solltest Du vorher mit Deinem Arzt besprechen, in welchem Umfang Du Deinem Körper das Entschlacken zumuten kannst. Auch bei einer Schwangerschaft und während der Stillzeit ist es sinnvoll, die komplette Ernährungsumstellung etwas zu vertagen, damit das Risiko für Dein Kind so gering wie möglich bleibt. Ernähre Dich in dieser Zeit vollwertig und gesund, verzichte aber auf eine strenge Entschlackungskur. Bist Du körperlich fit, steht dem Entschlacken jedoch nichts im Weg und Du kannst beginnen, die Giftstoffe auszuleiten.

Entschlacken beruhigt Deinen Säure-Basen-Haushalt

Manchmal wird Entschlacken im gleichen Atemzug mit einer Fastenkur genannt, doch es gibt einen gravierenden Unterschied: Während Du beim Fasten über mehrere Wochen hinweg auf feste Nahrung verzichtest und stattdessen auf stilles Wasser, ungesüßte Tees oder klare Brühen zurückgreifst, ist Essen beim Entschlacken absolut erwünscht. Dieser Speiseplan hat aber vermutlich nicht viel mit Deiner gewohnten Ernährung zu tun, denn meist nehmen wir zu viele säurebildende Produkte wie Kaffee, Fleisch oder Fastfood zu uns. Entsteht beim Stoffwechselprozess jedoch zu viel Säure, ist ein Ausgleich mit Basen nötig. Basen dienen im Körper dazu, den pH-Wert einer Lösung zu erhöhen. Liegt dieser Wert unter 7, kann es zu einer Übersäuerung kommen, die Deine Organe schwächt und so zu gesundheitlichen Problemen führen kann. Daher agieren basische Stoffe als Neutralisator, wenn Deinem Körper eine Übersäuerung droht. Beim Entschlacken solltest Du Deine Essgewohnheiten so umstellen, dass vorwiegend basenbildende Lebensmittel wie getrocknete Aprikosen, Kiwis, Bananen oder Äpfel auf dem Speiseplan stehen.

Entschlacken mit Basen

Lasse für zwei Wochen alle säurebildenden Lebensmittel beiseite und ernähre Dich stattdessen rein basisch. Das klingt schwerer als es ist, denn Du kannst so viel Obst und Gemüse verzehren, bis Du satt bist, und wirst daher nicht durch einen knurrenden Magen beim Entschlacken gebremst. Das Verhältnis zwischen den beiden Komponenten sollte bei 80 Prozent gekochtem oder rohem Gemüse und 20 Prozent Obst liegen. Durch diese Strategie beruhigt sich Dein Verdauungssystem, Du bist lange gesättigt und Dein Stoffwechsel kommt wieder in Schwung. Zudem wirst du mit Sicherheit auch auf der Waage einen positiven Effekt bemerken. Durch den Verzicht auf zucker- und kalorienhaltige Speisen kann sich auch Dein Hautbild verbessern und Dein Bindegewebe wird gestrafft. Auch in puncto Getränke solltest Du auf den Klassiker Wasser vertrauen. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, damit Deine Organe gut arbeiten können. Alkohol und Koffein solltest Du hingegen so gut es geht vermeiden. Hast Du diese 14 Tage vollbracht, beginnt der zweite Schritt Deiner Entschlackungskur.

Entschlacken mit dem richtigen Mix

Von nun an wird es nur noch leichter, denn nach diesen beiden Wochen solltest Du beginnen, Deine Nährstoffzufuhr ausgeglichener zu gestalten. Säuren sind von nun an wieder erlaubt, allerdings sollten sie nur 20 Prozent Deiner Ernährung ausmachen. Die 80/20-Regel bietet Dir auch hier eine gute Hilfestellung. Fisch, Fleisch, Eier und Milchprodukte können nun also wieder wie die basischen Stoffe Bestandteil Deiner Kochkünste werden, doch wie auch beim Clean Eating-Konzept sollten diese möglichst unverarbeitet, sprich nicht in Form von Fertigprodukten oder Fast Food, auf Deinem Teller landen. Lerne, Dich bewusst zu ernähren und koche mit frischen und regionalen Lebensmitteln. So weißt Du genau, welche Produkte Du zu Dir nimmst und kannst Dich voll und ganz auf die Bedürfnisse Deines Körpers einstellen.

Schaffst Du es, Deine kulinarischen Gewohnheiten dauerhaft auf diese Art und Weise umzustellen, werden Schlacken und eine Übersäuerung künftig keine Chance mehr haben. Viele Vitamine und Nährstoffe, wenig Chemie und Kalorien und vor allem ein rundum erneuertes Bewusstsein für eine gesunde Ernährung werden Dir dabei helfen, Deinem Körper jede Menge Power zu schenken und Deine Organe zu entlasten. Der fast schon garantierte Gewichtsverlust ist nur noch das Sahnehäubchen auf der Kirsche, sodass sich Entschlacken für all diejenigen lohnt, die ein paar Kilos verlieren und sich einfach wieder gesund und vital fühlen wollen.

Bildquelle: iStock/OlenaMykhaylova

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