PETA Protest gegen die Ausbeutung von Tieren für die Modeindustrie
V.Richter am 06.07.2018

Das sind doch mal richtig gute Nachrichten für alle Tierfreunde! Immer mehr große Modelabels verzichten bereits auf Pelz in ihren Kollektionen, der Online-Versandhändler Asos geht jetzt noch einen Schritt weiter und kündigte eine neue Richtlinie zum Schutz von Tieren an. Bis Januar 2019 werden Kleidungsstücke, die aus tierischen Materialien wie Mohair, Kaschmir, Seide oder Federn bestehen, aus dem Sortiment genommen.

Lederprodukte bleiben zwar im Sortiment, müssen aber explizit als Abfallprodukt der Fleisch-Industrie ausgewiesen sein. Zudem soll künftig nichts mehr von Tieren verarbeitet werden, die vom Aussterben bedroht sind oder die in freier Wildbahn leben.

Auch bei Gucci tut sich etwas: Seit diesem Jahr wird bei dem Luxuslabel kein Echtpelz mehr verarbeitet!

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Schluss mit Tierquälerei

Während die grausamen Bilder der Pelzgewinnung vielen von uns bereits bekannt sind, denkt bei Daunenjacken und Seidenblusen im ersten Moment wahrscheinlich niemand an Tierquälerei. Doch die Realität ist, dass den Vögeln für die Daunenverarbeitung die Federn vom Leib gerissen werden. Oder, dass für ein Kilogramm Seidenstoff etwa 6.000 Seidenraupen sterben müssen – sie werden lebend gekocht. Auch die grausamen Vorgehensweisen zur Gewinnung von Mohair sind meist weniger bekannt. Bei Mohair handelt es sich um eine Tierfaser, die häufig in Pullovern, Hüten und anderen weichen Accessoires verarbeitet wird. Die feinen Haare stammen von Angoraziegen, die bei der Schur Höllenqualen erleben. Auch Angorakaninchen müssen leiden: Aus ihrem Unterfell wird die feine Angorawolle ebenfalls rausgerupft.

Versandhaus mit Vorbildfunktion

Der Verzicht auf Materialien tierischen Ursprungs ist der nächste gute Schritt, nachdem Asos mit einigen Kampagnen und Aktionen auf sich aufmerksam machte. So wird die Kleidung im Onlineshop an verschiedenen Figurtypen gezeigt und unretuschierte, kurvige Frauen ersetzten die Size-Zero-Models in einer Body-Positivity-Werbekampagne. Die neuen Auflagen zum Schutz von Tieren sollen sowohl für die hauseigenen Labels als auch für die Produkte anderer Marken, die über Asos verkauft werden, gelten. Zuvor hatten bereits andere große Ketten wie Zara, H&M oder Topshop angekündigt, dass sie ab dem Jahr 2020 auf Kleidung, die Mohair enthält, verzichten werden.

Ganz deutlich vertritt Asos mit dieser Aktion die Auffassung, dass kein Tier im Namen der Mode oder der Kosmetik leiden darf:

„Kein Tier sollte einzig und allein aus dem Grund getötet werden, um als Kleidungsstück auf der Website von Asos verkauft zu werden.”

Asos-Statement

Asos hat jetzt einiges an Arbeit vor sich, schließlich müssen über 850 Labels überprüft und aus dem Sortiment genommen werden. Vielleicht eine gute Chance für kleinere grüne Labels, sich auf dem Online-Markt zu etablieren. Ich finde es auf jeden Fall richtig gut, dass ein Unternehmen, das einen so großen Einfluss auf den Konsum seiner Kunden hat, Verantwortung übernimmt!

Bildquelle:

Getty Images/Thomas Lohnes


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