Eggcup and boiled egg couple on wooden table in love feel.
Anne Lüftner am 10.12.2015

Wenn Du Dich gesund ernähren und Deinen Körper bei seinen täglichen Aufgaben unterstützen möchtest, geht nichts ohne Vitamin B12. Es gilt als König unter den Vitaminen, denn sein Einfluss auf die mentale und physische Verfassung ist unerreicht, sodass es Zeit wird, sich diese chemische Verbindung einmal etwas genauer anzusehen. Wie wirkt Vitamin B12 und was passiert, wenn Du zu wenig davon zu Dir nimmst?

Vitamin B12 ist unerlässlich für einen gesunden Körper. Diesen Satz hört man immer wieder, wenn es darum geht, welche Lebensmittel auf unseren Tellern landen sollten und welche Nährstoffe dazu führen, dass wir uns vital und fit fühlen. Oft wird diesem Appell allerdings nicht genug Beachtung geschenkt, denn im Gegensatz zu vielen anderen Ratschlägen, handelt es sich hierbei nicht nur um leere Versprechungen. Ein Blick hinter die Fassade lohnt sich, denn hast Du gewusst, dass das Vitamin wichtig für die Aktivität Deines Nervensystems ist und es bei einem Vitamin B12-Mangel zu Blutbildungsstörungen kommen kann?

Deinen Vitamin B12-Bedarf deckst Du mit tierischen Lebensmitteln

Deinen Vitamin B12-Bedarf deckst Du mit tierischen Lebensmitteln

Dieser Komplex, der zu der Gruppe der Cobalaminen gehört, enthält als einziges mineralienhaltiges Vitamin das Spurenelement Kobalt, welches für die Bildung roter Blutkörperchen essentiell ist. Darüber hinaus trägt es zur Bildung der Erbsubstanzen DNA und RNA bei und schützt das Herz-Kreislaufsystem, da es die gefährliche Aminosäure Homosystein in Methionin umwandelt – anderenfalls besteht ein erhöhtes Risiko für eine Arterienverkalkung. Ohne eine ausreichende Vitamin B12-Zufuhr könnte es also zu einer Störung Deiner Körperfunktionen kommen – daher stellt sich die Frage, wie viel eigentlich genug ist.

Vitamin B12: tierischer Genuss

Obst und Gemüse gelten als die Vitamin-Lieferanten Nummer eins, doch auch hier bildet der B12-Komplex eine Ausnahme: Er findet sich vorzugsweise in tierischen Lebensmitteln wieder, sodass Fleisch, Eier, Fisch und Milchprodukte ganz oben auf dem Speiseplan stehen sollten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ab dem 15. Lebensjahr eine tägliche Vitamin B12-Zufuhr von etwa drei Mikrogramm. Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit wird zu einer Menge von bis zu vier Mikrogramm geraten, doch hierbei gilt der Frauenarzt als der beste Ansprechpartner. Wie schaffst Du es nun aber, auf diese Werte zu kommen? Solltest Du Deinen Konsum von tierischen Lebensmitteln dafür erhöhen oder vielleicht sogar senken? Die Antwort hängt ganz von Deinen üblichen Essgewohnheiten ab. Schon mit drei Gläsern Kuhmilch à 200 Millilitern deckst Du Deinen Tagesbedarf an Vitamin B12. Zwei Scheiben Emmentaler liefern bereits ein Drittel der empfohlenen Tagesmenge. Hättest Du gedacht, dass 200 Gramm Schweineschnitzel zum Mittagessen und 100 Gramm Lachs am Abend zusammen ausreichen, um einer Blutbildungsstörung vorzubeugen und Deinen Körper mit dem so wichtigen Nährstoff zu beliefern? Zu den besten Vitamin B12-Trägern gehören allerdings Innereien wie die Leber. Diese Speise zählt bei vielen wohl nicht gerade zu den Favoriten, wenn es um ein leckeres Menü geht, doch in 100 Gramm Kalbsleber verstecken sich unglaubliche 54 Mikrogramm des Vitamins! Tröstet Dich die Aussicht auf die guten Nährstoffe allerdings nicht über den Gedanken hinweg, ein Stück Leber zu verzehren, kannst Du ebenso gut auf die Alternativen wie Käse und andere tierische Erzeugnisse zurückgreifen.

