Resturlaub

Insbesondere im Dezember geraten viele Arbeitnehmer alljährlich in Panik: Was soll bloß mit dem ganzen Resturlaub geschehen, der mir eigentlich noch zusteht? Kann ich ihn noch ins nächste Jahr mitnehmen oder müssen sämtliche Urlaubstage bis Silvester verbraucht sein? Wir bringen Licht ins Dunkel und beantworten Dir die wichtigsten Fragen rund um Deinen Resturlaub.

Im Frühjahr warst Du krank, im Sommer hatten natürlich die Kollegen mit Kindern Vorrang und im Herbst stand das wichtigste Projekt des Jahres an – wenn Urlaubstage aus welchen Gründen auch immer nicht genommen werden können, sammelt sich zum Ende des Jahres hin schnell ein erstaunlich großer Resturlaub an. Meist findet sich aber durch den üblichen Weihnachtsstress am Arbeitsplatz auch im Dezember nicht die Zeit, um die noch vorhandenen Urlaubstage abzubummeln. Doch was geschieht mit Deinem Resturlaub, wenn Du ihn an Silvester noch immer auf dem Konto hast? Kannst Du ihn ins nächste Jahr mitnehmen oder verfällt er auf Nimmerwiedersehen?

Resturlaub: Wie sind die Regeln?

Der Resturlaub kann am Jahresende eine schöne Zeit bescheren

Grundsätzlich gilt: Die gesetzlichen Regelungen zu Deinem Urlaubsanspruch sind im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) geregelt. Der Passus, der über den Umgang mit Resturlaub informiert, befindet sich in Artikel 7, Absatz 3. Dort heißt es, dass der Urlaub im laufenden Kalenderjahr gewährt und genommen werden muss, in dem er erarbeitet wurde. Dies hat sowohl für Dich als auch für Deinen Arbeitgeber weit reichende Folgen. So darf Dein Chef Deinen Jahresurlaub nicht einfach ersatzlos streichen, weil gerade zu viel zu tun ist. Gleichzeitig bist Du im Normalfall dazu verpflichtet, Deinen Urlaubsanspruch vor Silvester abzufeiern. Ausnahmen von dieser Regelung sieht der Gesetzgeber nur in wenigen Fällen vor, „wenn dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe dies rechtfertigen“. Kann der Resturlaub beispielsweise nicht mehr genommen werden, weil Du andere Kollegen im Weihnachtsgeschäft ersetzen musst oder Du selbst krank geworden bist, kannst Du mit Deinem Chef demnach eine Übernahme des Urlaubs ins neue Jahr vereinbaren.

Resturlaub: Der Übertragungszeitraum läuft bis zum 31. März

In derartigen Fällen wird Dir der Resturlaub des ablaufenden Kalenderjahres für das neue Jahr gutgeschrieben. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Du die mitgenommenen Urlaubstage für einen ausgedehnten Sommerurlaub oder sogar bis zum nächsten Weihnachtsfest aufsparen darfst. Auch in diesem Fall setzt das Bundesurlaubsgesetz Richtlinien. So muss der übertragene Resturlaub in der Regel im ersten Quartal, d.h. bis zum 31. März des Folgejahres genommen werden, wenn er nicht doch verfallen soll. Über den für Dich geltenden Arbeits- oder Tarifvertrag steht es Dir jedoch frei, mit Deinem Chef individuelle Termine festzulegen, bis wann die Urlaubstage verbraucht sein müssen.

Du verfügst auch im Dezember noch über Resturlaub? Dann wirf am besten einen Blick in Deinen Arbeitsvertrag, um Dich darüber zu informieren, wie der Umgang mit den verbliebenen Urlaubstagen in Deiner Firma geregelt ist. Auch ein Gespräch mit Deinem Vorgesetzten kann Unklarheiten schnell aus dem Weg räumen.

Bildquelle: © haveseen / iStock / Thinkstock


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Was denkst du?

  • highahwaa9Aet am 04.11.2015 um 12:14 Uhr

    Ich versuche immer, die Tage zwischen den Jahren im büro zu sein, da kann ich aufräumen und ansonsten stressfrei eine ruhige Kugel schieben. Urlaubstage nutze ich wenn mehr zu tun ist.

    Antworten