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Angststörung-Schwangerschaft-Beschäftigungsverbot

Blaze30am 28.07.2012 um 13:28 Uhr

Hallo alle zusammen! Ich bin neu hier 🙂
Kurz zu meiner Geschichte: ich habe seit ca 10 Jahren eine angststörung, die mich mal mehr und mal weniger einschränkt. Anfangs waren es klassische Panikattacken, die sich dann allmählich in eine dauernde Angespanntheit und Ängstlichkeit verwandelt haben. Ich hab alles durch, Therapien, Medikament, heilpraktiker, Hypnose etc. Ich kann mittlerweile ganz gut damit leben. Bin auf Medikamente (Sertralien 50 mg) eingestellt (gewesen!)
Vor 4 Wochen hab ich festgestellt , dass ich schwanger bin. Meine Psychotherapeutin hat mir gesagt, dass ich die Medikamente sofort absetzen soll, da man eine Fehlbildung des Babys nicht ausschließen kann.
Ich war anfangs (und zwischendurch immer mal wieder) echt überfordert, mit dem Gedanken, ein Baby zu bekommen. Ich bin mit meinem Freund noch nicht lange zusammen. Ich hab Angst, dass ich keine gute Mutter sein kann.
Jetzt zu meiner eigentlichen Frage. Hat jemand von euch schon mal ein Beschäftigungsverbot wegen einer Angststörung oder Depression bekommen. Ich hatte ein Gespräch mit meiner Therapeuten und die sagte, dass sie es für ratsam hält. Fakt ist, dass seit ich die medikamente abgesetzt habe, es mir ziemlich beschissen geht. Zu Hause kann ich das ganze noch irgendwie kompensieren, aber an Arbeit (Angestellte in einer Verwaltung) ist gerade überhaupt nicht zu denken. Ich bin den ganzen Tag auf Anspannung, mein Ruhepuls liegt bei 90-100 und mir ist dauernd schwindelig. Von der Schwangerschaftsübelkeit will ich gar nicht erst anfangen! Aber für mein Kind werde ich das irgendwie durchstehen.
Vielleicht gibt es hier ja auch Gleichgesinnte! Würd mich freuen, mich austauschen zu können.

Nutzer­antworten



  • von gera31 am 20.09.2012 um 12:48 Uhr

    hi
    also mein bruder hat selber auch mit angststörungen und panikattacken zu tun schon seit jahren.aktuell macht er eine therapie.aber zusätzlich geht er noch zu einem mikrokinesitherapeuten,wovon die in der klinik nix wissen.die sind allerding in frankreich an der deutschen grenze.die sollen wohl sehr gut sein und danach soll man keine probleme mehr haben.es gibt aber auch eine frau aus königswinter ,die das auch macht.kannst ja mal bei google den begriff microkiesitherapie gudrun mik eingeben und dich informieren.
    vielleicht wäre das ja etwas für dich.wenn nicht in der ss aber vielleicht danach.
    bin mal gespannt wenn mein bruder wieder zurückkommt obs ihm geholfen hat.wir sind aber sehr zuversichtlich.
    wûnsche dir alles gute für die schwangerschaft lg

  • von Blaze30 am 20.09.2012 um 10:38 Uhr

    Hallo alle zusammen,
    erstmal sorry, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe.
    Nach langem hin und her hab ich nun doch ein Beschäftigungsverbot bekommen. Es war ein ziemlich langer und anstrengender Kampf. Meine Frauenärztin hatte ja zu anfang gesagt, dass sie mir keins austellen kann. Ich bin dann erst zu meiner Therapeutin, von da aus dann zu meiner Hausärztin, diese hat mich dann zu meinem Neurologen geschickt, der mich dann wieder zurück zu meiner Hausärztin!!! Alle hatten Verständnis, aber keiner hatte bisher ein Beschäftigungsverbot ausgestellt. Jeder von ihnen hat gesagt, dass meine Frauenärztin das ausstellen müsse. Ich war echt kurz vor dem verzweifeln. Zumal das ganze ja auch nen finanziellen Aspekt hat. Schlussendlich hatte ich vor einer Woche einen Vorsorgetermin bei der Frauenärtzin. Genaugenommen bei ihrer Vertretung!! Der habe ich die ganze Sachen nochmal geschildert und zwei Minuten später bin ich mit dem Beschäftigungsverbot aus der Praxis marschiert.