So kann das Vitamin B12 seine Aufgaben meistern

Das gesunde Vitamin kommt meist gebunden an Eiweißen vor, sodass sich auch erklärt, warum gerade Fleisch und Fisch so empfehlenswert sind, um den B12-Bedarf zu decken. Damit das „rote Vitamin“, wie es aufgrund seiner tiefroten Färbung auch genannt wird, seiner Funktion als Produzent roter Blutkörperchen und Unterstützer des Entgiftungsprozesses Deines Körpers gerecht werden kann, sollte es so wenig wie möglich erwärmt werden. Vitamin B12 ist sehr hitzeempfindlich und wird schnell zerstört, wenn das Fleisch zu lange auf dem Grill oder in der Pfanne gegart wird. Auch der Vitamin B12-Anteil der Milch nimmt ab, je länger sie hohen Temperaturen ausgesetzt ist, sodass der Milchverzehr direkt nach dem Melken wohl der schonendste und zugleich effektivste ist. Doch gerade wegen seiner hitzelabilen Eigenschaft und dem eingeschränkten Zugang zu entsprechend unbehandelten Produkten gilt die Aufnahme dieser Substanz als recht problematisch, sodass es unter Umständen zu einem Vitamin B12-Mangel kommen kann.

Vitamin B12-Mangel erkennen

Viele von uns verzehren täglich tierische Produkte, dennoch ist ein Mangel des „roten Vitamins“ nicht ausgeschlossen. Ernährst Du Dich beispielsweise über einen längeren Zeitraum vegan , kann sich Dein Vitamin B12-Speicher leeren. Darüber hinaus können auch Darmerkrankungen wie beispielsweise eine Gastritis dafür verantwortlich sein, dass Du an einem Mangel des wichtigen Kobalt-Lieferanten leidest, da er über die Darmschleimhaut aufgenommen wird. Bis sich die Mangelerscheinung allerdings bemerkbar macht, kann es bis zu drei Jahre dauern – über diesen Zeitraum kann Deine Leber den Komplex speichern.

Fühlst Du Dich häufig schlapp und erschöpft, hast Schwierigkeiten beim Einschlafen? Oder leidest Du an Konzentrationsschwäche, Depressionen oder Verdauungsbeschwerden? Dann kann ein Vitamin B12-Magel die Ursache sein. Da das Vitamin einen großen Einfluss auf die Blutbildung hat, sind auch Blässe oder Nervenschäden, wie beispielsweise ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen häufige Symptome, wenn Deinem Körper das wichtige Vitamin fehlt. Auf lange Sicht können sogar Alzheimer und Parkinson daraus resultieren. Allerdings kann nur eine Untersuchung beim Arzt einen eindeutigen Aufschluss darüber gehen, ob ein solcher Mangel vorliegt: Dabei wird die Methyl-Malonsäure-Konzentration in Deinem Blut überprüft und danach beurteilt, ob eine entsprechende Behandlung erforderlich ist. Dein Speicher wird dann mittels einer Injektion wieder aufgefüllt. Sollte der Mangel an Vitamin B12 bereits gravierende Auswirkungen auf Deinen Körper haben, kann es sein, dass Du diese Therapoe ein Leben lang benötigst.

Es lohnt sich also wirklich, die ausreichende Vitamin B12-Zufuhr im Blick zu haben. Es beugt einer Arterienverkalkung vor, hilft Deinem Körper dabei, Giftstoffe zu eliminieren und dient einem gesunden und erholsamen Schlaf. Und dabei ist nicht einmal ein hoher Konsum von tierischen Lebensmitteln nötig, um Deinen Bedarf an dem Vitamin zu decken, denn schon wenige Gramm täglich reichen dafür aus.

Bildquellen: iStock/panya-168, iStock/Shootdiem


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Was denkst du?

  • allyschade3 am 11.12.2015 um 04:26 Uhr

    nein

    Antworten
  • Anne Lüftner am 10.12.2015 um 17:32 Uhr

    Wurde bei Dir schon einmal ein Vitamin B12-Mangel festgestellt?

    Antworten