HomepageForenMamiBaby5 Wochen nach der Geburt und irgendwie ziemlich frustriert und etwas unglücklich

5 Wochen nach der Geburt und irgendwie ziemlich frustriert und etwas unglücklich

Rominetteam 13.01.2013 um 13:58 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Irgendwie komme ich aus meinem Stimmungstief, was ca. 1,5 Wochen nach der Geburt einsetzte, nicht mehr so ganz raus. Da soweit noch alles läuft – Stillen, Versorgen der Kinder, Unternehmungen etc. – habe ich mir bisher noch nicht so den Kopf darum gemacht und es auf die Hormone geschoben, aber inzwischen frage ich mich schon, warum ich nicht einfach mal “nur” glücklich sein kann. Warum muss ich mich immer selbst so “ohrfeigen”, denken, nichts zu schaffen, warum muss ich immer so unzufrieden sein? Ich könnte doch auch mal wirklich denken, dass es doch gut ist, wenn es den beiden Kindern gut geht, wir etwas schönes zusammen machen, das schöne sonnige Wetter wirklcih genießen, wenn wir spazieren gehen. Stattdessen grüble ich darüber nach, was ich alles im Haushalt nicht geschafft habe oder grad wieder nicht schaffe, WEIL wir ja z.B. gerade draußen sind. Das ist doch verrückt! Schließlich braucht doch gerade auch meine Tochter (22 Mon.) viel Bewegung, und ich versuche, am Tag möglichst mind. eine Aktivität mit ihr außer Haus zu machen, was mit Baby gar nicht so einfach ist. Irgendetwas hier leidet immer. Heute ging`s den Kids soweit gut, die Große war richtig fröhlich, wir haben pünktlich gegessen und ich hab` sogar minimalst etwas im Haushalt geschafft, aber ich bin immer noch nicht “ausgehfertig”. Jetzt werdet ihr sicher denken “warum sitzt du dann vorm Internet, statt dich schnell unter die Dusche zu schwingen?” Richtig, nur der kleine Mann möchte seit über einer Stunde immer wieder gestillt werden und schläft gerade auf meinen Beinen. Lege ich ihn “weg”, wird er direkt wieder wach und weint. Heute ist das wieder extrem, an manchen Tagen klappte es auch oft besser! Vielleicht erwarte ich auch zuviel von mir, von meinem Mann, von uns allen?! Ich hatte mich so auf meine erneute Elternzeit und das erste Jahr 100%ig zu Hause gefreut! Und jetzt bin ich auch nicht zufrieden! Woran liegt das? An dem ewigen Alleinsein vielleicht? Oder muss ich mir Sorgen machen? Natürlich war die Stimmung hier leider auch oft total gereizt, vor allem unter uns Eltern, weil wir offenbar beide so unsere Probleme hatten, uns an die vergrößerte Familie zu gewöhnen. Und an die Nicht-Ruhe. 😉 Uns ist das bewusst, und es gab allein in der letzten Woche auch viele gute, lange Gespräche, aber so richtig gut geht es uns leider immer noch nicht. Irgendwie finden mein Mann und ich zur Zeit nicht so richtig nah zueinander, obwohl wir das beide eigentlich gerne wollen! Ich bin leider auch sehr oft so genervt, vor allem auch von Besuchern, die sich dann nur noch für die Kinder interessieren. Ich würde so gerne auch mal über was anderes sprechen – bitte nicht falsch verstehen. Klar sind die Kinder ein Teil von uns; das ist außer Frage. Aber ich würde auch in manchen Augenblicken gerne mal wieder als Frau wahrgenommen werdne und nicht nur immer als Mutter. Wenn wir draußen sind, haben wir auch keine Ruhe (mehr) – ich werde ständig auf die Kinder angesprochen… Meistens sagen die Leute dann auch noch, dass es doch anstrengend wäre und geben ungefragt Tipps… Na super, gerade davon will ich draußen ja mal abschalten! 😉
Das musste ich mir einfach mal von der Seele schreiben! Danke für`s Lesen! 🙂

Nutzer­antworten



  • von Rominette am 15.01.2013 um 19:42 Uhr

    .. Und ich bin beruhigt, dass ich mit dem Neid auf den Mann nicht alleine bin, auch wenn`s eigentlich total verrückt ist! 😉

