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Freundin hat HIV -Phobie

specialEditionam 22.06.2012 um 15:29 Uhr

Hey Mädels, vielleicht könnt ihr mir etwas helfen.

Meine beste Freundin hat so panische Angst vor HIV, dass sie (trotz Kondom!) keinen Mann mehr in ihrem Körper ejakulieren lässt und oft überhaupt keinen Sex hat (also freiwillig auf nen ONS verzichtet).

Ihre Angst geht so weit, dass sie sich tagelang nicht konzentrieren kann- sie kann nichts essen weil ihr vor Angst schlecht ist und lernen ist dann natürlich auch Fehlanzeige (sie studiert). Die Angst kommt völlig willkürlich und zufällig. Oft tagelang durchgehend, manchmal ein paar Tage gar nicht. Die arme ist schon völlig verzweifelt, weil es wahre Panikattacken sind.

Das beste ist, dass die Situationen wegen denen sie sich fürchtet, einfach völlig lächerlich sind und das weiß sie auch. Sie hatte zum beispiel einmal panische Angst als sie mit einer frischen Schürfwunde jemandem in der Straßenbahn berührt hat. Sie klebt systematisch jeden kleinsten Kratzer und Gelsenstich mit Pflastern ab- trotzdem holt die Angst sie ein.

Jetzt gerade hat sie wieder eine Panikattacke weil sie einmal das Präejakulat ihres letzten Freundes geschluckt hat (mit dem sie nicht mehr zusammen ist) und weil er ihr einmal auf den Bauch gespritzt hat, als sie auf der Brust einen Gelsenstich hatte.

Liebe Leute, was kann ich noch sagen um sie zu beruhigen?! Sie weiß selbst das die “Gründe” ihrer Angst keine wahren Gefahren für HIV sind- die Angst sitzt ihr aber trotzdem im Schädel.

Sie nimmt den Nuvaring.
In Therapie ist sie bereits.

Mädels, brainstorming bitte… Ich weiß nicht mehr weiter und halte es nicht aus, sie so leiden zu sehen.

Vielen Dank für eure Hilfe

SpecialEdition

Nutzer­antworten



  • von Girl_next_Door am 23.06.2012 um 15:45 Uhr

    @jsengel: Du erkennst offenbar nicht, dass dieses Mädel echte psychische Probleme hat, die sie in ihrem Leben belasten und einschränken. Es geht doch gar nicht primär um Sex, sondern auch andere Situationen. Und sie weiß ja selbst, dass es teilweise lächerlich und übertrieben ist. Und trotzdem verhält sie sich so, deshalb braucht sie da professionelle Unterstützung.

    Is ähnlich, wenn du Angst vor Spinnen hast und deshalb aufn Küchentisch springst, ich dir aber sage, dass die dir nix tun-das ändert an deiner Angst ja auch nix…

  • von jsengel2308 am 23.06.2012 um 15:36 Uhr

    also bite dann soll sie einfach nich mit fremden kerlen schlafen sonder nur die sie kennt oder nur in einer beziehung dann brauch man sich auch nich solche sorgen machen!!! also bitte wenn man ons hat muss man immer damit rechnen sich iwas einzufangen auch mit kondom. ihr tut ja gerade so als wenns ein weltuntergang wäre keine ons zu haben !!! und wenn sie so angst hat soll sie doch ihrem freund vorschlagen das sie beide einfach ma nen test machen dann brauch man sich nich mehr solche sorgen machen.. und ansonsten soll sie einfach zum arzt gehen und sich informieren wann man genau sich mit hiv anstecken kann.. und vllt hilft es ihr zu cheaken das man sich bei hautkontakt nich anstecken kann auch wenn einer ne wunde hat solange nich blut mit einander vermischt wird passiert nichs..

  • von Girl_next_Door am 23.06.2012 um 15:07 Uhr

    Meine Freundin hatte das auch, allerdings nicht ganz so extrem. Sie hat dann auch ne Therapie gemacht und mittlerweile gehts ihr wieder gut.
    Bei ihr lags wohl an einem Schlüsselerlebnis in der Pubertät, das zwar nicht mit Sex zu tun hatte, aber wohl Existenzängste in ihr ausgelöst hat: Ihre Eltern standen kurz vor der Pleite und mussten fast das Haus verkaufen.
    Für mich klingts abstrakt, aber anscheinend hats ihr geholfen, das alles aufzuarbeiten…

  • von Dakota am 23.06.2012 um 11:43 Uhr

    vll sollte sie Therapeut wechseln.. :/ weiß sonst leider auch nichts.

