HomepageForenBeichtstuhlKonnte mich nicht von meiner Oma verabschieden

Konnte mich nicht von meiner Oma verabschieden

Anonym am 19.09.2011 um 16:54 Uhr

Hey, meine Oma war längere Zeit krank und zuhause bettlägerig. Ich hab sie so etwa einmal die Woche besucht, weil ich auch meine Abschlussarbeit geschrieben habe in der Zeit und es leider nicht öfter geschafft habe. Dann war ich am Wochenende auf einem Geburtstag und wollte eigentlich sonntags hingehen. Weil ich aber noch etwas kaputt von dem Abend vorher war, bin ich nicht hingegangen und dachte, ich gehe am Freitag hin. Dazu kam es aber leider nicht mehr, weil sie vorher verstorben ist. Ich mache mir solche Vorwürfe, dass ich sie nicht nochmal gesehen habe und mich von ihr verabschieden konnte! Das belastet mich wirklich sehr und ich bereue es so sehr, dass ich auf dieser blöden Party war!

Nutzer­antworten



  • von sternchen1000 am 12.12.2011 um 22:51 Uhr

    Tut mir sehr leid….

  • von sternchen1000 am 12.12.2011 um 22:51 Uhr

    Tut mir sehr leid….

  • von Vampress am 24.09.2011 um 07:17 Uhr

    das ist echt schade :/
    natürlich vergeben
    mach dir keine vorwürfe, du hättest es nicht mehr ändern können. außerdem hatte sie sicher verständnis dafür, dass du nicht kommen konntest. sie hätte sicher gewollt, dass du dein leben lebst und es genießt, dazu gehören auch partys. sie hätte es dir nicht krumm genommen, versprochen

  • von Minichini am 23.09.2011 um 19:16 Uhr

    Das tut mir sehr leid 🙁 Ich kann dich da total verstehen…

    Ich konnte bzw. habe mich auch nicht von meinem Opa verabschiedet :`( – habe da auch einen Beitrag geschrieben 🙁

  • von Beleza am 22.09.2011 um 18:09 Uhr

    Versteh ich… Mir ist ebenfalls so was ähnliches passiert, mein Opa kam ins Krankenhaus, wir besuchten ihn samstags, ich kann einfach nicht mit alten, kranken Menschen umgehen, konnte ihn nicht umarmen, ihm die Hand geben oder so… Am nächsten Tag starb er. Was meinst du, was ich mir für Vorwürfe gemacht habe. Ich glaube jedoch nicht, dass mein Opa mir das übel nimmt, er weiß doch, dass ich ihn lieb gehabt habe.
    Und deine Oma weiß auch, wie sehr du sie geliebt hast 🙂

  • von Hellstaaar am 20.09.2011 um 22:14 Uhr

    Du arme 🙁 ich kann dich gut verstehen! Hab auch schon viele verloren und konnte ich niicht verabschieden, mach dir keine kopf du konntest es nicht wissen! Niemand weiß wann jemanden gehen muss! <3.

  • von onickl am 20.09.2011 um 12:31 Uhr

    Deine Oma hätte bestimmt nicht gewollte, dass du dich schlecht fühlst!
    Vielleicht kannst ja Ihr besuchen und deinen Frieden mit Ihr machen!
    Alles Gute!

  • von Rollergirl am 20.09.2011 um 11:22 Uhr

    @Patrici…. dein Vorwurf finde ich jetzt – sorry – unter aller Kanone. Welchen Fehler soll die TS denn nicht mehr machen? Sie hat doch gar keinen gemacht, sie konnte doch beim besten Willen nicht wissendas ihre Omi genau an dem Abend stirbt, das kann man ihr nun wirklich nicht vorwerfen, schon schlimm genug das sie jetzt ein unnötig schlechtes Gewissen hat und sich selbt Vorwürfe macht, da ist es jetzt echt unnötig das du sagst sie soll diesen Fehler nicht mehr machen, sie soll jetzt also immer daheim sitzen damit sie nicht mehr verpasst wenn jemand um sie rum stirbt?? Also bitte, das geht mal gar nicht, sie darf doch wohl feiern gehen..auch find ichs total scheiße das ihr einn paar auf Büßen klicken, völlig unnötig und unsensibel ganz ehrlich das macht mich grad mächtig sauer!!!!

  • von aimissju am 20.09.2011 um 10:32 Uhr

    Boa Tinks, bei deinem text musst ich ja gleich weinen, wirklich schön geschrieben..
    Ich vergebe dir!

  • von Tinks am 19.09.2011 um 23:45 Uhr

    Vor 10 Jahren hab ich etwas ähnliches erlebt!
    Ich kann nachvollziehen, welche Gedanken und Gefühle dich quälen und verletzen!

    Ich habe sehr an meiner Uroma gehangen … sie war ein herzensguter Mensch!
    Vor etwa 11-12 Jahren ist meine Uroma in ein Altersheim gekommen! Sie war damit nicht glücklich, aber es war nicht anders machbar, da sie nicht mehr alleine leben konnte und keiner die Kapazitäten hatte sie aufzunehmen!

