Saftdiät
Katja Gajekam 14.02.2017

Bereits Naomi Campbell schwor in den 90er Jahren auf die Saftdiät und auch heute noch versuchen viele Frauen, auf diese Weise schnell Gewicht zu verlieren. Wie die Saftdiät funktioniert und ob sie wirklich was bringt, erfährst Du samt Rezepten hier.

Radikale Diäten sind vor allem in der Modelwelt Alltag. Wenn jedoch auch der Otto-Normalverbraucher in kurzer Zeit möglichst schnell abnehmen will, greift auch er zu solch umstrittenen Abnehm-Methoden. Die Saftdiät wird jedoch nicht nur für einen gewünschten Gewichtsverlust genutzt, sondern auch, um zu entgiften. Sie funktioniert wie eine Fasten-Kur, bei welcher der Körper über einen gewissen Zeitraum entschlackt und von Giftstoffen befreit werden soll.

Saftdiät Rezepte

Welche Vorteile und Nachteile bietet die Saftdiät?

Plan: So läuft die Saftdiät ab

Die Saftdiät gehört zu den Monodiäten. Das bedeutet, dass man sich während dieser Zeit auf ein Nahrungsmittel oder eine Nahrungsmittelgruppe, in diesem Fall die Obst- und Gemüsesäfte, beschränkt. So soll eine möglichst geringe Kalorienzufuhr am Tag erreicht werden. Es gibt sie übrigens auch nur mit einer Sorte Obst, wie zum Beispiel die Zitronensaftkur.

Das sind die Regeln der Saftdiät:

  • Die Saftdiät dauert ein paar Tage bis maximal eine Woche. Länger solltest Du sie nur unter ärztlicher Aufsicht durchziehen!
  • Du darfst in dieser Zeit keine feste Nahrung zu Dir nehmen, sondern ersetzt die normalen drei Mahlzeiten am Tag durch 200 bis 250 Milliliter Saft.
  • Die Säfte sollten am besten frisch gepresst sein oder alternativ als Direktsaft aus dem Bioladen oder der Apotheke stammen.
  • Verwende nicht nur Obstsäfte (diese enthalten zu viel Fruchtzucker), sondern auch Gemüsesaft. Du kannst auch zu diesen Obstsorten mit wenig Fruktose greifen.
  • Zusätzlich solltest Du täglich zwei bis drei Liter Wasser trinken.
  • Auch ungesüßte Tees oder Gemüse- und Fleisch-Brühen sind erlaubt, diese sollten jedoch nicht instant sein, sondern möglichst selbst gekocht.

Saftdiät: Vier leckere Rezepte

Wie bereits erwähnt, solltest Du bei Deiner Saftdiät nicht nur süße Säfte zu Dir nehmen. Nutze beispielsweise die Vorteile des Brennesselsafts: Dieser entwässert und entschlackt, während der Artischockensaft die Fettverbrennung unterstützt. Um die Säfte zuzubereiten, benötigst Du einen Entsafter. Alternativ funktioniert auch ein normaler Mixer oder ein Smoothie-Maker. Schneide das Obst beziehungsweise das Gemüse klein und schäle es bei Bedarf vorher. Die Zutaten kannst Du dann alle zusammen im Entsafter oder Mixer zu Saft verarbeiten.

Rezept #1: Herzhaft

  • 200 ml Tomatensaft
  • 2 EL Artischockensaft

    Tomatensaft

    Gemüsesaft eignet sich besonders gut für die Saftdiät.

  • Zitronensaft
  • Pfeffer
  • Selleriesalz

Rezept #2: Beerig

  • 150 ml Buttermilch
  • 75 g Johannisbeeren
  • 1 TL Honig
  • Spritzer Zitronensaft

Rezept #3: Tropisch

  • ¼ geschälte Papaya
  • ¼ geschälte Mango
  • 150 ml Joghurt
  • 1 TL Vanillezucker
  • Spritzer Zitronensaft

Rezept #4: Erfrischend

  • 2 EL Brennesselsaft
  • 50 ml Grapefruitsaft
  • 50 ml Möhrensaft
  • Mineralwasser

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Erfahrungen mit der Saftdiät

Eine Freundin von mir hat erst kürzlich die Saftdiät ausprobiert und war hinterher nicht wirklich von dieser Methode überzeugt. Sie nahm drei Mal am Tag die vorgeschriebenen 250 Milliliter Saft zu sich und trank zwischendurch vor allem Wasser, ab und an auch Tee. Das starke Hungergefühl war kaum zu ignorieren, auch wenn sie sich nach ein paar Tagen mehr oder weniger daran gewöhnt hatte. Der Appetit auf die leckersten Sachen kam jedoch immer wieder durch. Eigentlich hatte sie sich auch vorgenommen, während der sechs Tage des Saft-Fastens Sport zu treiben, konnte dafür jedoch nicht genügend Kraft aufbringen. Zudem fühlte sie sich ständig müde. Nach etwa zwei Tagen hatte sie zwar ganze zwei Kilogramm Gewicht verloren, an den darauffolgenden purzelten jedoch nur noch ein paar Hundert Gramm.

Die Nachteile der Saftdiät

Zwar liefert die Saftdiät viele Vitamine und auch Kohlenhydrate, jedoch kaum gesunde Fette und Eiweiße. Somit ist sie im Prinzip eine Mangelernährung. Dies macht sich dann auch mal schnell durch Schwächegefühle, Schwindel oder Kopfschmerzen bemerkbar. Außerdem ist nach dem Ende der Diät der Jojo-Effekt vorprogrammiert: Denn durch die niedrige Kalorien- und Nährstoffzufuhr denkt der Körper, dass bald wieder eine Hungerperiode drohen könnte. Er speichert also als eine Art Vorrat alles, was Du nun zu Dir nimmst: Du nimmst wieder zu. Ein zusätzlicher Nachteil ist der Abbau von Muskelmasse während der Saftdiät: Da Du Deinem Körper nämlich so wenig Energie lieferst, holt er sich diese aus Deinen Muskeln.

Neben der Saftdiät gibt es noch andere zeitlose und neuere Diäten. Wenn so viel Saft trinken vielleicht doch nicht so Deine Sache ist, wie wäre es dann mit der Buttermilch- oder der Apfel-Diät? Diese und weitere entdeckst Du in unserer Bildergalerie:

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Fazit: Die Saftdiät eignet sich im Prinzip nur dafür, aus welchen Gründen auch immer, möglichst schnell Gewicht zu verlieren. Auch zum Detoxen kann sie ganz nützlich sein, allerdings bringt sie dennoch viele Nachteile mit sich. Ob Du Dir die Strapazen dabei wirklich antun willst, musst Du selbst entscheiden, an sich bringt es jedoch langfristig viel mehr, seine Ernährung dauerhaft umzustellen und sich gesund zu ernähren, statt zu solchen radikalen Maßnahmen zu greifen. Wenn Dein Wille nicht ganz so eisern ist, kannst Du es auch mit speziellen Diäten wie der 5-zu-2-Diät versuchen. Hast Du schon einmal eine Saftdiät ausprobiert? Berichte uns gerne von Deinen Erfahrungen in den Kommentaren!

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