Jemand Erfahrungen mit Fructosemalabsorbtion?

Liebe Community, meine beste Freundin hat immer wieder schlimme Bauchschmerzen und Krämpfe mit Verdauungsproblemen. Sie schleppt das schon länger mit sich herum und weiß nicht so recht, worum es sich bei ihren Beschwerden handeln könnte. Mir ist jetzt mal der Gedanke gekommen, dass sie eventuell Probleme hat, Fruktose zu verdauen. Könnte ich mit meiner Vermutung richtig liegen? Habe ihr Nahe gelegt, das demnächst mal bei ihrem Hausarzt anklingen zu lassen, der wird ihr ja dann weiterhelfen können. Nun wäre es auch interessant zu wissen, mit welchen Folgen man bei einer solchen Unverträglichkeit zu rechnen hat. Kennt sich damit jemand aus und möchte mir etwas darüber erzählen? Wäre über Tipps dankbar! :)
von ophelia87 am 14.02.2019 um 21:02 Uhr
Das mit den unklaren Bauchschmerzen ist wirklich richtig fies. Vor allem wenn es nicht immer nach dem essen auftritt, sondern nur manchmal oder oft. Als ich noch in einer WG gewohnt habe, hatte ich eine Mitbewohnerin, die fructoseintolerant war. Bei ihr hat es aber auch richtig lange gedauert, bis herausgefunden werden konnte, was das Problem ist. Weil manchmal geht ja ein kleines Stück Apfel doch und erst ein großes Stück Apfelkuchen macht Probleme. Das Gemeine an der Fructosemalabsorption ist ja, dass man erst bei dem Überschreiten einer bestimmten Menge Beschwerden bekommt. Das Ganze mal beim Arzt austesten zu lassen, ist aber eine gute Idee! Wenn man weiß, was das Problem ist, kann man auch ganz gut damit leben.
von hollersaft am 15.02.2019 um 11:43 Uhr
huhu :) und danke für deine antwort! :) Darf ich fragen, wie deine ehemalige mitbewohnerin vorgegangen ist? hat sie ihre Intoleranz erst austesten lassen, oder war ihr das schon klar, als ihr euch kennengelernt habt? musste sie sehr aufpassen, was sie isst? ich denke, man ist mit so einer unverträglichkeit sehr eingeschränkt, das kann ganz schön mühsam sein... immer muss man aufpassen oder auf etwas verzichten... ich bin froh, dass es ich selbst alles vertrage.... und gerade fruchtzucker ist ja in sooo vielen lebensmitteln enthalten...
von ophelia87 am 16.02.2019 um 20:21 Uhr
Als ich in die WG gezogen bin, wusste sie noch nicht, dass sie eine Fructoseintoleranz hat. Das hat sich dann erst im Laufe der Zeit bestätigt und ja, sie hat sich beim Arzt austesten lassen!

Sie war richtig erleichtert, dass sie wusste, was ihr Beschwerden bereitet, weil sie dann besser damit umgehen konnte. Ich weiß nicht, ob ich mich im Detail richtig erinnere, aber ich glaube, dass sie einige Zeit ganz auf Fruchtzucker verzichtet hat und sich dann langsam an die für sie verträgliche Menge herantasten konnte. Und wenn sie doch mal auf Feiern oder in Restaurants mehr Fruchtzucker isst, hat ihr ihr Arzt geraten Fructosin einzunehmen. Hat sie bei Kochabenden öfter genommen, damit sie auch ohne Einschränkungen genießen konnte. Es gibt also schon Wege, um auch mit einer Fructosemalabsorption gut leben zu können!

von hollersaft am 17.02.2019 um 11:21 Uhr
okay, also hat sich das bei ihr erst heraus kristalisiert, dass sie an einer Fructoseunverträglichkeit leidet. Wenn man so viele Beschwerden hat und dann endlich weiß, warum das so ist, kann man endlich etwas dagegen unternehmen. Auf Dauer gesehen, ist das sicherlich gut für sie. Also nach dem Verzicht, kann man Fructose wieder in bestimmten Mengen vertragen? Das ist ja mal gut zu hören, dann muss man nicht komplett verzichten. Es kann ja auf Dauer auch nicht so gut sein, Obst aus dem Ernährungsplan zu streichen. Okay und es gibt also auch Präparate, mit denen sie Fructose besser vertragen kann? Wie funktionieren die denn ca und wie oft kann man die einnehmen? Sind die dann quasi für die Ausnahmen gedacht?
von ophelia87 am 23.02.2019 um 20:17 Uhr
Ja, normalerweise wird mit der Zeit wieder eine geringe, individuell unterschiedliche Menge Fructose vertragen. Ob und wieviel das sein könnte, sollte mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Aber alle Leute, die in meinem Umfeld von Unverträglichkeiten betroffen sind, leben ganz gut damit, auch wenn sie natürlich auf manches aufpassen können. Das Fructosin zum Beispiel wandelt, soweit ich weiß, im Bauch den Fruchtzucker in Glucose um, die dann ohne Beschwerden zu verursachen vertragen wird. Wie oft das Mittel eingenommen werden kann, habe ich gerade nachgeschaut, grundsätzlich kann man wohl bis zu dreimal täglich Kapseln einnehmen, wenn man das möchte. In meinem Umfeld wechseln diejenigen mit Unverträglichkeiten. Bei Lactoseunverträglichkeit kann man zB zuhause mal Sojamilch nehmen und wenn man auswärts einen Milchkaffee trinkt ein Mittel einnehmen. Und bei Fructosemalabsorption kann man zB auch hin und wieder auf fructosearmes Obst und so weiter zurückgreifen. Es gibt also viele Möglichkeiten, so dass jeder Betroffene da einen für sich passenden Umgang finden kann.
von hollersaft am 04.03.2019 um 12:35 Uhr
Danke für deine ausführliche Antwort! Ich werde deine Informationen auf jeden Fall weitertragen. Es ist klar, dass jeder Mensch unterschiedlich ist und jeder seinen eigenen Umgang mit dieser „Krankheit“ finden muss. Aber Gott sei Dank gibt es solche Medikamente, mit denen der Umgang erleichtert wird. Es ist schön zu hören, dass sie sich nicht zu sehr einschränken muss. Wenn man auf bestimmte Lebensmittel verzichten muss, dann schränkt das ja auch das soziale Leben ein. Wie du gesagt hast bei Kochabenden oder Partys.

Ich werde meiner Freundin empfehlen sich das Produkt Fructosin näher anzusehen. Hoffentlich wird sie genauso gute Erfahrungen damit machen wie deine ehemalige Mitbewohnerin.

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