Grüne Smoothies: Echtes Superfood oder Werbegag?
Anna-Maria von Kentzinsky am 01.10.2014

Wer sich für gesunde Ernährung interessiert, der wird derzeit am angesagtesten Trend nicht vorbei kommen: grüne Smoothies. Die dickflüssigen Getränke aus Obst und Gemüse sind derzeit wortwörtlich in aller Munde und in den größeren Städten dieser Republik eröffnen immer mehr Smoothie Bars, die sich vor begeisterten Gästen kaum retten können. Doch warum gerade grüne Smoothies? Was haben die giftgrünen Drinks an – oder besser in – sich, dass sie so hoch gelobt werden? Oder sind grüne Smoothies doch wieder nur ein Werbegag, der sich gut verkaufen lässt? Wir haben grüne Smoothies für Dich mal genauer unter die Lupe genommen.

Wer hat sie erfunden? Die Schweizer? Nein, grüne Smoothies haben wir der Russin Victoria Boutenko zu verdanken, die 1990 mit ihrer Familie in die USA auswanderte. Die Mutter von zwei Kindern beschloss eines Tages, ihr Leben und das ihrer Familie radikal zu ändern, denn Übergewicht, Diabetes, Herzrhythmusstörungen, Asthma und andere schwere, chronische Krankheiten dominierten ihren Alltag und raubten ihr jedes bisschen Lebensfreude. Um ihre Gesundheit und die ihrer Familie wieder in den Griff zu bekommen, stieg Victoria Boutenko erst auf Rohkost um und begab sich auf ihrer Suche nach der idealen Ernährung 2004 in das Revier der Schimpansen. Damit ist sie nicht auf den Affen gekommen, sondern auf grüne Smoothies. Genetisch gesehen sind uns Schimpansen sehr ähnlich, ganze 99,4 Prozent unserer Gene teilen wir mit den Waldbewohnern, die ungewöhnlich gut gegen Krankheiten gewappnet sind. Mit der Ernährung verhält es sich fast umgekehrt, unsere täglichen Happen aus Kohlehydraten, Fertigprodukten und gekochten Lebensmitteln haben so gut wie nichts mit der tierisch guten Ernährung zu tun, die sich Schimpansen jeden Tag gönnen: Haufenweise Obst, viel Blattgrün, Kerne und Samen kommen bei den Affen tagtäglich zwischen die Zähne. Victoria Boutenko schaute sich etwas von diesem Speiseplan ab und begann, grüne Smoothies zu zaubern. Mit durchschlagendem Erfolg!

Grüne Smoothies versorgen Dich mit wichtigen Nährstoffen

Grüne Smoothies sind die Superhelden unter den Drinks: Super gesund und super lecker!

Grüne Smoothies: Was ist das eigentlich?

Grasgrün, lecker und super gesund, das ist ihr Ruf. Doch was sind grüne Smoothies eigentlich genau? Im Grunde genommen sind grüne Smoothies normalen Smoothies nicht unähnlich, denn sie bestehen zu 50 bis 60 Prozent aus frischem Obst und Gemüse, das für eine sämige Konsistenz sorgt. Den Unterschied zu klassischen Smoothies macht jedoch knackiges Blattgrün wie Rucola, Löwenzahn, Spinat, Sellerie, Brunnenkresse, Mangold oder Wirsing. Es sorgt nicht nur für die kräftige Farbe, Blattgrün liefert Nährstoffe, die in Obst und Gemüse nur bedingt vorhanden sind. Zusammen mit einem Schuss Wasser werden alle Zutaten sehr fein zerkleinert und schon sind grüne Smoothies fertig. Wer jetzt glaubt, Basilikum, Eichblatt und Co. lassen grüne Smoothies zu einer bitteren Angelegenheit werden, der irrt gewaltig. Im Gegenteil: Mit dem Mischungsverhältnis von 40 bis 50 Prozent Blattgrün und 50 bis 60 Prozent Obst und Gemüse hat der Geschmack von Ananas, Gurke, Beeren, Mango, Avocado, Banane und Birne definitiv die Oberhand. Im Gegensatz zu Säften sind grüne Smoothies allerdings nicht entsaftet, sondern werden mit den scharfen, schnellen Klingen eines Hochleistungsmixers bearbeitet. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied, denn grüne Smoothies dürfen neben dem Saft der Früchte und des Grünzeugs auch dessen Fleisch und Fasern behalten.