  • von Schwester76 am 28.08.2012 um 14:19 Uhr

    Hallo, ich befinde mich in der selben Situation wie Du. Habe seit Jahren eine Angststörung die mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt ist. Arbeite teilweise im Aussendienst auf Provisionsbasis und durch die Schwangerschaft (10. ssw) steigt der Stresspegel wieder enorm an. Heulatacken bei Kunden, Übelkeit und Schwindel beim Auto fahren. Bin daher seit drei Wochen auch nur im Büro, verdiene dort aber nicht. bzw. sehr wenig.
    Hast Du ein Beschäftigungsverbot bekommen? Wer hat es ausgestellt? Eine Antwort oder ein Rat wären super hilfreich. Ich weiß auch nich mehr wie es weitergehen soll…. Bekomme langsam Existenzängste! Ein Teufelskreis!
    Vielen Dank!!

  • von emmi3003 am 28.07.2012 um 20:30 Uhr

    Habe das auch seit Jahren war allerdings ohne Tabletten !!
    Hab im März eine Tochter bekommen und natürlich ist es nicht verschwunden aber ich muss sagen das es wirklich ablenkt und besser ist !!
    Du kannst es eventuell mit johanniskraut probieren das nehme ich seit der Schwangerschaft !
    Das ist rein pflanzlich und du bist dadurch etwas “ruhiger ” !

  • von mollyvamp82 am 28.07.2012 um 19:08 Uhr

    Ach so,dann versteh ich das natürlich.
    Blaze30, du bist wirklich nicht die einzige,der es so geht in der SS 🙂 Frag deinen HA ob er dir nicht das Verbot ausstellt…ich denke,wenn er dir sonst auch die Medis aus gestellt hat,dann weis er ja sehr gut über dich bescheid.
    Ich hab zum Glück von meiner Chefin aus das Beschäftigungsverbot bekommen (Altenpflegerin) . Was nicht nur daran lag,dass sie keine arbeit hatte,die ich machen hätte können,sondern auch wegen den psychischen Problemen bei mir.
    Mir geht es im laufe der SS auch ab und an mal für paar Tage richtig scheiße,bekomm es aber immer wieder einigermaßen in den Griff.
    Ich drück dir auf alle fälle ganz fest die Daumen,dass es dir bald wieder besser geht

  • von Blaze30 am 28.07.2012 um 17:09 Uhr

    Danke, für die aufbauenden Worte. Es tut gut, zu wissen dass es Menschen gibt, die wissen wovon man selbst spricht…
    Meine therapeutin kann mir das nicht aufstellen. Sie ist ja “nur” Psychotherapeutin. Sie kann mich ja auch nicht krankschreiben. Das muss immer mein Hausarzt oder meine Frauenärztin machen.

  • von mollyvamp82 am 28.07.2012 um 16:43 Uhr

    @sadrina : kann sie sich dann nicht auch von ihrer Therapeutin eins Beschäftigungsverbot ausstellen lassen?

  • von sandrine2003 am 28.07.2012 um 16:16 Uhr

    hallo liebes!
    ich kann sowas von gut nachvollziehen, wie es dir geht. ich leide selber an angststoerung, panikattacken und depressionen seit 2007. %-)
    es ist einfach unglaublich anstrengend den tag damit zu bewaeltigen und jemand, der es nicht selber mal hatte/hat, der kann sich nicht im geringsten vorstellen wie es einem im alltag einschraenkt.
    ich war bis letztes jahr auch mit venlafaxin 150 eingstellt und bin dann ganz gut ohne die medikamente ausgekommen. wir wollten ja ein baby und da sind die medikamnete ja sehr schaedlich, wenn man schwanger wird. ich bin dann auch im februar schwanger geworden und anfangs war auch alles tutti.
    dann in der 8ten woche habe ich von jetzt auf gleich nen absoluten rueckfall erlitten an panikattacken und depris. ich war erst 4 wochen krank geschrieben und als sich immernoch keien besserung eingestellt hat, habe ich von meiner hausaerztin ein beschaeftigungsverbot ausgeschrieben bekommen.
    jeder arzt kann dir ein beschaeftigungsverbot austellen. sollte dein frauenarzt es nicht machen, dann gehe zu einem arzt deines vertauens, der ueber deine psychische krankheit bescheid weiss.
    ich hoffe sehr, dass du deine schwangerschaft bald geniessen kannst und diepanikattacken auch ganz schnell wieder ertraeglich werden und aufhoeren.
    alles, alles gute!!!
    sandra&jacob inside 24+6

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