    Es war Sonntags … eigentlich wollte ich mit meiner Mama zu ihr fahren um sie zu besuchen!
    Allerdings war ich am Abend vorher auch feiern gewesen und so müde und meinte noch zu meiner Mama “Ich komme das nächste Mal mit!” … das nächste Mal gab es leider nicht mehr!
    Sie ist verstorben … allerdings wollte sie es auch so (das hat ein wenig Trost gespendet) … sie hat immer gesagt “Ich mag nicht mehr leben! Ich habe lange genug gelebt, habe ein tolles Kind, tolle Enkel und Urenkel, habe geliebt und mein Leben gelebt … der liebe Gott soll mich zu sich holen und mich zu meinen Liebsten, die mir schon genommen wurden bringen!”!

    Es hat mir das Herz gebrochen, dass ich sie nicht nochmal umarmen konnte oder ihr sagen konnte, was ich ihr sagen wollte!:-( Das macht mich heute noch traurig! Aber ich weiß, dass sie weiß, dass ich sie bedingungslos geliebt habe und ihre Liebe mir viel wert war!

    Und ich weiß auch, dass deine Omi weiß, wie sehr du sie geliebt hast und dass sie immer einen Platz in deinem Herzen haben wirst! Deine Oma will bestimmt nicht, dass du dir Vorwürfe machst und unglücklich bist!

    Weißt du, was mein Bruder zu mir gesagt hat, nachdem unser Opa gestorben ist (ich konnte mich morgens noch verabschieden, er hatte leider nicht mehr die Gelegenheit dazu): “Weißt du was ich mal gehört habe … dass die Verstorbenen merken, wenn man ihnen noch was sagen muss! Meinst du das stimmt?! Meinst du seine Seele bleibt hier, bis ich mich verabschieden konnte!?” … und ich finde diesen Gedanken sehr tröstlich!
    Deine Oma wird hören, was du ihr zu sagen hast!

    Ich wünsche dir viel Kraft und hoffe, dass du Rückhalt hast, der dich auffängt!

    Liebe Grüße

  • von hysterogen am 19.09.2011 um 20:10 Uhr

    Sie hätte dir das sicher nicht übel genommen. Mach dir keine Vorwürfe.

  • von Rollergirl am 19.09.2011 um 19:50 Uhr

    Hallo liebe TS. Ich habe nahezu das gleiche Schicksal erlitten wie du. Mein herzliches Beileid und viel Kraft für die nun anstehende Trauerbewältigung. Bei mir war das so: Meine Oma hatte fünf Jahre vor ihrem Tod einen schweren Schlaganfall und war dadurch körperlich sehr schwach und musste zu hause gepflegt und betreut werden. Ich war in diesen fünf Jahren jeden Tag bei ihr und hab sie betreut, versorgt und umsorgt. An einem Tag, es war 2008 war ich bei ihr zu Hause, alleine. Meine Familie war arbeiten und musste der Landwirtschaft wegen auf den Acker und deshalb hab ich wie so oft meine Oma betreut. An diesem Tag hab ich bemerkt das es meiner Oma sehr schlecht geht, sie hatte starke Schmerzen im Bein und ihr Gesichtsausdruck werde ich auch niemals vergessen, ich hab noch nie in meinem Leben in ein so schmerzverzerrtes Gesicht gesehen. Nun ich bekam die Anweisung keinen Arzt zu holen sondern noch einen Tag abzuwarten, sollten die Schmerzen nicht abklingen. In meiner Not habe ich meine Cousine angerufen und diese ist dann noch vorbeigekommen und meinte die Oma hätte evtl. eine Thrombose (sie ist arzthelferin). Auch meine Cousine meinte das wir noch nen Tag warten sollen. Die Sache war die, ich saß alleine bei meiner Oma, hatte die alleinige Verantwortung und musste entscheiden hol ich nen Arzt oder halte ich mich an die Anweisung. Ich hab mich an die Anweisung gehalten. Am nächsten Tag kam sie doch ins Krankenhaus und wieder einen Tag später wurde sie operiert, tatsächlich Thrombose. Nun sie hat sich nicht mehr von der OP erholt, meine Mum hat angerufen und gesagt ich soll allen bescheid geben wir sollen ins KH kommen, der Oma gehts schlechter. So meine Oma ist letzendlich einen Tag nach der Thrombose gestorben, für mich ist eine Welt zusammengebrochen, auch ich hab mir die größten Vorwürfe gemacht. Nun liebe TS, mach dir keine Vorwürfe, das sagt sich leicht ich weiß, aber wann deine Oma verstirbt konnte nun wirklich keiner ahnen. Ich versteh das du es bereust auf der Party gewesen zu sein und das du dich dadurch nicht richtig verabschieden hast können, ich habe bereut das ich den Arzt damals nicht geholt habe und hab mich mitschuld an dem tod meiner Oma gefühlt. Es hätte nichts geändert, die Thrombose hätte sie so oder so nicht überlebt..bei dir ist es ähnlich, aber deine Schuldgefühle sind wirklich nicht nötig. Also so etwas kann einen extrem Belasten, vielleicht wäre es für dich hilfreich einen Psychologen aufzusuchen um damit umgehen zu können, ich habs auch ge macht und mir hat es geholfen. Ich wünsch dir viel Glück und ganz viel Kraft. Alles Liebe