Sarina Nowak
Nina Rölleram 22.05.2018

Durch TV-Formate wie „Curvy Supermodel“ und den Erfolg von Models wie Ashley Graham und Crystal Renn bekommt man den Eindruck, dass Plus-Size-Models es endlich in den Mainstream geschafft haben. In Wahrheit müssen Frauen mit größeren Konfektionsgrößen allerdings großes Durchsetzungsvermögen an den Tag legen, um von dem Job leben zu können. In ihrem neuen Buch „Curvy“ erzählt Sarina Nowak von der ungleichen Behandlung im Modelbusiness.

Curvy Sarina Nowak

In „Curvy“ erzählt Sarina von ihrem Werdegang.

Mit dem erst kürzlich erschienenen Ratgeber „Curvy: Mein Weg zu mehr Glück und Selbstbewusstsein“ möchte die ehemalige GNTM-Kandidatin anderen Frauen vor allem ein positives Körpergefühl vermitteln. Dabei schlägt Sarina Nowak, die sich inzwischen auch in den USA einen Namen als Plus-Size-Model gemacht hat, auch kritische Töne an. Wie Promi Flash berichtet, erzählt sie in ihrem Buch von den Hürden, die sie trotz ihres Erfolgs überwinden muss. So seien laut der 24-Jährigen Curvy Models in Amerika immer gefragter, hierzulande hätten sie es jedoch im Vergleich zu ihren dünneren Kolleginnen sehr viel schwerer.

Sarina zieht sogar den Vergleich mit dem Gender-Pay-Gap: „Hier ist die Bezahlung von High-Fashion- und Curvy-Models so ungleich wie die zwischen Männern und Frauen.“ Das Plus-Size-Model bemüht sich jedoch zusammen mit ihrer Agentur höhere Honorare aushandeln zu lassen, um zu signalisieren, dass sie wie jedes andere Model behandelt werden möchte.

Sind die USA in Sachen Plus Size fortschrittlicher?

Die Body-Positivity-Bewegung kennt man zwar auch hierzulande aufgrund von Filmen wie „Embrace“ und zahlreichen Instagrammerinnen, jedoch scheint die Entwicklung noch langsamer vonstattenzugehen als in den USA. Wie Sarina in einem Interview mit dem Magazin Iconist erklärt, gäbe es dort einfach viel mehr Anbieter für Mode für kurvige Frauen und dementsprechend auch mehr Jobs für Plus-Size Models.

Allerdings ist Sarina mit ihrem Erfolg auch eher die Ausnahme unter den Plus-Size-Models. Andere Kolleginnen aus den USA können auch dort nicht immer von ihrem Job leben. So berichtet etwa das Anfänger-Model Amanda Czerniawski dem Magazin The Cut, dass die Jobangebote im Vergleich begrenzt seien. Vereinzelt sehe man zwar neuerdings Curvy Models auf den Laufstegen namhafter Designer, die Regel seien sie aber noch nicht. Sarina Nowak bleibt allerdings, wie auch im Rest ihres Ratgebers, stets positiv. Im Interview mit Iconist ist sie sich sicher, dass es sich bei Body Positivity nicht nur um einen Trend handelt, der bald wieder verschwindet. Vielmehr würden viele Modelabels aufgrund wachsender Kritik in Zukunft zum Umdenken gezwungen werden.

Ganz so einfach scheint es also leider noch nicht zu sein, als Plus-Size-Model Karriere zu machen. Aber wer weiß, vielleicht hast du ja das Zeug dazu? In diesen Teilen kannst du zumindest schon mal zu Hause vor dem Spiegel üben:

Diese 5 Teile braucht jede Frau ab Größe 42!

Ich war etwas überrascht zu hören, dass Plus-Size-Models weniger als ihre schlankeren Kolleginnen verdienen. Schließlich bekommt man durch die große Medienpräsenz von Sarina Nowak, Ashley Graham und vielen anderen erfolgreichen Curvy Models derzeit den Eindruck, dass kurvige Frauenkörper gefragter denn je sind. Stimmst du Sarina zu, dass es in Deutschland noch zu wenige Labels für Plus-Size-Mode gibt? Sag uns deine Meinung in den Kommentaren!

Bildquellen:

Getty Images/Frazer Harrison, Gräfe und Unzer


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