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Bundeswehr als Arbeitgeber

Lackigirlam 13.04.2011 um 07:12 Uhr

Mich bedrückt seit einiger Zeit, dass mein Freund unbedingt zur Bundeswehr gehen will, nachdem er seine Ausbildung abgeschlossen hat. Ich bin nur leider total dagegen. Wenn ich bei nein bleibe wird er es nicht machen, aber er ist dann auch nicht glücklich. Gestern hat er einen Brief von der Bundeswehr bekommen, in dem sie ihm geschrieben haben dass sie Berufe in seinem Berufszweig anbieten und er gerne zu einem Infotermin kommen kann. Hat jemand Erfahrung mit so etwas? Kennt irgendwer jemanden, der auch bei der Bundeswehr ist und wie das dort alles so abläuft. Also jetzt nicht nur als Soldat sondern auch als normalen Beruf. Weiß überhaupt nicht mehr was ich denken soll. Bei dem Wort Bundeswehr könnte ich zur Zeit einfach nur durchdrehen.

Nutzer­antworten



  • von BarbieOnSpeed am 13.04.2011 um 15:07 Uhr

    Was ich noch dazu sagen muss: Natürlich gibts auch welche, die total scharf auf Afghanistan sind, weil sie dann denken “Endlich ein paar Leute wegknallen”, solche Menschen dürften dort gar nicht sein.

  • von BarbieOnSpeed am 13.04.2011 um 14:57 Uhr

    Das sind genau die Leute, die keine Ahnung haben (sorry). Krieg und Geballer… Weißt du, was Deutschland ohne seine Wehrmacht wäre?
    Weißt du überhaupt, dass es beim Bund nicht um Krieg sondern um Friedensstiftung geht? Weißt du, dass unsere Männer dort hinten versuchen, Ordnung in die Krisengebiete zu bringen?
    Sorry, aber da könnt ich ausflippen, wenn ich höre, BW = Krieg und Geballer. Erstmal informieren, bitte! Nimms mir nicht übel.

  • von Lackigirl am 13.04.2011 um 14:54 Uhr

    Ich habe nie gesagt dass ich es ihm verbieten oder ausreden will. Ich hab ihm bis jetzt nur meine Meinung zu dem ganzen gesagt. Natürlich steh ich hinter ihm und er weiß auch dass ich ihm nicht im Weg stehen werde aber beschäftigen tut es mich halt trotzdem..

  • von Goldschatz89 am 13.04.2011 um 14:43 Uhr

    Hä? das ist doch egal wenn er bei der bundeswehr arbeitet.. deswegen muss er ja nicht gleich nach afganistan.. (wenn es soweit kommt darf er selber entscheiden ob er will oder nicht) die schwester von meinem freund arbeitet auch dort und sie verdient sehr gut und hat einen sicheren arbeitsplatz? und wenn er versetzt wird ist das doch auch nicht soooo schlimm oder? da findet sich sicher eine lösung.
    Ich finde es ist seine entscheidung und als freundin finde ich persönlich sollte man hinter seinem freund stehen .. und ihm nicht alles schlecht reden.. denk nicht ständig an dich sondern auch mal an deinen freund.
    Ich persönlich bin auch kein Freund vom Bund… aber wenn man dort eine normale stelle hat (also nicht direkt als soldat) finde ich das ganze jetzt nicht so schlimm.

    @BarbieOnSpeed: ich persönlich finde nicht das ein Mann unbedingt zum Bund muss..ich sag dir ganz ehrlich ich hätte auch das soziale jahr gemacht, weil ich persönlich von krieg und geballer nichts halte.. und ich es mir auch nie vorstellen könnte jemanden zu erschießen..
    Ich finde wenn es jemand machen will ist das seine sache und es ist ja auch der Bund ist ja ein guter arbeitgeber.. aber für mich selber wäre es auch nichts..

    PS. er muss sich ja nicht verpflichten lassen

  • von Lackigirl am 13.04.2011 um 14:18 Uhr

    Na super…Naja, mal schauen was das Gespräch heute so ergibt. Aber danke für eure Hilfe

  • von BarbieOnSpeed am 13.04.2011 um 13:55 Uhr

    Achja, du musst auch damit rechnen, dass er dir einige Sachen nicht sagen darf. Wenn er beispielsweise auf Übung ist und kurzfristig nach Afghanistan muss (nicht zum Krieg, aber bspw. zur Beisetzung von gefallenen Soldaten), wirst du davon nichts wissen.

