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Flexitarier

Jeden Tag Fleisch?

Flexitarier

Noch nie stand unsere Ernährung so sehr im Fokus des öffentlichen Interesses wie heutzutage. Immer mehr Menschen setzen sich mit der Frage auseinander, wie sie bewusster leben und damit nicht nur dem eigenen Körper, sondern auch der Umwelt etwas Gutes tun können. Flexitarier haben ihren persönlichen Schlüssel zum gesunden und bewussten Leben gefunden, ohne dabei auf etwas verzichten zu müssen – zumindest fast.

Wohin man schaut: Alles scheint sich nur noch um unser Essen zu drehen. Ernährungsexperten bringen uns regelmäßig auf den neuesten Stand ihrer Kenntnisse, wobei oft nicht lange auf den erhobenen Zeigefinger gewartet werden muss. Wer nämlich regelmäßig zu Fertiggerichten, Fleischprodukten oder chemischen Inhaltsstoffen greift, steht schnell in der Kritik, nicht ausreichend auf sich und die Umwelt zu achten, denn unser kulinarisches Vergnügen steht im engen Zusammenhang mit dem Klima. Der Verzicht auf Fleisch bietet sich hierbei als ideale Lösung an, denn, dass sich ein erhöhter Konsum tierischer Produkte negativ auf unser Wohlbefinden und den CO2-Verbrauch auswirkt, ist bereits bewiesen. Doch musst Du wirklich gleich zum Vegetarier oder Veganer werden, um auf allen Ebenen bewusster und gesünder zu leben? Für Flexitarier lautet die Antwort „Nein“, denn sie haben sich für den goldenen Mittelweg entschieden, der ihnen den gelegentlichen Griff zu Wurst und Steak nicht verbietet, diesen zum Wohle der Gesundheit und der Umwelt aber nur noch in Maßen gestattet.

Ein gedeckter Tisch für Flexitarier
Flexitarier verzichten auf nichts

Das steckt hinter der Lebensweise der Flexitarier

Wie die meisten Bewegungen, die etwas mit dem Körper zu tun haben, kommt auch der Begriff „Flexitarier“ aus den USA. Schon 1992 wählte die Gastronomin Helga Morath diese Bezeichnung als Lösung, um einen Oberbegriff für die fleischlosen aber auch tierischen Gerichte ihrer Speisekarte zu finden, doch erst seit wenigen Jahren trifft dieses Wort auch auf eine ganz besondere und vor allem bewusste Art der Ernährung zu. Flexitarier leben nämlich nach dem Prinzip, mindestens an drei Tagen in der Woche auf Rind, Schwein, Geflügel und Fisch zu verzichten und stattdessen vegetarische Alternativen zu wählen. Dahinter steckt die Idee, den Fleischkonsum erheblich zu minimieren, um ein Zeichen gegen Massentierhaltung und den stetig voranschreitenden Klimawandel zu setzen. Doch auch der eigene Körper liegt Flexitariern am Herzen: Diabetes vom Typ 2, Herzkreislauferkrankungen und auch Übergewicht sollen mit dem sehr bedachten Verzehr von Fleisch und Wurst entgegengewirkt werden.

Wie lässt es sich ein Flexitarier schmecken?

Wenn Du schätzen müsstest, wie viel Kilogramm Fleisch Du in einem Jahr konsumierst, welchen Wert würdest Du nennen? Wissenschaftlichen Ergebnissen zufolge verspeist jeder Deutsche durchschnittlich 60 Kilogramm Fleisch, was pro Woche circa 1200 Gramm entspricht! Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, kurz DGE, schlägt bei diesen Zahlen Alarm, denn sie empfiehlt für eine ausgewogene Ernährung einen Verbrauch von gerade einmal 300 bis 600 Gramm. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass Flexitarier das „zu viel“ mit anderen Lebensmitteln ausgleichen müssen. So ersetzen Vollkorn- und Sojaprodukte beispielsweise das Schnitzel zum Mittagessen und werden von viel Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten ergänzt. Doch bist Du nun automatisch ein Flexitarier, sobald Fleisch nicht täglich auf Deinem Speiseplan steht?

Flexitarier treffen bewusste Entscheidungen

Wer als Flexitarier lebt, entscheidet sich dafür, seinem Körper etwas Gutes zu tun und sich klar von einer nicht artgerechten Haltung der Tiere zu distanzieren. Es heißt aber auch, dem Verlangen nach einem Stück Fleisch hin und wieder nachzukommen, doch dieser Entschluss wird in diesem Fall ganz bewusst getroffen. Es geht nicht darum, fleischhaltige Produkte je nach Lust und Laune zu verzehren oder eben zu verschmähen, sondern entschlossen an mindestens drei Tagen in der Woche vegetarische Gerichte zu konsumieren und diesem Prinzip natürlich auch im Restaurant oder auf Geburtstagspartys treu zu bleiben. Außerdem greifen Flexitarier auch gerne etwas tiefer in die Tasche, wenn sie sich ein Stück Fleisch gönnen. Je nach vorhandenem Budget sollten vorwiegend Bio-Produkte gekauft werden, denn diese Form der Ernährung steht für ein Leben, das keinerlei Toleranz für eine schlechte Tierhaltung zeigt, auf den fleischigen Genuss jedoch nicht vollständig verzichtet.

Flexitarier ernähren sich vorwiegend fleischlos, doch der gelegentliche Verzehr von Grillgut oder Aufschnitt lässt sie besonders aus Sicht von Vegetariern und Veganern häufiger in einem schlechten Licht dastehen. Dabei halten sich Flexitarier im Grunde nur an den Ratschlag, den Ernährungsexperten schon seit Jahren geben: Sie sind um einen ausgewogenen Speiseplan bemüht und greifen zu qualitativ hochwertigen Produkten, damit sich ihr Wohlbefinden verbessert und das Klima geschützt wird. Das Leben als Flexitarier lässt sich abwechslungsreich und dazu noch lecker gestalten und natürlich profitiert auch das gute Gewissen von diesem bewussten Lifestyle.

Bildquelle: istock/AllAGRI

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