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Jessica Tomalaam 28.09.2018

Die Suche nach dem richtigen Glätteisen für die Haare ist eine Wissenschaft für sich. Denn natürlich wollen wir einen Haarglätter haben, der uns bestmögliche Ergebnisse liefert und unseren Haaren dabei so wenig wie möglich schadet. Gar nicht so einfach, das richtige Produkt zu finden. Gut, dass ich dir schon mal etwas Arbeit abgenommen und vier Glätteisen aus unterschiedlichen Preissegmenten für dich getestet habe.

Die Testprodukte

Die vier Glätteisen, die ich mir für unseren Test genauer angeschaut habe, sind alles Haarglätter, die meine Kolleginnen und ich im Alltag benutzen. Sie kosten zwischen 30 und 159 Euro und sind alle sowohl zum Glätten der Haare als auch zum Locken machen geeignet. Für ein Produkt gibt es nur noch die Nachfolgeversion auf dem Markt. Und das sind sie:

    1. Ermila Magic Straight (ca. 50 Euro)
    2. Braun Satin Hair 7 Sensocare (ca. 56 Euro)
    3. Grundig Glamstyler in Pink (ca. 30 Euro)
    4. ghd Gold Styler by Lulu Guinness Limited Pink Edition (ab 159 Euro)

In der Bildergalerie verrate ich dir, was du über die technischen Voraussetzungen der Glätteisen wissen solltest und sage dir auch, wo du sie nachkaufen kannst:

Das solltest du über die vier Testprodukte wissen

So habe ich getestet

Ich habe jedes Glätteisen benutzt, um zwei Strähnen meiner Haare zu glätten und ein paar Strähnen zu locken. Wissen solltest du noch, dass ich dickes Haar habe, das allerdings etwas von Spliss angegriffen ist und dass ich meine Haare färbe. Zumindest den Ansatz, wegen der unschönen grauen Strähnen, die da leider schon auftauchen. Jedes Glätteisen habe ich lang genug aufheizen lassen, meine Haare, die ich am Tag vorher gewaschen hatte, mit etwas Hitzeschutz* besprüht und dann losgelegt. Ich zeige dir jetzt gleich die Ergebnisse in ein paar Bildern. Wundere dich aber nicht, dass ich einen Filter genutzt habe: Ich war krank und wollte dir meine Schniefnase ersparen.

Das sind die Ergebnisse

Ermila Magic Straight

Ergebnisse des Ermila Magic Straight Glätteisens: Mäßig glatt nach mehreren Anläufen, dafür aber schön gelockt.

Das erste Glätteisen, das ich ausgetestet habe, war der Ermila Magic Straight Haarglätter. Ein No-Name-Produkt, das es in der Version, die ich getestet habe, nicht mehr zu kaufen gibt. Dafür aber in der Nachfolgeversion als Ermila Magic Straight Haarglätter +*. Vom Glättungseffekt bin ich leider nicht so begeistert, da ich bei einer Temperatur von 200°C ein paar Mal mit dem Magic Straight Haarglätter über die Strähnen gehen musste, bis sie einigermaßen glatt waren. Das Glätteisen ließ sich leicht über die Haare ziehen, allerdings dampfte es meinem Empfinden nach recht stark. Ich konnte die Haare danach fast nicht anfassen, weil sie so heiß waren. Besser hat mir die lockige Strähne gefallen, die ich mir mit dem Glätteisen gezaubert habe. Der Haarglätter ließ sich sehr leicht eindrehen und die Strähne hatte meinem Empfinden nach genau den richtigen Schwung.

Grundig Glamstyler

Ergebnisse des Grundig Glamstylers: Solide Qualität für einen kleinen Preis. Die Locken lassen etwas zu wünschen übrig.

Danach folgte mit rund 30 Euro das günstigste Glätteisen aus meiner Testreihe: der Grundig Glamstyler*. Nachteil für mich: Er ist mir zu Pink! Aber es kommt ja nicht auf die Farbe an. Kommen wir zu den Ergebnissen: Schon nach dem ersten Glätten war ich recht zufrieden, nach dem zweiten Mal sehr glücklich! Auch den Glamstyler habe ich auf 200°C erhitzt, allerdings hat er bei Weitem nicht so gedampft, wie das erste Glätteisen. Ein super Ergebnis! Da der Grundig Glamstyler auch dazu gedacht ist, Locken zu stylen und dafür extra abgerundete Kanten hat, habe ich die auch gleich ausprobiert. Leider bekam ich nicht den richtigen Schwung rein. Die Hitze scheint abzunehmen, denn je näher ich mir die Haarspitzen anschaue, desto mehr hängen diese einfach nur schlaff herunter und haben überhaupt keine Sprungkraft. Ein weiterer Punkt, der mich etwas nervt: Man muss den Glamstyler recht häufig reinigen, was du übrigens eh tun solltest, da Rückstände von Haar-Pflegeprodukten schnell auf den weißen Heizplatten zu sehen sind.

