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Alkoholproblem der Mutter – total verzweifelt!

sunset90am 17.07.2012 um 09:18 Uhr

Hallo ihr Lieben,

Folgendes Problem: Meine Mutter 52 hat scheinbar (eigentlich offensichtlich!) ein großes Alkoholproblem.
Natürlich versucht sie es mit allen Mitteln zu verstecken und lügt uns (Bruder, Papa und mich) bei diesem Thema konstant an.

Schon öfter bin ich ausgerastet, wir alle, als sie wieder total besoffen war. Aber dann ist sie noch so dreist und sagt sie wäre nüchtern und bleibt auch bei der Meinung.
Den Alkohol versteckt sie an den merkwürdigsten Orten.
Zunächst wars in der Küche unter der Spühle, in Badezimmerschränken, im Auto… jetzt sogar schon im Keller.
Vorallem war gestern ihr erster Urlaubstag, 4 Wochen hat sie frei und mein Vater zur Zeit geschäflich unterwegs.
Also hat sie gestern wieder ordentlich auf die Kacke gehauen.

Genauso wollte sie gestern zu einer Freundin, da meine Mutter momentan keine Auto hat, bat sie mich, ihr mein Auto auszuleihen.
Ich hab ihr gesagt, ich kann dich gerne fahren aber mein Auto leih ich Dir nicht aus.
Während ich geduscht hab, schnappte sie sich meinen Schlüssel und ist einfach gefahren!!!

Ich hab natürlich gewartet, bis sie nach 2,5 Stunden wieder gekommen ist und da ist mir aufgefallen, dass sie seit neustem das Bier im Keller versteckt.
Als sie die Tür reinkam, wollte ich mir den Kellertürschlüssel schnappen,
mit was für einer Gewalt sie sich dagegen gewährt hat. Bevor sie mir die Finger gebrochen hätte, hab ich abgelassen.

Mein Bruder wohnt 300 km weit weg, leider kann er mir aus der Ferne in dieser Angelegenheit nicht helfen,
mein Vater sagt ich soll mich darum kümmern, dass sie zum Arzt kommt. Mein Vater macht sie mal fertig, sie würde zu viel saufen, mal säuft er mit.
Dann werde ich noch zum Bier holen geschickt und wenn ich nein sage, wird mir direkt gedroht.
Mittlerweile halte ich mein Nein durch, da ich mir denke, ich hab von ihnen sowieso nichts zu erwarten,
da sich sowieso niemand um meine Angelegenheiten kümmert, umso mehr ich mich um ihre.

Alles wird auf meinen Schultern getragen und ich bin mit der Situation echt überfordert.
Ich weiß nicht wie ich vorgehen soll, welcher Arzt, wohin, woher ich Hilfe bekomme?

Ich halte es nicht mehr aus, es zerfrisst mich innerlich.

Habt ihr auch schon solche Erfahrungen gemacht? Was habt ihr bei der Sucht eines Liebsten gemacht/reagiert?

Nutzer­antworten



  • von hexe0712 am 17.07.2012 um 17:42 Uhr

    Du lässt deine Mutter damit nicht im Stich. Es wäre sogar möglich, dass sie dieser Schritt wach rüttelt. Dass sie durch deinen Auszug checkt, was sie mit dem Saufen alles kaputt macht und verliert und dadurch den Schritt schafft, eine Therapie zu machen. Wenn du nicht ausziehst, rettest du sie auch nicht. Sie wird trinken, trinken, trinken. Egal, ob du in deinem Zimmer sitzt und heulst, auf sie einredest, tröstest, schimpfst, mittrinkst, den Alkohol weg schüttest, ihr das Geld weg nimmst, ihr Kompromisse aufzeigst, Hilfe anbeitest…………….. SIE WIRD NICHT AUFHÖREN ZU TRINKEN!
    Ihr kannst du nicht helfen, solange sie sich nicht helfen lassen will, also hilf dir!!!
    Du kannst als Auszubildende finanzielle Unterstützung vom Arbeitsamt bzw. Jobcenter erhalten. Zwar bist du noch unter 25 und müsstest regulär noch zu Hause wohnen bleiben, aber es gibt in Härtefällen Ausnahmen und deine Situation gehört da definitiv dazu!

  • von sunset90 am 17.07.2012 um 16:13 Uhr

    Würde ich ausziehen, hätte ich irgendwo das Gefühl sie im Stich zu lassen. Das möchte ich nicht, ich mach mir wirklich Sorgen um meine Mutter, ich hab nur eine und die ersetzt mir niemand.

    Es gab Tage da hatte ich das Gefühl, sie versteht mich als ich ihr sagte es ist eine Sucht, sie ist krank und brauchst Hilfe.

    Aber an den meisten Tagen wird sie mir gegenüber einfach nur rotzfrech und behandelt mich total mies wenn ich ihr meine Meinung sage.

    Ausziehen.. klar, ich bin 21, als genug dafür, bin aber noch in der Ausbildung und eben noch nicht das nötige Kleingeld, und meinen Freund will ich damit ja auch nicht belasten.

    Könnte einfach nur heulen

  • von Korni09 am 17.07.2012 um 14:17 Uhr

    sehe es wie vivalavida77, der betroffene muss selbst erkennen, dass er süchtig ist und es wollen, davon loszukommen. am allerwenigsten können da vermutlich angehörige diesen dazu bewegen. denke auch, wenn sie es nicht so sieht wie du und sie dir solchen kummer macht, zieh aus und leb dein eigenes leben. ist zwar erstmal hart, aber du gehst daran zugrunde.