  • von missesnice am 23.06.2012 um 11:25 Uhr

    “was mich aber mal interessieren würde: seit wann ist denn diese ganze panik aufgetreten? gabs da irgendwie ein erlebnis weshalb sie auf einmal so drauf ist? ich meine sie verhütet ja, hatte vorher (so hab ichs verstanden) ONS, also ging sie das thema sex ja doch sehr aktiv an.”

    fänd ich auch mal interessant zu wissen…

    Ahja, noch eine Verbesserung von meinem spätnächtlichen Geschreibsel die ich h.eute ein wenig merkwürdig finde, ich zitiere mich mal kurz:
    “Man sollte immer versuchen, egal ob krank oder gesund oder im rollstuhl oder sonstwas, mit Mut und Freude (plakativ, ich weiß)durchs Leben zu gehen- die einen haben es natürl.leichter, klar”

    Das hört sich arg danach an, dass ich finde egal wie schlecht es einem gesundheitl geht man immer zufrieden mit seinem Leben sein sollte- so meinte ich es aber nicht, vielmehr so das ich die Menschen bewunder, die das eben können und es immer versuchen,und ich finde das man sich an denen ein Vorbild nehmen sollte.so;)

  • von MissEistee am 23.06.2012 um 10:11 Uhr

    finde das was missesnice geschrieben sehr gut.

    ich dachte auch zuerst daran, dass sie das ganze mal intensiv in der therapie angehen sollte, weiß ja nicht weshalb sie hauptsächlich dort ist.
    als freundin kann man da nicht viel tun kann ich mir auch nur gut vorstellen, gerade wenn sich deine freundin da so reingesteigert hat. aber man kann trotzdem mit ihr drüber reden und ich find missesnice ansatz sie abzulenken sehr gut.

    was ich aber auch krankhaft finde ist allein die sorge ihre ergebnisse seien im labor vertauscht worden.

    was mich aber mal interessieren würde: seit wann ist denn diese ganze panik aufgetreten? gabs da irgendwie ein erlebnis weshalb sie auf einmal so drauf ist? ich meine sie verhütet ja, hatte vorher (so hab ichs verstanden) ONS, also ging sie das thema sex ja doch sehr aktiv an.

    @clauditta: ja das kann ich genauso wenig verstehen. klar wenn man nen festen partner oder ne vertrauenswürdige affäre hat und beide wissen sie sind gesund ist das ne andere sache, aber bei nem ONS ist das für mich unverständlich.
    genauso wie der umgang mit der pille danach…

  • von missesnice am 23.06.2012 um 01:14 Uhr

    Und generell, sie scheint ja einen richtigen “Kult”um die Krankheit zu betreiben (in Foren unterwegs etc)..Wie gesagt, davon würde ich sie weglenken.
    Natürl liegt die Vermutung nahe das sie anderes damit kompensiert..Hoffentl gelangt sie früher oder später an einen Thera der das mit ihr durchgeht.

  • von missesnice am 23.06.2012 um 01:09 Uhr

    Achso, und einfach zum beruhigen- das ist nicht so leicht, wenn sie rein theoretisch eigentlich weiß wie es sich mit dem Potential einer mögl Ansteckung verhält.
    Denn dann immer zu sagen- so schnell steckt man sich nicht an usw, dass dringt ja gar nicht wirkl zu ihrer krampfhaften Angst durch( wieder kann ich nur auf den Thera verweisen).
    Was ich grundsätzl raten würde ist in solchen Situationen Ablenkung von dem Sachverhalt, also versuchen ihr Bewusstsein umzulenken, weg vom Thema krank- hin zum Thema LEBEN.
    Statt über das Thema HIV zu grübeln und sich mit dem damit mitschwingenden unheilbar krank/Tod usw zu beschäftigen würde ich ganz konkret mit ihr über Dinge reden, die sie in ihrem Leben liebt, die sie noch machen will lauter son Kram.
    Ich hab ner depress.Freundin mal so ein Buch erstellt, mit kleinen Aufgaben usw und Musik usw die sie in kritischen Momenten hören/machen sollte, um sich abzulenken und zu normalisieren( das ersetzt KEINE Therapie!).
    Und was die Angst an sich angeht- Konfrontation, ja aber mit Fachleuten.

    Wie gesagt ich bin einfach kein Therapeut, und kann nur Laienhaft einschätzen was ich machen und sagen würde.Finde das in dem Fall def. nicht ausreichend…

  • von missesnice am 23.06.2012 um 00:59 Uhr

    Das ist wirklich schwierig, und ich sehe mich (und dich )im Grunde nicht dazu befugt, ihr zu helfen- das kann, wie schon angesprochen meiner Meinung nur ein Fachmann(also Psychologe, Therapeut ).
    Trotzdem ist es natürlich bei einer guten Freundin oft nicht damit getan, sich zu sagen ja ah gut, die braucht halt Hilfe da kann ich nichs machen..

