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Pferd behalten oder nicht?

TupTupam 27.03.2012 um 23:18 Uhr

Hallo ihr lieben!
Ich stehe vor einer sehr schwierigen Entscheidung.
Vor knapp 2 Jahren hab` ich mir mein erstes, eigenes Pferd gekauft und war auch total glücklich und hab durch die “rosarote Brille” mein Pferd gekauft. Mir war schon länger klar, dass es ein Fehler war, aber dachte immer das wird schon noch. Nachdem ich sie vor etwas über einem Jahr dann in einen anderen Stall gestellt habe, ging es auch etwas besser mit ihr, aber seitdem kommen wir einfach nicht weiter. Das richtige Vertrauen kann ich einfach nicht aufbauen, ich hab` schon so viel versucht, lange Zeit nur vom Boden aus mit ihr gearbeitet, dann wieder geritten, dann ging`s auch kurze Zeit wieder aber dann wurd`s auch wieder schlechter. In letzter Zeit ist`s auch immer schlimmer geworden, sie läuft mehr wie eine Giraffe noch wie ein Pferd, ich krieg`s einfach nicht hin, das sie dauerhaft in schöner Anlehnung läuft und sie damit “gesund” zu reiten – und ich bin defintiv kein Anfänger mehr. An Sattel, Trense oder ähnlichem kann es nicht liegen, der Sattler war erst da, die Hufe sind auch i.O. und der Tierarzt hat auch weder irgendwelche Verspannungen o.ä. oder Krankheiten festgestellt. Ich hatte auch schon Reitunterricht mit ihr, aber auch der hat uns nicht weiter gebracht und solangsam bin ich mit meinem Latein auch am Ende. Die Chemie zwischen uns scheint einfach nicht zu stimmen, aber trotz allem hab` ich sie in mein Herz geschlossen und ich könnte jetzt schonwieder losheulen, wenn ich dran denke sie zu verkaufen, wobei es vielleicht das beste ist, wenn es mir keinen Spaß mehr macht, weil nichts klappt und sie quasi den Ausweg dadrin sucht mich immerwieder zu testen, sich stur zu stellen oder sogar anfangen zu buckeln. Ich habe auch schon mit meiner besten Freundin und einer anderen guten Freundin, die uns beide sehr gut kennen, dadrüber geredet und sie meinten beide, dass es so vielleicht das beste für uns beide ist, wenn ich sie verkaufe und mich danach in Ruhe nach was anderem umsehe und solange erstmal wieder Reitunterricht nehme, weil eine Pause will ich definitiv nicht machen. Klar im Endeffekt liegt die Entscheidung bei mir, aber ich hab` Angst, dass egal wie ich mich entscheide es im Endeffekt die falsche Entscheidung war. Reiterlich wär es für mich denk` ich wirklich besser, sie zu verkaufen und erstmal wieder Unterricht zu nehmen, etc. aber rein Emotional könnte ich mich alleine für den Gedanken schonwieder hauen. Ich kann sie ja nicht einfach so nach 2 Jahren austauschen. Und ich bin nicht jemand, der sein Pferd einfach so gegen ein neues austauscht, weil`s nicht funktioniert, aber ich hab` schon so viel versucht und nichtmal eine kleine Besserung war in Sicht.. ich bin einfach total am verzweifeln und unschlüssig wie ich mich jetzt verhalten soll. Vielleicht könnt ihr mich ja irgendwie helfen.. wäre euch jedenfalls sehr dankbar!

Nutzer­antworten



  • von Bellatrice am 29.03.2012 um 13:26 Uhr

    wie läuft dein pferd denn unter einem anderen reiter? genauso giraffenhaft wie bei dir oder besser? oder noch schlechter? wenns bei nem anderen reiter von anfang an besser aussieht, stimmt die chemie zwischen euch beiden vielleciht wirklich nicht, und wenn du dich immer schon angespannt und unzufrieden draufsetzt, wirds dadurch ja auch nicht besser. in dem fall tust du wahrscheinlich euch beiden einen gefallen, wenn sich eure lebenswege trennen.
    du nimmst reitstunden und gewinnst die freude am reiten zurück, und dein pferd findet hoffentlich einen besitzer, mit dem es sich von anfang an gut versteht.
    sympathie kann man nicht erzwingen. mit meinem lieblings-reitstundenpferd hab ich mich immer fast ohne hilfen verstanden, da war reiten wie telepathie. eine freundin von mir, die sogar auf nem höheren niveau geritten ist wie ich, ist in einer reitstunde 3x unfreiwillig vom gleichen pferd abgestiegen, es war ihr horror, meinen liebling zu reiten. wenns nicht passt,. passts halt einfach nicht.

  • von snille am 28.03.2012 um 13:58 Uhr

    so wie ich es verstanden ahbe hat sie mit dem pferd keine probleme am boden sondern beim reiten. ich würde mir einen wirklich guten reitlehrer holen. der das pferd vielleicht auch selber mal reitet, und bei dem du dann emhrmals die woche unterricht nimmst. wenn es nicht einfach an deinen reiterlichen fähigkeiten liegt, sollte das problem so in den griff zu bekommen sein.

  • von Quadifa am 28.03.2012 um 11:51 Uhr

    Hast du es gebisslos versucht?
    Oder die Zähne mal checken lassen?

    Wie läuft dein Pferd unter anderen? Bereiter, Reitlehrer, Reitbeteiligung…?

  • von aniis am 28.03.2012 um 11:16 Uhr

    ich find Parelli auch eine gute Idee, somit stärkst du das Vertrauen wieder zum Pferd und zusätzlich würde ich sie in professionellen berittt geben, vllt am anfang einige Wochen ganz und dann übernimmst du nach und nach immer wieder mehr Tage am besten unter Anleitung.

  • von Auriana am 28.03.2012 um 09:45 Uhr

    Ich unterstütze mal die ErbeerMelone. Eine Freundin von mir arbeitet auch mit Parelli und mit ihr und ihrem Pferd klappt es mi5ttlerweile auch super, obwohl es am Anfang Startschwierigkeiten zwischen den beiden gab (sie hat das Pferd von jemandem übernommen, der es nicht mehr halten konnte, ohne es sich richtig angesehen zu haben).

    Ansehen kannst dub es dir ja mal 🙂

  • von ErdbeerMelone am 28.03.2012 um 09:37 Uhr

    http://www.parelli-instruktoren.com/sites/kurse_events/kursedeutschland.html

    bevor du ans endgültige aus mit deinem pferdchen denkst, probiers mal aus, die instruktoren sind kompetent und können dir sicher weiterhelfen

    (das soll hier jz kein werbeaufruf werden..)

  • von ErdbeerMelone am 28.03.2012 um 09:27 Uhr

    Ich würde es auch mal mit einem Profi versuchen, zB machen einige Freunde von mir Parelli, damit gewinnst du Stück für Stück das Vertrauen deines Pferdes und die Kommunikation funktioniert dann auch besser! Allerdings ist so ein Kurs nicht eine einmalige Sache, sondern eine ganz andere Betrachtungsweise – Probiers aus, ich bin davon überzeugt!
    Generell such dir Profis die nicht nur auf “aggressives” Reiten und Kontrollieren aus sind sondern auf Verständnis. Fast alle Probleme zw. Pferd und Reiter entstehen dadurch, dass das Pferd den Menschen einfach nicht versteht, nicht weiß was es tun soll.
    Also versuch es einfach mal aus einer ganz anderen Richtung, weg aus den Reitunterricht-Zwängen…