  • von SerenaEvans am 17.07.2012 um 12:31 Uhr

    Man Vater trink auch jeden Abend sein Feierabendbier und ist kein Suchtkranker.
    Die Menge ist doch egal, hauptsache man KANN aufhören und ob ihre Mutter das könnte wird aus ihrem Text mMn nicht ersichtlich.

  • von sunset90 am 17.07.2012 um 11:42 Uhr

    Habe grade mit der Suchtberatung telefoniert, da mach ich jetzt noch einen Termin für meinen Pap und mich ab.

    Naja, aber wenn einer den Alkohol versteckt, und nicht mal zu gibt etwas getrunken zu haben, dann ist das ein klarer Fall von da gibts ein Problem.

    Aber wenn ich ausziehe, will ich nicht, dass es dadurch noch schlimmer wird.

  • von hexe0712 am 17.07.2012 um 10:45 Uhr

    Du kannst in dem Fall eigentlich nur dir selbst helfen. Und das kannst du nur, wenn du so weit wie möglich von der Situation weg bist. Mein Ex ist alkoholabhängig und ich habe lange versucht, ihm zu helfen. Aber er wollte gar nicht wirklich aufhören zu trinken. Deshalb konnte ich mich noch so sehr abmühen, ich konnte nichts machen. Als ich fast nicht mehr konnte, sowohl physisch, als auch psychisch und seelisch fertig war, habe ich meine letzte Kraft zusammen gesammelt und habe mich getrennt. Dabei hat mir mein jetziger Freund sehr geholfen, ohne ihn hätte ich es nicht geschafft.
    Denk an dich und versuche, dein Leben besser zu machen. Beratungsstellen, wie die Diakonie und eigentlich alle Suchtberatungen, helfen auch Angehörigen.

  • von SerenaEvans am 17.07.2012 um 09:58 Uhr

    Geh zu einer Beratungsstelle, mehr kannst du nicht tun.
    Ob sie süchtig ist, kann im Zweifelsfall nur sie selbst und / oder ein Arzt feststellen.
    Selbst wenn sie jeden Abend 5 Bier trinkt ist das nicht automatisch eine Sucht.

  • von sunset90 am 17.07.2012 um 09:55 Uhr

    Aber der Konsum von ihr ist gewiss nicht normal. Mein Vater und mein Bruder sagen ja auch sie braucht Hilfe, aber ich bin wieder die, die sich darum kümmern soll!!!!

    Grade eben hat sie mich auf der Arbeit angerufen, natürlich nicht grade nüchtern!!!

    Ich könnte ausrasten!

  • von SerenaEvans am 17.07.2012 um 09:52 Uhr

    Hm das klingt für mich immer noch nicht soviel…
    Das sie natürlich deine Autoschlüssel wegnimmt ist ohne Frage ein Unding.

    Aber du kannst ihr nicht helfen und sie z.B. zu Sport zu drängen macht es verrmutlich nur noch schlimmer.

  • von sunset90 am 17.07.2012 um 09:45 Uhr

    Das variiert, wenn sie Frühschicht hat, dann eher nur das “Feierabendbier” mittags um halb 3. Mittagschicht auch das Feierabendbier.1,2 oder 3

    Aber wenn sie Urlaub hat oder am Wochenende artet das dermaßen aus.

    Wenn ich ihr in ihre versoffenen Augen schaue und sie dann total frech wird, ehrlich dann hass ich sie in diesem Moment.

    ich bin da völlig überfordert. Ja und mein Vater er denkt, da er kein Alkoholproblem hat und nur ab und an mit trinkt un es dann meiner Mutter auch erlaubt, wäre das okay. Vorallem aber wenn er nicht trinkt aber sie, gibts mega mega mega stress.

    Hab ihn auch schon so oft darauf aufmerksam gemacht, er checkts nicht.
    Ich bin echt überfordert, ich will einfach nicht, dass sie vor die Hunde geht.

    Habe versucht sie mal zum Sport zu bewegen, sie hat ja keine Hobbies, aber nein, sie hat keine Lust, glaub Sport hätte sie nicht nötig.

  • von lucy_18 am 17.07.2012 um 09:39 Uhr

    Dem kann ich mich nur anschliessen, sie muss selber erkennen, dass sie ein Problem hat, sonst kann man nichts machen. Deinem Vater würde ich sagen, dass er nicht mehr mit ihr trinken soll, das ist gar nicht gut.
    Aber es gibt auch so Anlauf-/Beratungsstellen für Angehörige von Suchtkranken, das ist glaub ich kostenlos, musst mal im Internet schauen, oder deinen Arzt fragen, der kann dir bestimmt auch die Adresse geben.

  • von SerenaEvans am 17.07.2012 um 09:34 Uhr

    1. du kannst ihr NICHT helen, suchterkrankte müssen sich selbst helfen und solange sie die Sucht nicht zugibt.

    2. Trinkt sie denn wirklich soviel? das kann ich aus deinem text gar nicht rauslesen.

    3. Geh zu Beratungsstellen, wirklich mehr kannst du nicht tun.

  • von sunset90 am 17.07.2012 um 09:19 Uhr

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