    Ich persönlich hatte diese Angst noch nie.
    Ich bin in einem totalen Selbstverständnis mit dem Thema “unheilbare Krankheit”aufgewachsen, da mein Vater Hep C hat.Damit steckt man sich ja auch über Körperflüssigkeiten etc an.
    Ich habe aber von klein auf gelernt, den Menschen zu sehen und nicht die Krankheit.Ich wurde regelmäßig untersucht, habe aber nie einen Gedanken daran verschwendet, dass ich mich anstecken könnte (also natürl.in bestimmten Situation achtsam gewesen usw, aber es war nich die ganze Zeit präsent).Als ich in Afrika mit HIV/aids kranken kindern gearbeitet habe, hat mir das sehr geholfen.
    Ich denke gar nicht, dass diese Angst vor der Krankheit das eigentliche Problem ist, aber was ich jdm sagen würde wäre wahrscheinlich das er/sie anfängt sich von einer Krankheit beherrschen zu lassen, mit der er/sie gar nicht identifiziert ist- das kann doch nicht das sein, was sie will.
    Man sollte immer versuchen, egal ob krank oder gesund oder im rollstuhl oder sonstwas, mit Mut und Freude (plakativ, ich weiß)durchs Leben zu gehen- die einen haben es natürl.leichter, klar.
    Warum verbaut sie sich das selber?
    Sie hat die Möglichkeit, ihr Leben gesund zu leben, denn sie IST gesund.
    Sie verhält sich, als wäre sie schon krank.Wovor dann die Angst?Sie schränkt sich auch ohne die Krankheit schon extrem ein.
    Soviel Spielraum sollte man einer potentiellen Gefahr nie einräumen.
    Im Gegenteil- sie sollte ihre Gesundheit genießen.
    Vorbei sein kann es mit der jeden Tag, aber wenn man in ständiger Angst davor lebt, dann ERlebt man sie nie.

    Aber ehrlich gesagt, dass ist alles nur so pseudo Gelaber.
    Ich glaube nicht das ihr wirkl was davon hilft..:/

  • von Clauditta am 22.06.2012 um 23:54 Uhr

    Tönt extrem! Vielleicht wäre es wirklich nicht schlecht, wenn sie sich mal von einem Arzt oder bei einem Aids Center (vielleicht zusammen mit ihrem Therapeuten) über HIV besser informieren würde. Alles Gute wünsche ich ihr!

    Auf der anderen Seite verstehe ich die Sorglosigkeit nicht, die – auch hier im Forum – ganz viele an den Tag legen. Weil “man beim Sex nicht so viel spürt” verzichten zu viele auf ein Kondom und schlucken die Pille-Danach wie Smarties …

  • von specialEdition am 22.06.2012 um 16:06 Uhr

    Chiara: Ja, ich hab ihr mal geraten den Therapeuten zu wechseln- aber sie hat den ihren ziemlich gerne und schon einige male gewechselt weil sie mit denen vorher nicht klar kam.. und ich glaube mittlerweile bekäme sie ein Problem damit, dass bezahlt zu bekommen wegen der häufigen wechslerei etc. Ich glaube, sie ist einfach nur froh, endich mal irgendeinen Psychologen gefunden zu haben, der ihr zusagt.

    Das mit dem “stellen” ist denke ich nur eine gute Idee, wenn sie dabei einfühlsamst betreut wird- ansonsten ist es nur neuer Stoff für Panik. Sie ist viel in Foren unterwegs wo es Leute gibt die positiv sind, aber das schürt ihre Angst nur extrem.

    Danke für deine Mühe.

  • von specialEdition am 22.06.2012 um 16:01 Uhr

    Chiara: Natürlich weiß sie, dass das maßlos übertrieben ist. Sie weiß auch THEORETISCH, dass sie sich so nicht angesteckt haben kann. Aber im Gefühl hat sie einfach die Angst sitzen die sich einfach durch NICHTS vertreiben lässt- obwohl sie ja weiß, das es lächerlich ist.

    Nein, die Therapie hilft gar nicht. Sie fühlt sich danach überhaupt nicht besser oder sonst was (sie hat die Therapie aber auch nciht deshalb angefangen sondern aus nem anderen Grund- aber sie spricht dieses Thema jede Woche an).

    Das mit den Ärzten sprechen werd ich ihr mal raten, danke.

  • von specialEdition am 22.06.2012 um 15:48 Uhr

    sie hat keinen Partner.

    und sie macht sehr regelmäßige Tests, der nächste steht für Donnerstag. Das Problem ist: sie macht sich dann Sorgen, dass das Ergebnis nicht korrekt war, im Labor vertauscht wurde oder sonst was. Das hilft also nur ein paar Minuten.

  • von specialEdition am 22.06.2012 um 15:32 Uhr

    Ach ja- und sie hat schon mal nen Kerl, der sie sehr gerne hatte, durch diese Angst “vergrault” weil sie sich natürlich beim Sex überhaupt nicht gehen lassen kann o.ä.

    wie gesagt- ich brauche momentan einfach mal möglichst viele Argumente um sie zu beruhigen- damit erst mal die erste “Panik” weggeht und sie wieder klar denken kann. Vielen Dank.

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