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Ist es normal, das Leben anstrengend zu finden?

Anonym am 24.07.2011 um 20:38 Uhr

Hi, Frage steht oben. Ich versuche mal kurz und knapp mein Inneres zu beschreiben. Die Meiste Zeit verbringe ich damit, zuhause zu sein und nachzudenken, ich grüble ziemlich viel und kann deshalb auch oft nicht einschlafen. Meistens bekomme ich dann “Depressionen”, also fühle mich plötzlich extrem minderwertig und fange an zu weinen. Später werde ich optimistischer und mache ich mir dann Pläne, was ich alles ändern könnte, was ich dann meist doch nicht durchziehe. Heute zum Beispiel habe ich mir vorgenommen mehr für meinen Körper zu tun, habe Übungen gemacht und dann überlegt, ob ich mal Inlineskaten sollte. Aber dann beschloss ich, dass ich alleine nicht Inlineskaten will, dass ich alleine so etwas wie Angst davor habe. Oder ich habe mir überlegt, dass ich mehr für meine Ernährung tun will und überlegt, ob ich morgen mal einkaufen sollte, wieder das gleiche. Alleine ist mir das zu anstrengend. Heute Morgen dasselbe, ich hätte Lust gehabt, spazieren zu gehen. Aber das ist mir auch alleine zu “anstrengend”. Sobald ich nicht alleine bin, bin ich viel stärker und unternehme viel mehr, aber alleine ist mir wiegesagt alles zu anstrengend, bzw. ich habe eher Angst, dass ich in eine Situation komme, in der ich mich alleine behaupten muss und es nicht kann. Bin übrigens 19 Jahre alt und in einer glücklichen Beziehung, falls das von Interesse sein sollte. Wenn ich mit meinem Freund zusammen bin unternehmen wir viel und ich habe Spaß. Allerdings frage ich mich, wenn ich alleine bin dann jedes Mal, ob die Zeit mit meinem Freund nur eine Ablenkung ist und ich in Wirklichkeit eher die “depressive Person! bin, oder umgekehrt? Ach, ich habe keine Ahnung.

Nutzer­antworten



  • von Alisalein am 26.07.2011 um 00:22 Uhr

    ich denke es geht einigen so,bei mir ist es jedoch genau anders herum. ich finde es furchtbar anstrengend, etwas mit anderen zu unternehmen und brauche dann erstmal meine ruhe.

  • von Ninchen9 am 25.07.2011 um 14:16 Uhr

    also irgendwo hat das sicherlich mit psychischen problemen zu tun, aber auch mit motivation und selbstbewusstsein. setz dir konkrete ziele und zieh sie durch! wenn du dich zu einer therapie entschließt, dann gibts auch mehr kraft. allerdings musst du drauf achten, dass du keine ausreden suchst, d.h. nicht alles auf ängste oder so schieben. versuch es selbst in die hand zu nehmen. wenn dich deine “ängste” übermannen, sei stark, hau auf den tisch und sag “ich geh jetzt ne runde raus!” das ist der innere schweinehund.

  • von EditEliska am 24.07.2011 um 22:33 Uhr

    Das klingt für mich wie die typische Abwärtsspirale: Du hast erfolgreich gelernt, dass Aufgeben einfacher ist, als sich Herausforderungen zu stellen – darum lässt du jetzt einfach viele Sachen sein, weil sie dir zu anstrengend sind.

    Wenn du da raus willst musst du dich überwinden! Natürlich ist das Leben anstrengend, aber wenn du dich deinen Herausforderungen stellst, dann wirst du schnell feststellen, dass du damit viel positivere Ergebnisse erzielst, als wenn du aufgibst. Und das wird dich motivieren es weiterhin so zu machen. Mach einfach mal! Geh einkaufen oder schwing dich raus an die frische Luft! Stell dir mal vor wie toll sich das allein schon anfühlt, wenn du dich bloß schon mal zu einem ersten Schritt überwunden hast. 🙂

    Viel Erfolg!

  • von schokocarry am 24.07.2011 um 22:17 Uhr

    gut es kann wirklich sein dass du hilfe von außen brauchst, aber manchmal ist es auch so bei mir, dass ich den inneren schweinehund einfach bekämpfen muss.
    mein körper gab mir einfach mal den warnschuss weil ich es echt nicht schaffte sport zu machen aber ich musste es einfach als ausgleich! und diese zeit nehm ich mir jetzt einfach und gib mir nen ruck wenns schwer fällt. also quäl dich am anfang mal ein wenig, ich hoffe es hilft 😉

  • von schatzlein am 24.07.2011 um 22:13 Uhr

    was machst du? ausbilung?arbeiten?

    also, ich finds manchmal auch ziemlich anstrengend, aber nicht so wie dus beschreibst, sondern eher weil ich soviel zutun hab. ich hab gar keine zeit mir groß gedanken zu machen.
    vielleicht suchst du dir ne beschäftigung, die dich ausfüllt und spaß macht. vielleicht wirds dann besser.

  • von TooCute am 24.07.2011 um 22:03 Uhr

    hört sich irgendwie nach burn out oder eben wie du schon ahnst depressionen an. also der text könnte auch von mir sein und ich fang mit ner behandlung an (therapie). aber ich bin natürlich nicht vom fach und mein eindruck muss ja auch nicht stimmen… ich mein nur, dass es eben so klingt.
    wenn das schon länger so ist und auch noch anhält würd ich mal mit nem arzt (kann auch erst der hausarzt sein) drüber sprechen glaub ich. aber ist schon mal gut, dass du in ner glücklichen beziehung bist. das ist sicher hilfreich u gibt ja auch kraft und ein gutes gefühl

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