HomepageForenKarriere-ForumAn die arbeitenden Studenten: Wie zur Hölle schafft ihr das?

An die arbeitenden Studenten: Wie zur Hölle schafft ihr das?

Larizaam 09.06.2011 um 15:05 Uhr

Hallo zusammen,

folgendes Problem: Ich studiere auf BA und hab die ersten Semester irgendwie nix auf die Reihe gekriegt aufgrund privater Probleme. Dementsprechend war mein BaföG-Anspruch wegen fehlender Prüfungsleistungen nach dem 4. Semester futsch. Mit einem Nebenjob, dem Unterhalt meiner Eltern und ein wenig Wohngeld komm ich ganz gut über die Runden, allerdings schlaucht dieser Job enorm. Fast ausschließlich stehen und laufen, bücken, heben, strecken und bei allem immer scheiß freundlich sein (arbeite in ner Bäckerei mit Café dran). Von den Zeiten her lässt sich das gut mit der Uni vereinbaren aber eben nicht mit den Kraftreserven. Viele Veranstaltungen besuche ich nach kurzer Zeit nicht mehr, weil ich mich dazu schon gar nicht mehr aufraffen kann. Die ersten Wochen des Semesters ras ich noch mit dem Rad von A nach B und wieder zurück aber spätestens ab Mitte des Semesters ist Schicht im Schacht und nichts geht mehr. Ich bin nur noch erschöpft und müde. Das Lernen neben der Uni kommt eh schon zu kurz weil ich zu kaputt bin. Die Kombi studieren und arbeiten wächst mir gnadenlos über den Kopf. Ich hab kaum noch Freizeitaktivitäten außer schlafen. Diverse Freunde haben sich schon von mir abgewandt weil ich nie Zeit und Kraft habe, mal mit ihnen auszugehen o.ä.

Jetzt die Frage an die arbeitenden und trotzdem erfolgreichen Studenten: Wo nehmt ihr eure Energie her? Wie organisiert ihr das? Tipps, Tricks, Zauberformeln um an 2 Orten gleichzeitig zu sein? Bin für jeden Rat mehr als dankbar!

Nutzer­antworten



  • von sekhmet am 10.06.2011 um 20:29 Uhr

    also ich denke das kommt immer aufs studium an, darauf wieviel zeit man investieren muss, wieviel geld man braucht usw.
    ich hab immer während dem studium gearbeitet, nur am ende des studiums dann nimmer, kurz vor den prüfungen. war schon zu schaffen, aber natürlich nicht unanstrengend.
    muss aber sagen, arbeite jetzt seit einem monat voll, und das ist weitaus anstrengender als studium und job unter einen hut zu bringen. jedenfalls bei meinem job und meinen arbeitszeiten.
    such dir irgendwas das vielleicht weniger anstrengend ist, auch nicht zuviele stunden am stück, nicht dass du dich damit so fertig machst, dass du dich nicht mehr aufs studium konzentriern kannst. denn das sollte ja immer priorität haben

  • von PureMorning am 10.06.2011 um 18:11 Uhr

    alles schön und gut funny cherry und auch anerkennenswert.
    aber im bachelor-studium gibts anwesenheitspflicht, auch in den vorlesungen. man darf nicht mehr als 2 mal fehlen in den veranstaltungen… klar gibts immer noch die möglichkeit sich von jmd anderem eintragen zu lassen da wos nicht auffällt.

    ich kenn dein problem, da ich gerade uni, job und praktikum habe. aber ich muss zugeben dass ich unorganisiert und einfach chaotisch bin und nicht rechtzeitig schlafe…

    ich denke um das musterhaft zu kombinieren braucht man eben diszplinin, durchhaltevermögen und ein ziel vor augen.

    ist halt doof dass du die ersten semester schon durchgehangen hast, sonst hätte ich gesagt nimm dir halt weniger semesterwochenstunden und häng ein semester dran.

    ansonsten versuch doch dir einen anderen job zu suchen, wo du sitzen kannst… im büro oder an der uni als hiwi oder kinokasse.. und wo du klar geregelte arbeitszeiten hast, dass du nicht durcheinander kommst und ich einstellen kannst.

