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Studie zeigt: So schlecht steht es um die Ernährung der Deutschen!

Food Literacy

Studie zeigt: So schlecht steht es um die Ernährung der Deutschen!

Wie steht es eigentlich um die Ernährung der Deutschen? Darüber gibt die sogenannte Food Literacy Auskunft – allerdings wirft die Auswertung kein besonders gutes Licht auf unser Essverhalten. Merkmale wie Alter, Geschlecht und Bildungsgrad scheinen einen direkten Einfluss auf die Ernährungsweise zu haben, und das teilweise in erschreckendem Ausmaß.  

Die Ernährungskompetenz, oder auch Food Literacy, zeigt auf, wo mögliche Defizite im eigenen Essverhalten liegen. Der AOK-Bundesverband hat das in einer Studie untersucht, und zwar bezogen auf ganz Deutschland. Werden Produkte miteinander auf gesunde Merkmale untersucht, Mahlzeiten geplant oder auf gesunde Snacks gesetzt? Fragen wie diese werden in der Untersuchung berücksichtigt und mit soziodemografischen Merkmalen in Zusammenhang gebracht. Die Studie zeigt: Über die Hälfte der deutschen weist eine unzureichende Ernährungskompetenz auf.

Über die Hälfte der Deutschen fällt in Sachen Ernährungskompetenz durch!

Für die Untersuchung wurden 2000 Personen zu insgesamt acht Themenfeldern befragt. Auf Basis der Antworten ergaben sich dann Schlussfolgerungen über deren Ernährungskompetenz. Interessant dabei ist, dass nicht nur insgesamt 53,7 Prozent eine problematische Food Literacy aufweisen. Sondern auch zwischen den Geschlechtern gibt es einen deutlichen Unterschied: Während bei den Frauen in Deutschland immerhin etwas über die Hälfte (53 Prozent) eine hinreichende Ernährungskompetenz aufweist, sind es bei den männlichen Befragten gerade mal 38 Prozent.

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Food Literacy: Diese Merkmale beeinflussen sie

Und auch das Alter scheint großen Einfluss auf eine bewusste und gesunde Ernährung zu haben. Gerade bei der jüngeren Altersgruppe (18 bis 24 Jahre) sind es über 60 Prozent, die keine gute Food Literacy vorweisen können. Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, zeigt sich bestürzt über dieses Ergebnis: „Nur jeder dritte junge Erwachsene weiß, wie gesunde Ernährung funktioniert. Das ist alarmierend.“

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Doch nicht nur Geschlecht und Alter haben Auswirkungen auf die Ernährungsweise. Auch der Bildungsgrad steht laut der Erhebung im direkten Zusammenhang mit der Food Literacy einer Person. Während es bei Befragten mit einem Abitur immerhin über 56 Prozent sind, die eine gute Ernährungskompetenz besitzen, sind es bei den Personen mit einem Haupt- oder Volksschulabschluss nur knapp 37 Prozent.

Unter den acht untersuchten Themenfeldern ist besonders eines negativ aufgefallen: 72 Prozent der Befragten ist ein „gesundes Vergleichen“ von Produkten nicht möglich. Für das Abwägen und Entscheiden fehle es an der nötigen Kompetenz. Hier gibt es also einiges in Sachen Aufklärung und Bildung zu tun.

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Die Untersuchungen des AOK-Bundesverbandes zeigen also deutliche Defizite in Sachen Ernährung in Deutschland auf. Dass Merkmale wie Geschlecht, Alter oder Bildungsgrad einen hohen Einfluss auf die Food Literacy haben, ist ebenfalls negativ zu bewerten. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft kennt die Probleme, und möchte die Ernährungskompetenz in Deutschland zum Beispiel mit Initiativen künftig verbessern. 

Bildquelle:

Getty Images/maaram; Getty Images/asiandelight

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