  • von BarbieOnSpeed am 13.04.2011 um 13:24 Uhr

    Na, wenn du länger dort arbeiten willst, klar musst du dich verpflichten lassen!
    Wie gesagt, gut möglich, dass er dann versetzt wird und ob du dann immer mitziehst, ist deine Sache im Endeffekt… Deswegen sind die meisten Verpflichteten im hohen Alter geschieden. Einfach weil die Frau das nicht lange mitmacht. Verstehe ich auch.

    Wie Mauzimau schon sagte, wenn dein Freund nicht in den Auslandseinsatz will, hat er gute Chancen da nicht hinzumüssen.

    Viele von denen, die sich – was weiss ich – für 12 Jahre verpflichten lassen, finden später keinen Anschluss im “richtigen” Berufsleben. Die BW arbeitet teilweise mit ganz komischen Systemen und Methoden. Schau dir mal die Krankenhäuser an oder noch simpler – einen Briefbogen von denen^^ Die leben noch im Mittelalter 😀

  • von Lackigirl am 13.04.2011 um 13:12 Uhr

    Doch klar weiß ich das dort auch zivile Personen arbeiten. Ich möchte nur einfach nicht über Wochen oder Monate von ihm getrennt sein und vor allem möchte ich nicht dass er in irgend ein Krisengebiet muss. Ich glaub ich könnte nicht mit der Angst leben. Wenn man zivil arbeitet muss man sich ja nicht verpflichten oder? Muss man allgemein nicht oder?

  • von BarbieOnSpeed am 13.04.2011 um 13:10 Uhr

    Mein Freund war 8 Jahre beim Bund und ganz ehrlich… Männer, die sich dagegen wehren und lieber Zivildienst machen wollen, sind in meinen Augen Luschen. Ein Mann muss einfach beim Bund gewesen sein, zumindest die Grundausbildung muss er gemacht haben.
    Was hast du gegen die Bundeswehr?
    Bei der Bundeswehr arbeiten auch zivile Personen, falls du das nicht wusstest.
    Meinem Freund haben sie zum Ende hin die Stelle eines Schnellbootskommandants angeboten und er hat abgeleht, weil er sonst über Wochen nicht zu Hause wäre. Klar, der Verdienst wäre unglaublich hoch, aber das ist es nicht wert. Ansonsten spricht mein Freund nur sehr gut vom Bund und verteidigt ihn, wo es nur geht.
    Wenn dein Freund sich verpflichten lässt, musst du damit rechnen, dass er an einen anderen Standort versetzt wird. Mein Freund hat in 8 Jahren 3 (oder 4?) Mal seinen Wohnort gewechselt.

    Ich kenne auch Soldaten, die es nach ein paar Monaten doch scheisse finden, bei der BW zu sein. Die Saufen sich den Buckel voll, machen nix, aber sich beschweren steht natürlich an erster Stelle.
    Wenn man gut ist, kommt man auch weit, aber dafür muss man, wie in jedem anderen Beruf, Opfer bringen.

    Im Endeffekt muss dein Freund selbst die Entscheidung fällen.
    Es wird immer gelabert, Soldaten verdienen ja so viel. Kann ich nicht bestätigen. Den gleichen Verdienst kann man auch woanders nach der Ausbildung bekommen. Die meisten holen sich in der BW-Zeit dann n fettes Auto, weil “ich bin ja jetzt verpflichtet und hab die Kohle”. Sowas kann auch schnell nach hinten los gehen.

  • von Lackigirl am 13.04.2011 um 13:03 Uhr

    Ok, also des heißt so lange man sich nicht verpflichten lässt ist alles in Ordnung???

  • von mauzimau am 13.04.2011 um 11:38 Uhr

    Ja…kann ich verstehen, ich wär jetzt auch alles andere als begeistert, wenn meiner auf einmal für ein paar Monate sonstwo wär. Das ist halt das Risiko, das dieser Job mit sich bringt. Aber solangs noch genug andere machen wollen, gehts ja 😀 Es gibt echt sooo viele, die sich durch das Geld dahin locken lassen 😉 Und sollte es doch mal soweit kommen, geht das nie länger als 6 Monate so weit ich weiß (meistens aber nur 3), nur kann ich mir vorstellen, dass ich mir dann permanent Sorgen machen würde. Nicht toll. Naja falls du noch Fragen hast, kannst mich gerne auch privat anschreiben 🙂

  • von Lackigirl am 13.04.2011 um 11:31 Uhr

    Ok, das hört sich ja schon mal besser an…Das ist halt eigentlich meine große Angst, muss ich sagen.