  • von FunnyCherry am 10.06.2011 um 11:40 Uhr

    Ich weiß nicht, ob dir meine Antwort gefallen wird. Bitte sei nicht beleidigt, ich meine es wirklich gut.

    Aber deswegen bevorzugen Arbeitgeber Mitarbeiter, die sich das Studium selbst finanziert haben, weil das was zu bedeuten hat. Nicht jeder ist genug organisiert und zielorientiert um das zu schaffen…

    Ich komme aus Osteuropa und habe Informatik an der TU München studiert. Also ein sehr anspruchsvolles Studium! Da meine Eltern nicht mal 400 Euro zusammen im Monat verdient haben, musste ich alles komplett selber finanzieren, die ganze Zeit.

    Ich musste es halt akzeptieren und nicht rummeckern. Am Anfang habe ich jeden Job genommen, den es gab – stundenweise an der Kasse im Supermarkt, am Fließband in der Chip-Fabrik, sogar Reinigung von Altersheimen! Als Ausländerin hatte ich es erst mal schwieriger einen vernunftigen Job zu finden. Du wirst es bestimmt leichter haben. Aber ich hatte mein Ziel im Blick und habe nicht gemotzt, sondern gearbeitet und gelernt. Schon nach zwei Jahren konnte ich mich für Werkstudentenjobs im Büro bewerben. Ich habe 20 Stunden pro Woche als Werkstudentin gearbeitet und 12 Stunden pro Woche als HiWi am Lehrstuhl. Bei mehr als 20 Std/Wo Arbeit klappt es nicht mit der Krankenversicherung als Student. HiWi-Tätigkeiten zählen nicht zu den 20 Stunden, daher habe ich beides kombiniert.

    Meine Diplomnote ist trotzdem 1,6.

    Wie ich das geschafft habe? Mit guter Organisation und Durchhaltevermögen. Vorlesungen habe ich fast nie besucht. Ich habe dadurch mehr gelernt, dass ich mir die passenden Werkstudententätigkeiten ausgesucht hatte. Bei diesen Tätigkeiten hatte ich flexible Arbeitszeiten. Wenn ich für die Uni etwas mehr machen musste, habe ich weniger gearbeitet und danach die Stunden nachgeholt. Für die HiWi-Stelle habe ich meist am Wochenende von Zuhause gearbeitet, da es sich um wissenschaftliche Arbeit handelte.

    Ja, das Negative: mein Diplom-Studium hat 7 (sieben) Jahre gedauert anstatt 5. Aber ich habe sehr viel Berufserfahrung gesammelt und das wissen die Arbeitgeber zu schätzen. Nicht mal 2 Jahre nach dem ofiziellen Abschluss, habe ich Gehalt wie bei 5-7+ Jahre Erfahrung.

    Tipps:
    – Samstags arbeiten, z.B. als HiWi oder notfalls bei New Yorker
    – weniger chillen – Ferien, der Abend und das Wochenende sind entweder zum Arbeiten oder zum Lernen da! 😉
    – Ziele setzen und verfolgen
    – Organisationstalent zeigen

    Viel Erfolg!

  • von Goldfischfee am 10.06.2011 um 08:40 Uhr

    Also, nee du bist nicht die einzige! Ah man sollt richtig wach werden bevor man seine Antworten abschickt.

  • von Goldfischfee am 10.06.2011 um 08:38 Uhr

    Nee, aber ich bin zu müde zum antworten.
    Wenn ein Zaubermittel gefunden wird weckt mich bitte! Schlaf entweder im Hörsaal oder da wo ich grade stehen geblieben bin 😉
    Aber schön zu wissen, dass es noch jemanden gibt der so leidet!

  • von Lariza am 10.06.2011 um 08:21 Uhr

    …bin ich wirklich die einzige, die hier so dumm ist, neben dem Studium noch zu arbeiten?

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