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ich bin ein suchtmensch!

Anonym am 10.01.2011 um 17:29 Uhr

gibt es das überhaupt? suchtmenschen? ich halte mich für einen solchen. ich hab mir mal gedanken um mich selbst gemacht. ich rauche, schon sehr lange und ziemlich viel. ich kaue meine fingernägel, schon seit meiner kindheit. und das manchmal richtig tief runter! ich hab nägel, die sind noch knapp 1/2cm lang! jemand schon mal was von trichotillomanie gehört? auch seit meiner kindheit. das hatte ich zeitweise mal ganz gut im griff, aber seit 10 jahren leider wieder nicht mehr. ich lauf seit jahren nur noch mit pferdeschwanz rum. und auch mein kaffeekonsum liegt jenseits des gesunden menschenverstandes. mehr als 10 tassen an einem tag sind keine seltenheit… viele alltägliche dinge, so hab ich das gefühl, liegen bei mir ganz knapp an der grenze zwischen normal und manisch!
was ist bei mir bloss schief gelaufen? wie komm ich von all dem weg?
ich geh jetzt bald auf die 30 zu und find irgendwie, dass man in dem alter von seinen kindermacken weg sein sollte!

Nutzer­antworten



  • von Tennessee90 am 18.08.2011 um 19:05 Uhr

    Hallo!

    Ich habe auch bereits seit 10 Jahren Trichotillomanie und bin deswegen (und auch wegen Depressionen) in die Psychotherapie gegangen! Ich hab es immernoch nicht im Griff, es ist auch sehr schwer davon wegzukommen. Aber seit einiger Zeit versuche ich wieder, weniger zu zupfen. Ich gehe nach dem Belohnungssystem. An jedem reißfreien Tag klebe ich mir diese kleinen Haftnotizzettel (mit denen man Seiten in Büchern markiert) an den Rand meines Spiegels (also da, wo ich es gut sehen kann). Habe ich eine bestimmte Menge an Zetteln geschafft, belohne ich mich mit etwas (z.B Kino, Eis essen gehen etc.). Ich weiß momentan noch nicht, ob das weitsichtig was bringt, aber ich fand es für mich die beste Methode. Zudem klebe ich mir in Stresssituationen, wo ich viel reiße, meine Daumkuppen mit Pflaster zu – das hemmt mein Feingefühl und das Reißen macht gar keinen Spaß mehr bzw. wird es erschwert. Ich habe außerdem Knetbälle die ich als Ersatz nehme oder kleine Katzenbälle mit Noppen.
    Trotzdem würde ich dir aufgrund der anderen Suchtsachen auch empfehlen zunächst zu deinem Hausarzt zu gehen. Der wird dich beraten und dich ggf. überweisen. Welchen Therapeuten du aufsuchst, ist dir überlassen, aber jeder Therapeut ist auf eine andere Hauptströmung der Psychologie spezialisiert. Vielleicht ist ein Therapeut, der sich mit Sucht auskennt, erstmal ein guter Start. Bei Trichotillomanie würde ich aber auf einen Verhaltenstherapeuten setzen. Der kümmert sich aber auch um deine Ängste bzw. schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit.

    Viel Erfolg und liebe Grüße! <3

  • von Cherrylin1986 am 11.01.2011 um 08:06 Uhr

    Ih denke nicht, dass das “Kindermacken” sind, sondern ernsthafte psychische Probleme, ohne dir zu nah treten zu wollen. Ist heutzutage auch keine Schande mehr. Ich würde sagen, sprich mit deinem Hausarzt darüber. Ich denke Hilfe von Profis kann dir sehr weiter helfen. Ich drücke dir die Daumen!!!

  • von keks3891 am 11.01.2011 um 00:56 Uhr

    Naja, jeder von uns hat seine Süchte, aber was ich so für mich gelernt habe, ist, dass Suchtverhalten oft eine Betäubung bzw. Ersatzhandlung des “inneren Kindes” ist. Vielleicht solltest du ernsthaft eine Verhaltenstherapie in Erwägung ziehen, vor allem, wenn du dich selbst nicht damit wohl fühlst.
    Ich wünsch dir alles Gute und viel Kraft!

  • von OnkelTomsHuette am 10.01.2011 um 23:32 Uhr

    also wie du davon wegkommst… keine ahnung… bei mir reicht mein “starker wille” um mich von dingen abzubringen, die ich sonst tue, auch gerne tue, und nicht mehr tun will… egal was das ist!
    Wenn du das nicht kannst, und es so schlimm ist, dass du dich verletzt (Nägel und Haare), würde ich definitiv zum Arzt/Therapeuten gehen! Da es dich stört, ist es sicher schonmal ein Anfang, dass du überhaupt weißt, was du da tust!
    Ich denke aber, das vieles nicht wirklich “süchte” sind, sondern einfach gewohnheiten, von denen du nicht einfach so los kommst! Denn gewohnheiten abzulegen bedeutet ja auch oft, sein Leben zu ändern! Und das kann eben nicht jeder mal eben so!
    Ich denke, dass es hilft, sich professionelle Hilfe zu holen! Sei es jetzt wirklich ne Therapie, oder auch einfach nur jemand, der spezialisiert ist und dir mit nem Gespräch Anregungen und Tipps geben kann… ich weiß nicht, was es da für Möglichkeiten gibt!

    Viel Erfolg!

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