Praktikum: Rechte und Pflichten

Ein Praktikum gehört für viele Berufseinsteiger zum guten Ton. Zwei, drei oder auch mehr Praktika durchlaufen Studenten und Jobeinsteiger oftmals, um zu networken, Erfahrungen zu sammeln und ihr Wissen zu erweitern. Aber welche Rechte und Pflichten hat man als Praktikant eigentlich?

Praktikant

Praktikum: Welche Rechte und Pflichten
hat man?

Bei einem Praktikum, das freiwillig während der Semesterferien, vor oder nach dem Studium abgeleistet wird, hat der Praktikant die gleichen Rechte, wie andere Arbeitnehmer auch. So muss zum Beispiel ein Vertrag abgeschlossen werden und ein Zeugnis ausgestellt werden. Außerdem hat ein Praktikant das Recht auf zwei Tage Urlaub pro Monat sowie auf die üblichen Pausenzeiten.

Theoretisch steht Praktikanten auch eine Vergütung zu – die muss aber lediglich „angemessen“ ausfallen. Obwohl der DGB eine Empfehlung von mindestens 300 Euro monatlich ausspricht, heißt das: von unbezahlt bis großzügig müssen sich Bewerber auf alles einstellen. Auch beim Praktikum darf aber über Dauer und Gehalt verhandelt werden. Gerade Absolventen sollten sich nicht mehr auf unbezahlte Praktika einlassen.

Pflichtpraktikum

Anders sieht es beim Pflichtpraktikum aus, denn das gilt als Teil der akademischen Ausbildung. Deshalb entfallen hier leider viele Rechte, die man als freiwilliger Praktikant hat. Gesetzlich ist weder eine Vergütung, noch das Recht auf Urlaub vorgeschrieben – allerdings nur in den ersten acht Wochen. Alles, was darüber hinaus geht, zählt als freiwilliges Praktikum und wird rechtlich dementsprechend behandelt. Und: auch wenn ein Pflichtpraktikum vor dem Studium absolviert wird, zählt es als ganz normales Beschäftigungsverhältnis.

Keine volle Arbeitskraft

Egal ob Pflicht- oder freiwillig, ein Praktikant ist immer noch ein Praktikant und sollte per Gesetz keine vollständige Arbeitskraft ersetzen – genaugenommen noch nicht einmal eine Hilfskraft. Die Erfahrung der meisten Praktis zeigt allerdings, dass das nur selten der Praxis entspricht. Gerade in wirtschaftlichen Engpässen lösen Unternehmen das Personalproblem gerne mit einem Hospitant. Wer sich auf ein solches Vollzeitpraktikum einlässt, muss aber nicht zwangsweise unglücklich werden. Wichtig für ein gelungenes Praktikum ist vor allem, dass man dabei immer wieder neues lernt und nicht nur „Arbeitserfahrung“ sammelt.

Auch Praktikanten haben Pflichten

Damit beide Seiten glücklich werden, gilt es natürlich auch als Praktikant, einige Verhaltensregeln zu beachten. Lernen kann beispielsweise nur, wer interessiert ist. Fragen, Eigeninitiative und kreative Ideen sind deshalb immer gern gesehen.


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Was denkst du?

  • Bambuchirella am 13.09.2012 um 09:29 Uhr

    Praktikanten werden häufig nur ausgebeutet. Bekommen wenig bis gar kein Geld, arbeiten aber geauso viel und genauso hart wie alle anderen und niemand interessiert sich dafür. In großen Unternehmen sind Praktikanten nur billige Arbeitskräfte, die von cen Chefs keines Blickes gewürdigt werden, bis man einen Fehler macht, dann geht das Gemecker los und man ist der/die Dumme. Dabei bekommt man nicht einmal gesagt, wie man es richtig macht...es ist einfach falsch, geht so nicht und damit basta. Viele Unternehmen interessiert es nicht, dass Praktikanten in erster Linie da sind und Erfahrungen zu sammeln und zu LERNEN!!! Habe in meiner Stundentenzeit so einige Praktika gemacht und meine Erfahrungen waren nie so großartig. Habe einfach versucht das Beste draus zu machen und mir jedes Mal gesagt "Es ist für die Zukunft" und "Was einen nicht umbringt, mach stärker" 😀

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  • mrslondon am 03.04.2012 um 08:13 Uhr

    Ich hab bisher auch eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht.. wenn man mies behandelt wird, sollte man sich auf jeden Fall auch wehren! Allerdings muss man dafür auch über seine Recht Bescheid wissen, ansonsten macht das keinen Sinn.. Mein Bruder hat ein Praktikum im Bereich IT gemacht und musste sau viele Überstunden machen, war dann teilweise 11 Stunden pro Tag arbeiten, das ging echt gar nicht! Hier steht zum Beispiel, dass man nicht mehr als 8 Stunden arbeiten darf http://www.meinpraktikum.de/bewerbung/praktikumsrecht und wenn man sowas weiß und nachweisen kann, kommt man auch viel eher gegen unfaire Praktika an.

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  • HoneyKiss am 04.02.2012 um 13:19 Uhr

    das bild ist so gut xD

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  • goldi am 05.01.2012 um 12:45 Uhr

    Ich hab mit meinen Praktika bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht, aber man sollte sich schon vorher gut informiern und überlegen, wo man sein Praktikum absolvieren möchte... behütet vor bösen Überraschungen...

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  • Lotti2612 am 22.09.2011 um 10:46 Uhr

    Ich hab bis jetzt nur positive Erfahrungen mit meinen Praktika gemacht.

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  • CrazyLisa90 am 30.08.2011 um 19:41 Uhr

    Ich finde auch, dass man meistens als Hilfskraft angesehen wird und nicht nur als Praktikantin.

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  • Iddam am 19.06.2011 um 21:37 Uhr

    Praktikum finde ich sche.... und zwar aus guten Grund. Als ich in meiner Ausbildung war, haben die Ausbilder diemir was lernen und mir helfen sollten nur den Depp vom Dienst gesehen. So sagten sie mir wortwörtlich" wir wollen dich als Ressource anwenden"! ANWENDEN, nach was klingt das ? Genau, nach Ausbeute. Was sie aber bei der Geschichte übersehen haben, es war ein PFLICHTPRAKTIKUM, was sie von mir verlangten war ungesetzlich. Ich darf und durfte keine vollwertige Arbeitskraft ersetzen. Das einzige was meine Auusbilderin wollte war, sich so oft wie möglich verkrümeln, ihre Pflichten mir gegenüber schleifen lassen um sich auf meiner Ausbildung selber zu profilieren und ihre Weiterbildung zu machen. Um es kurz zu sagen, von den 2 Wochen die mein Praktikum dauerten habe ich meine Lehrerin vielleicht etwa 5 mal gesehen! Heute habe ich das ganze an den Nagel gehängt und mir eine bessere Ausbildung gesucht!Ich muss sagen dass ich mir in den Praktikas immer ausgenützt vorgekommen bin, ein Sündenbock den man weder bezahlen noch zu respektieren braucht. Echt das Letzte!

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  • noreen21 am 19.06.2011 um 09:44 Uhr

    praktikas fand ich sehr intressant

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