Unglückszahl 13
Helena Serbentam 09.05.2018

Wir kennen alle einen Menschen, der abergläubisch ist, oder? Jemand, der nicht will, dass du Schuhe verschenkst oder an das Unglück vom Freitag, den 13. glaubt. Doch was bedeutet „Aberglaube“ überhaupt und woher kommen die Geschichten von Dingen, die wir tun oder nicht tun sollten, um Unglück zu vermeiden? Hier findest du eine Übersicht zu allem, was du über Aberglauben wissen solltest.

Was bedeutet „Aberglaube“?

#1 Daher kommt das Wort

Das Wort „Aberglaube“ ist seit dem 12. Jahrhundert belegt und wurde im 16. Jahrhundert verbreitet. Es besteht aus den zwei Wörtern „Aber“ und „Glaube“. Heute wird es als ein Glaube besseren Wissens verstanden. Ursprünglich verstanden die Menschen unter „Aber“ die Worte „nach, wider, hinter“ und sagten damit, dass es Wissen aus alten Quellen sei. Sie gingen von der Wirksamkeit übernatürlicher Kräfte in bestimmten Menschen und Dingen aus. Handlungen und Rituale sollten demnach „mit dem Teufel im Bunde stehen“ und für Unglück sorgen. Aberglauben unterscheidet häufig regional und international und ist mit Religion verbunden. Es gibt aber auch den Glauben an die positive Wirkung von Dingen, wie zum Beispiel dem berühmten vierblättrigen Kleeblatt oder einem Schornsteinfeger.

Kleeblatt Hufeisen

Kleeblätter und Hufeisen sind Glückssymbole.

#2 So ist Aberglaube entstanden

Aberglaube entsteht dann, wenn es eine falsche Verknüpfung von Ursache und Wirkung gibt und diese verbreitet wird. Der Ursprung liegt darin, dass sich Menschen mangels besseren Wissens und wissenschaftlicher Erkenntnisse gewünscht haben, Krankheiten und schlimmen Ereignissen durch Rituale entgegenwirken zu können.

#3 Mittelalter und Hexentum

Der Aberglaube ist auch ein Grund dafür, dass es im Mittelalter in Deutschland und anderswo zu Hexenverfolgungen kam. Da unter anderem davon ausgegangen wurde, dass in einigen Menschen dämonische Kräfte wirken und es keine wissenschaftliche anerkannte Erklärung für Seuchen, Todesfälle und Naturkatastrophen gab, wurden viele Frauen, die als heilkundig galten oder manchmal einfach rote Haare hatten, der Hexerei beschuldigt, angeklagt, gefoltert und ermordet. Die christliche Kirche unterstützte diese Aberglauben. Sie betonte, dass solche Frauen mit dem Teufel im Bunde stehen würden.

Aberglaube heute

#1 Daran glauben die Deutschen

Heute gibt es in Deutschland keine Hexenverfolgungen mehr. Für die meisten Naturphänomene wurden wissenschaftliche Erklärungen und für Krankheiten Ursachen und meist Medikamente gefunden. Doch manchen Aberglauben gibt es immer noch. Die bekanntesten Beispiele sind:

  • Vierblättriges Kleeblatt
  • Sternschnuppe
  • Schornsteinfeger
  • Schwarze Katze
  • Die Zahl 13
  • Hufeisen finden

Genauere Ergebnisse, die aus einer Studie von IfD Allensbach hervorgehen, siehst du hier.

Studie IfD Allensbach 2000

Im Jahr 2000 gaben laut einer Studie von IfD Allensbach 43 Prozent der Befragten an, auf vierblättrige Kleeblätter zu achten.

#2 Vergessener Aberglauben

Andere Volksmythen geraten in Vergessenheit. So kennen immer weniger Menschen die abergläubische Bedeutung des Kuckucksrufs, der Spinne am Morgen, von Schwalbennestern oder was der Freitag zu bedeuten hat. Viele Rituale sind wohl auch vergessen worden, weil sie zu unpraktisch sind: Zum Beispiel galt früher auch, dass Salz borgen Unglück bringt, eine Messerschneide nach oben Streit verursacht oder, dass eine stolpernde Person zurückgehen muss, um wieder über die gleiche Stelle zu gehen. Mache Dinge gelten vielleicht auch einfach als gemein. Zum Beispiel, dass es Unglück bringt, einen Buckligen zu berühren. Vermutlich haben sich die Menschen heute aber auch an die tatsächlichen Ursachen für ihre Probleme gewöhnt.

7 irre Geschichten vom Aberglauben aus aller Welt

Ich bin als Kind mit einem Aberglauben aufgewachsen, den ich bis heute nicht ablagen mag: Wimpernwegpusten und sich etwas wünschen. Aber das ist wohl auch ein sehr harmloser Aberglaube. Bist du abergläubisch und kennst noch weitere Rituale und Mythen, an die du dich hältst? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

Bildquelle:

iStock/shalom3,iStock/AlexRaths,Statista

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