Braun Satin Hair 7 Sensocare

Ergebnisse mit dem Braun Satin Hair 7 Sensocare: Sieht ganz schön aus!

Nach der zweiten Glättungsrunde sind meine Haare schon etwas strapaziert, deshalb stelle ich beim Braun Satin Hair 7 Sensocare* Glättungseisen extra ein Profil für meine Haare ein. Dazu gebe ich die Dicke meiner Haare an, wie lang sie sind und dass ich meine Haare färbe. Die Einstellungen sind schnell vorgenommen und es kann losgehen. Wer nach einem Glätteisen sucht, das nicht nur einfach für ein gutes Styling sorgt, sondern auch noch Feedback zum Glättungsvorgang an sich gibt, wird sich mit diesem Gerät anfreunden können. Denn der Braun Satin Hair 7 Sensocare sagt dir zum Beispiel, ob deine Haare vielleicht noch zu feucht sind, um sie zu stylen und gibt Auskunft darüber, ob du das Glätteisen zu schnell über die Haare ziehst und deshalb schlechtere Ergebnisse erzielst. Vom Ergebnis war ich ganz angetan, sowohl die leichten Locken als auch der Straight Look gefallen mir ganz gut, oder was sagst du?

ghd Gold Styler by Lulu Guinness Limited Pink Edition

Puh, der letzte Haarglätter. Um ehrlich zu sein, tun mir meine Arme schon ganz schön weh! Wenn das kein super Trainingsersatz ist. Der ghd Gold Styler ist mit rund 159 Euro bei Amazon das teuerste Glätteisen, das ich teste. Dafür erwarte ich ziemlich gute Ergebnisse und werde nicht enttäuscht. Es mag auch daran liegen, dass ich meine Haare jetzt schon drei Mal geglättet habe, aber mit dem ghd Gold Styler habe ich zumindest das beste Glättungsergebnis erzielt. Es reicht auf jeden Fall, einmal über die Haare zu gehen, um den Glättungs- und Shiny-Hair-Effekt zu erreichen, den du unten im linken Bild siehst. Liegt vielleicht daran, dass ghd hier mit einer Dual-Zone-Technologie arbeitet, also mit zwei Wärmesensoren, die dafür sorgen, dass die optimale Stylingtemperatur von 185°C vom Ansatz bis zu den Spitzen erhalten bleibt. Übrigens: Falls du den ghd Gold Styler by Lulu Guinness nicht mehr findest, kann ich dir alternativ den ghd Gold Styler in der Limited Edition Glacial Blue empfehlen, dieser ist mit 209 Euro allerdings noch etwas teurer als die Limited Pink Edition.

Ergebnisse mit dem ghd gold Styler: Shiny Straight und wild gewellt.

Auch die sanften Locken sind schnell und problemlos gestylt. Wobei ich sagen muss, das mich da wohl schon etwas die Kräfte verlassen haben, denn ich habe schon schönere Wellen hinbekommen, wenn ich mir die Haare mit dem ghd Gold Styler mal zum Ausgehen gestylt habe. Ganz zu schweigen davon, was für schöne Locken mir eine ghd-Stylistin beim Launch der Limited Pink Edition von Lulu Guinness* in London gezaubert hat:

So sehen Locken aus, wenn sie von einem Profi gemacht wurden.

Für jeden etwas dabei!

Wie du vielleicht beim Lesen gemerkt hast: Jedes Glätteisen hat für mich seinen Job erfüllt! Und um ehrlich zu sein, bin ich von keinem so enttäuscht, dass ich es nicht weiterempfehlen würde. Meine zwei Favoriten sind der Braun Satin Hair 7 Sensocare und der ghd Gold Styler in der Limited Edition. Mit dem Glätteisen von Braun bin ich in der Lage mir die schönsten Locken zu zaubern, was wohl daran liegt, dass die Kanten so schön abgerundet und die Platten recht schmal sind. Das macht die Handhabung für wie mich, die sich die Haare lieber curlt als glättet, einfacher.

Beim ghd Gold Styler konnte ich das beste Glättungsergebnis erzielen und bin dankbar, dass es hier nur eine Temperatur gibt, die ich nicht selbst einstellen muss. Ich habe immer Angst, dass ich meine Haare dabei abfackele, wie das Mädchen im Gif. Wer allerdings nicht so viel Geld ausgeben möchte, findet bei den anderen Glätteisen auf jeden Fall gute, kostengünstigere Alternativen, die sich super zum Glätten und Locken der Haare eignen.

Bildquelle:

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