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Tägliches Gefühl keine Beachtung zu bekommen?

Anonym am 09.05.2012 um 19:16 Uhr

Manchmal fange ich irgendwie an, an mir selbst zu zweifeln. Ich (15) weiß nicht, ob meine Gedanken jetzt nur wegen der Pubertät vorhanden sind oder ob das einen anderen Grund hätte.

Es ist so, dass ich täglich das Gefühl bekomme, dass mich keiner leiden könnte, dass sich niemand für mich interessiert. Ich habe eigentlich nur wenig Freunde (um die 10 vielleicht weniger) und bin eher jedermanns “Kummerkasten”, d.h. jeder kommt mit seinen Problemen und Unsicherheiten zu mir um aufgebaut zu werden, aber wenn ich gerne etwas los werden will, kommt es mir so vor, als hätten sich plötzlich alle Menschen auf der Welt aufgelöst und ich bliebe alleine zurück (ist wohl ein Grund warum ich immer meine Probleme im Internet auslasse)

In meinem engeren Freundeskreis sind wir zu fünft. Also komme ich mir hier auch noch vor wie das fünfte Rad am Wagen. Die anderen vier haben jeweils jemanden mit dem sie immer Spaß haben können und lachen wobei ich dann nur am Rand stehe oder irgendwo alleine durch die Gegend laufe, ohne das es jemanden interessiert. Ich bin vom Charakter nicht wie meine Freundinnen. Laut, frech, aufgedreht sondern eher ruhig, zurückhaltend aber auch spaßig wenn ich locker drauf bin. Trotzdem kann sich keiner mit mir zusammen tun ohne das peinliches Schweigen aufkommt. Mich stört die Stille nicht, da ich ohnehin den ganzen Tag alleine bin, aber meinen Gesprächspartner und daher wendet er sich meist schnell zu meinen Freundinnen. Es ist nicht so, als hätte ich das nicht vorher gewusst, aber mir wird immer mehr bewusst, dass ich einfach zu langweilig bin. Ich habe mit meiner “Ex-besten” Freundin A. schon darüber geredet, aber sie meinte, dass ich mir das nur einbilde. Aber ich habe selbst bemerkt, dass sie sich schon vor langer Zeit zu einem anderen Mädchen S. in unserer Clique gewendet hat. Die beiden hatten mich dann für einen Tag der Woche eingespannt aber als ich dann ein paar Tage zuvor gemerkt habe, dass es keinen Sinn haben wird, habe ich abgesagt. Da ich mit A. im Training zusammen gearbeitet hatte, ohne dass S. dabei war, war es wie immer zwischen uns. Wir haben gelacht und Spaß gehabt, aber als S. dazu kam, war ich plötzlich unsichtbar. Für beide. Die zwei kleben ohnehin schon jede Sekunde zusammen. Ich weiß nicht ob ich Eifersüchtig bin, weil die zwei sich so gut verstehen und ich niemanden habe, aber es verletzt mich einfach immer nur der Schatten zu sein. Das ich mich dann die letzten Tage von den beiden, nach dem Vorfall, distanziert habe, schienen sie nicht einmal gemerkt zu haben.

Zuhause ist es dann genauso wie in meiner Clique. Meine Mutter schenkt ihre vollste Aufmerksamkeit meinem Vater oder meiner älteren Schwester, auch wenn ich gerade mit ihr geredet habe. Sie bricht dann mitten drin, während ich was erzähle ab und fängt dann an mit meinem Vater zu reden. Sie meinte, dass sei überhaupt nicht so, und ich bilde mir dass schon alles ein aber so kann es doch nicht sein? Ich sitze täglich zuhause in meinem Zimmer und beschäftige mich alleine, weil keine meiner Freundinnen etwas mit mir unternehmen möchten, solange eine andere Person nicht dabei ist (Wir hatten letzten Samstag Pläne gemacht, aber A. konnte plötzlich nicht. Also dachte ich, ich gehe mit S. alleine, aber die hat gesagt ohne A. mache es keinen Spaß)
Entweder bin ich zu unscheinbar, zu langweilig oder ich muss einfach mehr aus mir raus kommen, was aber nicht so einfach ist, mit meiner Persönlichkeit.

Ich habe jetzt erstmal nur das Grobe beschrieben, da ich eigentlich noch andere Probleme habe, die in das Problem hier rein fließen, aber die lasse ich mal außen vor.

Nutzer­antworten



  • von Angelsbaby89 am 10.05.2012 um 09:54 Uhr

    Ich kenne das und ich denke, viele andere Mädels hier auch. Das ist auch ein schwieriges Alter, denn man entwickelt sich, ändert viele Meinungen, BEKOMMT für viele Dinge erstmal eine eigene Meinung, man merkt, dass man mit den Freunden aus der Schule eben doch nicht so viel gemeinsam hat….Ich habe aus dieser Zeit vielleicht noch 2 gute Freunde – die anderen habe ich alle später kennen gelernt, durch die Ausbildung, Fortbildung, deren Freunde, abends weggehen…

    Und viele in dem Alter fühlen sich unverstanden und einsam und denken, dass keiner ihre Gedanken nachvollziehen kann. So ne Phase hatte ich auch mal. Da war ich selbst aber natürlich auch der Auslöser, denn ich war wie du. Ich hab nicht viel geredet, nicht viele Witze gemacht – nur lag es bei mir daran, dass ich keine Lust dazu hatte. Trotzdem war ich auch immer der Kummerkasten. Deswegen mein tipp: Pass auf, dass dir das
    1. nicht selbst zu nahe geht und du
    2. nicht ausgenutzt wirst

    Wenn du mal sagst, dass du dafür jetzt echt keinen koipf hast,weil du selbst viel Stress hast, dann ist das ja wohl ok und völlig angemessen. Vor allem, wenn du vorher immer für deine Freunde da warst.

    Eine Idee hätte ich nocht – such dir doch ein Hobby, das du gern machst, da triffst du dann auch Leute, mit denen du direkt etwas gemeinsam hast…

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