  • von mauzimau am 13.04.2011 um 11:28 Uhr

    Ja, die Auslandseinsätze…bei meinem Freund ist es so, dass es bei ihm viele gibt, die es freiwillig machen wollen (wegen dem Geld, für nen Einsatz kriegt man ne ganze Menge) und die kommen dann auch bevrzugt dort hin. Mein Freund wurde z.B. vor ein paar Wochen darauf angesprochen, ob es für ihn in Frage kommt, dieses Jahr evtl als Ersatz nach Afghanistan zu gehen. Also falls einer, der dafür vorgesehen war, ausfällt. Er hat nein gesagt und somit wird das wohl auch nicht passieren. Also die kommen nicht einfach und sagen: Los, ab ins Kriesengebiet! Wenns nun wirklich knapp werden würde und sich keiner findet, ders “freiwillig” macht, dann kann man die auch “zwingen”. Aber ich kenn einige Soldaten, auch welche, die schon in Kriesengebieten waren, und keiner von denen musste gegen seinen Willen dahin.

  • von Lackigirl am 13.04.2011 um 11:18 Uhr

    Klar das Problem hätte ich auf jeden Fall dass ich ein super schlechtes Gewissen hätte wenn er wegen mir seinen Traum nicht erfüllen könnte. Aber ist die Gefahr nicht groß dass man in Krisengebiete versetzt werden könnte?

  • von mauzimau am 13.04.2011 um 11:12 Uhr

    Mein Freund ist auch nach seiner Ausbildung zur Bundeswehr gegangen. Er macht das jetzt insgesamt 8 Jahre. Ist überhaupt nicht schlimm, find ich zumindest 🙂 Er kommt so gut wie jedes Wochenende nach Hause, manchmal mal ein Wochenende nicht, aber das ist zu verkraften. Seine Kaserne ist nicht besonders weit weg und so kann er auch mal unter der Woche abends nach Hause kommen. Im Sommer werden wir, wenn alles klappt wie geplant, zusammen in die Stadt ziehen, in der seine Kaserne ist und ab dann ist es wirklich nur noch ein normaler Job. Dann kommt er, wie jeder andere, nach der Arbeit nach Hause.
    Ich finde, die Bundeswehr als Arbeitgeber ist wirklich das Beste, was ihm passieren konnte: Er hat einen sicheren Job, kann sich über die Bundeswehr weiterbilden (er macht z.B. dort seinen Meister) und hat so nach seiner Bundeswehrzeit gute Berufschancen im zivilen Arbeitsleben. Und nebenbei verdient er gar nicht mal schlecht 😉
    Mach dir nicht so viele Gedanken, das ist wirklich gar nicht so schlimm. Dachte ich anfangs auch. Lass es ihn entscheiden, wenn er es nur wegen dir nicht macht, wirst du dich wahrscheinlich ziemlich mies fühlen.

  • von Lackigirl am 13.04.2011 um 11:01 Uhr

    Ja ich weiß selber dass ich mich vielleicht nicht ganz so aufregen müsste/sollte, aber es fällt mir halt schwer.

    Wir werden heute nochmal drüber sprechen…Informieren kann er sich ja auf jeden Fall mal.

    Seine Eltern und seine Schwester + Freund von seiner Schwester werden ihm wahrscheinlich ziemlich davon abraten denk ich. Der Freund von seiner Schwester war selber bei der Bundeswehr und der hatte sehr sehr schlechte Erfahrungen damit gemacht.

  • von BlackWater am 13.04.2011 um 10:58 Uhr

    Bleib ruhig. Wieso willst du denn nicht, dass er zur Bundeswehr geht?

    Für junge Männer ist es eigentlich das Beste, was man tun kann. Zumindest hat mein Bruder vorgehabt, ebenfalls dort zu arbeiten, weil er dort komplett abgesichert wäre und sich keine Sorgen um die Zukunft machen bräuchte – er ist ausgelernte Koch. Es hat aber dann nicht geklappt, weil er beim Wehrdient nicht mit einer Waffe schiessen wollte.

    Aber, dass man bei der Bundeswehr arbeitet, heißt nicht zwangsläufig, dass man in die Krisengebiete geschickt wird. Man kommt meist nur am Wochenende nach Hause, soweit ich weiß.

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