Es grünt so grün: Grüne Smoothies und das Chlorophyll

Gerade die Fasern des Grünzeugs sind der Clou, der grüne Smoothies zu so einem Gesundheitsbooster werden lässt: Sie enthalten zahlreiche zusätzliche Nährstoffe und Chlorophyll, das grüne Smoothies nicht nur so wunderbar grün werden lässt, sondern auch ein wahres Wundermittel für den Körper sein soll. Es fördert die Wundheilung, sagt Giftstoffen im Körper den Kampf an, mindert Körpergeruch, reinigt den Darm und macht Deinem Körper das Leben noch auf zahlreichen anderen Wegen einfacher. Eigentlich ist Chlorophyll in Pflanzenfasern versteckt, die für den Menschen schwer verdaulich sind, doch ein Hochleistungsmixer bricht die Zellstruktur des Blattgrüns auf und macht den Weg zum Chlorophyll frei. Damit können wir es nicht nur viel besser aufnehmen und für all die guten Dinge in unserem Körper nutzen, das Mixen nimmt Deiner Verdauung auch noch jede Menge Arbeit ab und zerkleinert die knallgrünen Superfoods so effektiv, dass wir deutlich mehr davon essen können. Es ist natürlich nicht nur das Chlorophyll, das grüne Smoothies zu den ultimativen Drinks macht, Ballaststoffe, essentielle Aminosäuren, Vitamine, Spurenelemente, Antioxidantien und Mineralien sind ebenfalls mit von der Partie, denn sie verstecken sich in allen Zutaten.

Grüne Smoothies: Immer anders, immer (anders) gesund

Keiner liebt das Einerlei, auch nicht, wenn es grüne Smoothies sind. Für Abwechslung im Glas variierst Du am besten die Zutaten für grüne Smoothies, so bleiben nicht nur Deine Geschmacksnerven zufrieden, auch Dein Körper wird sich über die unterschiedlichen Nährstoffe freuen. Probiere doch einmal einen Mix aus fruchtigen Beeren und Salat, kombiniere knackigen Apfel mit erfrischender Minze oder verheirate Gurke mit Avocado und Mandelmilch. Es dürfte Dich auch nur wenig überraschen, dass grüne Smoothies wie gemacht sind, um Mangelerscheinungen entgegen zu wirken. Ein Blick auf die heilenden Wirkungen von Blattgrün, Obst und Gemüse machen grüne Smoothies zu köstlicher Medizin mit kulinarischem Suchtpotential. So sind Avocados bekannt dafür, den Blutfluss im Körper anzuregen und den Blutdruck zu senken, Blaubeeren schützen Dein Gehirn vor Oxidantien, die Alzheimer und Demenz auslösen könnten, und Gurke hilft, den Darm im Gleichgewicht zu halten, entwässert und kann den Blutzuckerspiegel senken. Das heißt im Umkehrschluss, dass Du grüne Smoothies wunderbar nach Deinen ganz speziellen Bedürfnissen und Wünschen zusammenstellen kannst. Du fühlst Dich gestresst? Dann ist Basilikum Dein Freund und Helfer. Für fitte Muskeln und eine schlanke Linie greifst Du am besten zu frischem Spinat, der tatsächlich noch viel mehr kann: Spinat enthält Nitrate, die Dein Körper benutzt, um Stickstoffmonoxid zu bauen. Dieser Stoff transportiert der Sauerstoff im Blut und erweitert die Blutgefäße, damit alles glatt läuft. Thrombosen, Schlaganfälle und Herzinfarkte haben mit ausreichend Stickstoffmonoxid kaum eine Chance. Es lohnt sich also, sich genauer mit den positiven Eigenschaften auseinander zu setzen, die grüne Smoothies und ihre Zutaten so mit sich bringen.

Wie werden grüne Smoothies gemacht?

