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Depression – Nervenzusammenbruch – Arbeit – planlos

Anonym am 27.12.2010 um 16:34 Uhr

Mädels,

vielleicht hat eine von euch nen hilfreichen Tipp oder bestenfalls sogar Erfahrung und/oder Ahnung.

ich habe schon länger mit Depression zu tun, bemühe mich auch seit geraumer Zeit um einen Therapieplatz, aber ich hab grad so ne Art Notfall und weiß absolut nicht was ich machen kann/soll/darf.

Seit ca 2 Wochen wächst mir alles über den Kopf, mehrere kleine stressige Missgeschicke, fordernder Job, selbstständig begonnene Aufarbeitung der Kindheit die einen heroinabhängigen Vater involviert. Ich habe wie gesagt noch keinen Psychologen gefunden und fühle mich von all den Dingen, die da momentan hochkommen total überfordert.

Ich kann nicht mehr. Mir ist alles zuviel. Ich fühle mich überfordert wenn ich nur mit jemandem reden muss. Habe mich bei meiner Mutter einquartiert weil ich mich im Moment nur bei ihr Wohlfühle und auch nicht alleine sein kann. Meine Hände zittern, ich habe Albträume die mich sehr belasten und und und. Ich bin am Ende.

Trotzdem sitze ich heute auf der Arbeit, weil ich mich nicht getraut habe, mich krank schreiben zu lassen, was aber wohl unumgänglich sein wird, denn ich komme einfach nicht mehr klar. Ich habe so gut wie nichts zu tun, fühle mich aber paradoxer Weise trotzdem total hilflos und überfordert. Ein anderes psychisches Problem von mir ist, dass Leute mir nicht glauben und – vor allem wenn es um Krankheiten geht, denken, ich simuliere oder – wie grade bei dieser aktuellen Situation – ich wäre ein Schwächling und würde mich nur drücken wollen oder ähnliches. Deswegen traue ich mich auch nicht zum Arzt oder direkt in eine Klinik (meine Vertrauensärztin ist bis nächstes Jahr nicht da), ich habe Angst, dass mir die Leute mich wegschicken weil es mir nicht schlecht genug geht oder sie mir schlichtweg nicht glauben.

Habe vor kurzem Antidepressiva (Citalopram) verschrieben bekommen, die ich aber nicht nehmen möchte, weil sie zu krasse Nebenwirkungen haben, vor denen ich mich fürchte. Was ich brauche – meiner Laien-Meinung nach – ist eine Zeit Ruhe vor allem. Klinikaufenthalt, Kur, oder einfach ne Zeit lang krank geschrieben werden. Ich bezweifle, dass ich in 1-2 Wochen wieder arbeitsfähig bin, dazu bin ich zu tief unten grade.

Was soll ich am besten machen ? War eine von euch schonmal in einer solchen Lage ? Was habt ihr getan ? Reichen meine Symptome – die halt größtenteils aus Heulen und fehlender Belastbarkeit bestehen um sich irgendwo einweisen zu lassen ? Und ihr dürft mir glauben, ich stelle mich wirklich nicht an, ich bin wirklich mit meinen Nerven und Kräften am Ende….

Nutzer­antworten



  • von wolkenkatze am 28.12.2010 um 04:38 Uhr

    als erstes möchte ich dir sagen, dass ich es sehr gut finde, dass du dir selbst eingestehst, dass es dir nicht gut bzw. sehr schlecht geht. der nächste schritt meiner meinung nach wäre, es den anderen zu erzählen. kurze frage, wer hat dir die antidepressiva verschrieben? derjenige muss ja ahnung haben und da darf dir niemand erzählen dass du dich nur anstellst, simulierst und so weiter.
    ich denke, es ist sehr wichtig, dass du mit anderen über deine probleme redest. mir ging es eine zeit lang sehr schlecht und ich konnte mit menschen die mich gar nicht kannten besser bzw. überhaupt reden als mit meinen freunden, meiner familie. die seite: http://www.psychic.de/ hat mir dabei sehr geholfen. außerdem finde ich es gut dass du über einen klinikaufenthalt, eine kur oder eine zeit des krankgeschriebensseins nachdenkst. diese möglichkeiten solltest du sehr bald in betracht ziehen und nicht denken dass du immer weiter machen musst. meiner mutter ging bzw. geht es ähnlich wie dir und sie kann seit über einem jahr nicht mehr arbeiten und wird es die nächsten jahre auch nicht können weil sie jahre lang immer versucht hat weiter zu machen und nicht aufzugeben.
    wenn du dich nocht traust mit deinem arbeitgeber persönlich zu reden dann schick ihm einen brief und erklähr alles. auch an kollegen, freunde und familie könntest du briefe schreiben wenn dir ein gespräch mit ihnen schwehr fällt. als ganz persönlichen tipp würde ich dir davon abraten traurige musik zu hören oder traurige filme zu gucken. was mir noch geholfen hat ist eine liste die ich erstellt habe mit all den sachen die mir gut tun (bei mir waren das zum teil so banale sachen wie steine sammeln, am meer spazieren gehen, alte fotos angucken oder eine heiße schokolade mit ganz viel milchschaum zu trinken).
    zum schluss möchte ich dir ganz viel glück wünschen
    und dir hoffnung geben!
    ich bin aus dem schwarzen loch wieder heraus gekommen und ich bin mir sicher, dass du das auch schaffst!

  • von Pixietail am 27.12.2010 um 19:35 Uhr

    rede mit einem neurologen und bitte ihm dir eine überweisung in eine fachklinik zu geben. dort wird man dir helfen können.

    die nebenwirkungen von psychopharmaka sind kein spaß ich kann ein lied davon singen… meine verringern die libido… kein spaß, aber es geht mir besser… nimm sie oder rede auch noch mal mit dem arzt der sie dir verschrieben hat. ich hatte anfangs auch bedenken aber ein nochmaliges gespräch hat mir geholfen. alles gute!

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