  • von Rominette am 15.01.2013 um 19:41 Uhr

    Das ist so lieb von dir, danke! 🙂 Manchmal sehe ich zur Zeit einfach nicht weit genug nach vorne, im übertragenen Sinne, glaube ich. Ich fürchte, du hast Recht, dass sich die Hormonlage wohl auch noch nicht wieder so ganz eingependelt hat. Mit meiner Hebamme habe ich leider noch nicht “ganz” darüber gesprochen; sie hat bisher nur Bruchstücke mitbekommen und weiß, dass ich oft so schrecklich genervt war und es manchmal noch bin, aber so richtig besprochen haben wir das nicht. Ich hatte auch leider nicht den Eindruck, dass das möglich gewesen wäre. Nächste Woche kommt sie nochmal hierhin (natürlich kann ich sie auch jederzeit anrufen), und dann sind wir bei dem Termin mal alleine – das war bei den letzten Terminen immer so, dass entweder eine Praktikantin dabei war oder mein Mann auch hier. Mir fällt das vielleicht leichter, wenn wir unter uns sind.
    Heute war wirklich ein Tag… Puh! Die Maus hat ja den Mittagsschlaf ausfallen lassen und war größtenteils echt unausstehlich. Zudem hat der kleine Kerl nicht schlafen wollen und war irgendwann total übermüdet. Ich mag es gar nicht aussprechen, aber jetzt gerade ist hier mal Ruhe! Die Tochter im Bettchen und der Sohn schläft zur Zeit auch noch – er wird aber gleich noch sicher seine lange Hungerphase bekommen. Na ja, vielleicht schenken die beiden mir ja noch ne halbe Stunde Pause. 😉 Ich kenn` das aber auch, dass mir das Abschalten schwer fällt! Wobei es inzwischen viel besser ist, als zur Zeit nach der Geburt des ersten Kindes.

  • von Rominette am 15.01.2013 um 17:15 Uhr

    Dankeschön für eure lieben und sehr mitfühlenden Kommentare. Ich habe viel darüber nachgedacht und bin mir selbst nicht sicher, ob es einfach nur die Überlastung ist, der ganze Ärger drumherum (hatte nach der Geburt großen Streit mit meiner Mutter) oder doch schon ne Depression. Mein Mann meint, dass letzteres nicht zutrifft, aber er ist diesbezüglich ja auhc nicht “vom Fach”. Jedenfalls fühlte ich mich gestern schon viel besser, wobei heute wieder ein eher schlimmer Tag ist. Ich mache zwar alles mit den Kindern und auch “sonst” zu Hause, aber ich bin irgendwie gar nicht richtig dabei. Ganz komisch! Und ich lasse mich ständig von den Launen unseres süßen Kleinkindes aus der Ruhe bringen. Sie wollte heute MIttag wieder mal nicht schlafen und ist daher TOTAL quengelig und lässt mich nicht mal 10 Sekunden alleine. Dazu kommt, dass ausgerechnet heute der Kleine kaum schläft! Es ist grad irgendwie zum Verzweifeln.
    Mein Mann versucht schon, mir auch viel abzunehmen, aber natürlich stresst ihn das ganze oft auch zunehmend. Ich werde bereits eifersüchtig auf seinen ruhigen Nachtschlaf und dass er sich meist mittags mit der Großen zusammen hinlegt, wenn es von seinem Dienst passt. Und eigentlich möchte ich solche Gefühle gar nicht aufkommen lassen!
    Was natürlich auch mal schön wäre, wäre mal eine halbe Stunde für mich GANZ ALLEINE, nicht nur ohne weinende Kinder, sondern auch ohne Haushalt. Die paar Male, wo jemand babysitten wollte (entweder mein Mann oder die Oma), waren sie mit der “Großen” unterwegs, aber was alle vergessen, ist, dass ich dann ja trotzdem noch das Baby hier habe. Aber ich möchte auch nicht immer nur jammern, denn ich denke, dass das sicher auch nicht gut ist, wenn man das nur noch macht – und so fühle ich mich, dass ich nur noch an das Schlechte denke, zumindest oft! Ich habe mir die Kinder, auch No.2 so sehr gewünscht, und jetzt gerät irgendwie alles aus den Fugen (zumindest fühlt es sich so an). Ist das normal?
    Na ja, und dann auch noch das Wetter, ständige Dunkelheit, Kälte etc.

  • von CryingChildren am 13.01.2013 um 14:17 Uhr

    Hey,
    ich denke, dass du dich vielleicht mal an einen Experten wenden solltest, für mich klingt das nach Depressionen. Du kannst das auch mal deiner Hebamme erzählen, die kennt sich damit aus und kann dir Hilfe empfehlen.

    Ansonsten denke ich, dass du entspannter an alles rangehen solltest, du machst das toll, du wirst deiner Großen gerecht und dem Kleinen auch und versuchst sogar dir selbst gutes zu tun. Ich finde, dass du zuviel auf einmal willst.

    Alles Gute.

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