Es könnte kaum einfacher sein, grüne Smoothies zu zaubern, doch ein paar kleine Tipps und Tricks können ja nie schaden. Damit es Liebe auf den ersten Schluck wird, beginnst Du am besten damit, Dein Lieblingsobst in grüne Smoothies zu verwandeln und belässt es erst einmal bei einem Mischungsverhältnis von 70 zu 30 oder 60 zu 40, denn so gewöhnst Du Dich am besten an den Geschmack des Grünzeugs, das grüne Smoothies so grün macht. Du kannst Dich später immer noch an wilde Experimente, ausgefallene Rezepte oder mehr Grünzeug heran wagen, denn dann hast Du eher eine Vorstellung davon, womit Du es in Sachen grüne Smoothies zu tun hast und was Dir schmeckt. Das perfekte Einsteiger-Grün für grüne Smoothies ist Spinat, denn er ist recht geschmacksneutral und lässt sich ganz hervorragend mit allen möglichen Obst- und Gemüsesorten kombinieren. Für das „smooth“-Feeling kannst Du Dir ein paar Bananen besorgen, denn mit ihnen werden grüne Smoothies so richtig schön sämig. Alles bereit? Perfekt, dann kann es direkt losgehen und in nur wenigen Minuten hast Du köstliche grüne Smoothies, über die sich Deine Geschmacksknospen mindestens genauso freuen wie der Rest Deines Körpers. Bei einem handelsüblichen Standmixer arbeitest Du am besten in zwei Schritten, denn sie tun sich gerade mit den zähen Zellfasern des Grünzeugs schwer. Zuerst zerkleinerst Du das feste Obst zusammen mit etwas Wasser und gibst nach einer kurzen Pause Banane und Spinat hinzu. Wo ein Hochleistungsmixer in einer halben Minute smoothe grüne Smoothies gezaubert hat, braucht ein normaler Standmixer etwas länger. Nach zwei bis drei Minuten dürfte auch er sämige grüne Smoothies zustande gebracht haben. Besonders köstlich sind grüne Smoothies gekühlt, wenn Du zum Schluss noch etwas Crushed Ice mit hinein gibst, haben sie im Handumdrehen die perfekte Temperatur.

Mixer – das A und O für grüne Smoothies?

Wir haben es eben schon einmal angesprochen: Die Wahl des Mixers kann einen großen Einfluss auf grüne Smoothies und ihre Zubereitung haben. Klar, für den Anfang reicht ein handelsüblicher Standmixer durchaus aus, allerdings solltest Du ihm nicht zu viel zumuten und immer nur kleine Mengen grüne Smoothies zubereiten. Die Pflanzenfasern von Blattgrün werden Deinem Mixer allerdings auf Dauer ganz schön zusetzen und können sogar dafür sorgen, dass ein normales Haushaltsgerät der Belastung gar nicht mehr Stand hält und den Geist aufgibt. Wenn Du grüne Smoothies für Dich entdeckt hast und Dir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen kannst, ist es an der Zeit, etwas tiefer in die Tasche zu greifen und Deine Küche mit einem Hochleistungsmixer upzugraden, denn seine starken Motoren und widerstandsfähigen Klingen sind den dickköpfigen Pflanzenfasern gewachsen. Zudem kommt ein Hochleistungsmixer mit einer deutlich höheren Drehzahl daher, was dafür sorgt, dass alles Blattgrün effektiver zerkleinert wird und Du in kürzester Zeit grüne Smoothies bekommst, die unvergleichlich sämig und geschmacksintensiv sind. Welcher Hochleistungsmixer für Dich der Richtige ist, bestimmen Deine Ansprüche und Dein Budget. Ein Geräte- und Preisvergleich lohnt sich natürlich immer, denn so kannst Du in Deine Gesundheit investieren und dabei vielleicht noch ein Schnäppchen machen.

Grüne Smoothies sind wahre Alleskönner, schnell gemacht und einfach lecker. Mit ihren Zutaten können grüne Smoothies – ganz nach Deinen Wünschen – Deinem Körper einen perfekt zugeschnittenen Boost verpassen und Du hast mit ihnen einen einfachen Weg gefunden, jeden Tag so viel Obst und Gemüse zu Dir zu nehmen, dass Du über das Minimum von fünf Portionen am Tag nur noch lächeln kannst. Der einzige Nachteil, den grüne Smoothies mit sich bringen ist der mit mehreren Hundert Euro doch recht teure Hochleistungsmixer, um den Du irgendwann einfach nicht mehr herum kommst. Doch die Investition lohnt sich, denn in Sachen Geschmack und Gesundheitsbonus sind grüne Smoothies quasi ungeschlagen.

Bildquelle: Thinkstock / Kesu01


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Was denkst du?

  • veganmachtspass am 21.01.2015 um 12:56 Uhr

    Ich trinke hin und wieder auch gerne mal grüne Smoothies, weil sie so gesund sind. Allerdings ist mein Mixer schon etwas älter, da dauert es recht lange bis die ganzen Blätter püriert sind. Ich hoffe, dass ich mir bald einen neuen kaufen kann, damit ich mehr grüne Smoothies machen kann.

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