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Studium: Soft Skills inklusive

Studium: Soft Skills inklusive

Kommunikationsfähigkeit, Teamgeist, Flexibilität: Soft Skills, ohne die man kaum mehr Karriere macht, Soft Skills, die in jedem Jobprofil verlangt werden - und jedem Absolventen den Angstschweiß ins Gesicht treiben. Denn was, wenn man gerade frisch von der Uni kommt und keinerlei Berufserfahrung vorzuweisen hat? Wo, wenn nicht im Job direkt, sollte man diese Soft Skills erlernt und seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt haben? Doch genau hier liegt der Denkfehler. Die ideale Gelegenheit, um genau diese Fähigkeiten zu trainieren und Soft Skills zu erlangen, ist nämlich das Studium!

Bringt einem mehr als man denkt: das Studium
Im Studium kann man mehr lernen als erwartet.

Oft läuft das Erlernen von Soft Skills ganz unbewusst ab. Viele Absolventen wissen nicht einmal, dass sie in Wahrheit doch schon ganz schön flexibel, kommunikativ, belastbar und teamfähig sind, also die Soft Skills mitbringen, die auf dem Arbeitsmarkt gesucht werden. Wir stellen Euch fünf typische Soft Skills vor, die jeder Student im Laufe seines Studiums praktisch nebenbei erwirbt.

Soft Skills 1: Die Fähigkeit, zu kommunizieren üben Studenten in jedem Seminar. Seinen eigenen Standpunkt vorstellen, begründen, Pro- und Contra-Argumente sammeln – und bei alldem den Gesprächspartner nicht vor den Kopf stoßen: Verhaltensweisen, die aus dem Alltag eines Studenten nicht wegzudenken sind, oder?

Soft Skills 2: Auch die viel beschworende Teamfähigkeit ist an der Uni Pflichtfach: Denn wo lernt man Teamgeist besser als bei gemeinsamen Referaten oder einer Projektarbeit? Planung, Recherche und Präsentation müssen im Studium gemeinsam bewältigt werden – genauso wie später im Job. Dabei sollten Studenten auch ruhig mal in verschiedene Rollen schlüpfen und sich an ungewohnten Arbeitsfeldern üben um ihre Soft Skills zu erweitern. Heißt: bloß nicht immer die Recherche übernehmen, weil man zu schüchtern ist und sich vor der mündlichen Präsentation drücken möchte. Genauso verkehrt ist es aber auch, nie mal im Hintergrund zu agieren, sondern immer sofort Hier zu schreien, nur weil man sich selbst so gerne reden hört. Im Berufsleben kann man es sich schließlich auch nicht immer aussuchen. Und genau darum sollte man schon jetzt den Weg der eigenen Angst gehen. Nur so ist eine persönliche Weiterentwicklung und der erwerb neuer Soft Skills möglich – und genau das wird auch in jeder Führungsposition erwartet.
Und sollte es dann mit der Zusammenarbeit doch nicht reibungslos funktionieren? Richtig: ein willkommenes Training der Kompromiss- und Konfliktfähigkeit. Sich auch mal zurücknehmen, anderen helfen oder Probleme aufzuzeigen: Soft Skills, ohne die im Studium wie auch im Berufsleben gar nichts läuft.

Soft Skills 3: Auch Zeitmanagement und Selbstorganisation sin Soft Skills die in jedem Job verlangt werden – und sind das tägliche Brot eines Studenten. Seminare auswählen, Vorlesungen vor- und nachbereiten und natürlich die Prüfungsvorbereitung: Ohne strukturierte Zeiteinteilung und selbständige Organisation kaum möglich.

Soft Skills 4: Und gelingt dies einmal nicht, steht man ganz schnell unter Druck. Wunderbar! Ganz automatisch übt man sich in Stressresistenz. Schließlich gibt es im Studium unzählige Deadlines, die es einzuhalten gilt, und wer von uns kennt sie nicht: die berühmten Prüfungsphasen, die von der Motivation („Diesmal fange ich rechtzeitig an!“) über Nachlässigkeit („Ein bisschen Erholung habe ich mir schon noch verdient“) bis hin zur totalen Panik in der Endphase („Ich schaffe es diesmal wirklich nicht mehr“) gehen. Mit der Prüfungsvorbereitung bis fünf vor zwölf zu warten und dann auf den letzten Drücker effektiv zu arbeiten? Alltag für die meisten Studenten und eins der wichtigsten Soft Skills. Spontan ein Projekt zu übernehmen, unter hohem Zeitdruck zu arbeiten und das vermeintlich Unmögliche doch noch zu bewältigen? Was so manchen Arbeitnehmer in nackte Panik versetzt, ist für viele Studenten selbstverständlich. Weil sie es gar nicht anders kennen. Genauso wie die viel gepriesene Flexibilität: Wo könnte man die besser erlernen als im Studium, wenn man auf völlig verschiedene Klausuren mit völlig verschiedenen Inhalten parallel lernen muss – und dabei immer noch den Überblick über den gerade aktuellen Stoff behalten soll? Und das alles mit einem gewissen Understatement: „Das schaffe ich schon irgendwie“. Eine Mentalität, die jedem Arbeitgeber willkommen ist. Und welche die eigene Belastbarkeit, auch in Stress- und Drucksituationen, beweist.

Soft Skills 5: Last but not least lernt man vor allem eines im Studium: Verantwortung zu übernehmen. Etwa im Allgemeinen Studierendenausschuss, der beliebt-berühmten AStA. Nicht nur, dass man dabei lernt, sich vor Kollegen und öffentlich zu präsentieren. Das Engagement beweist, dass man sich breitflächig interessiert, über den eigenen Tellerrand hinausschaut – und vor allen Dingen: dass man bereit ist, immer ein wenig mehr zu tun, als die eigentliche Rolle verlangt. Ein Profil, wie es hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte mitbringen.

Ihr seht selbst, im Studium lassen sich fast im Vorbeigehen die wichtigsten Soft Skills für den Job erwerben. Man muss nur mal genau hinschauen. Um dann selbstbewusst ins Berufleben zu starten: Teamfähigkeit, Flexibilität, Belastbarkeit? Alles kein Problem – diese Soft Skills habt Ihr schon tausendmal erlernt, erprobt, erwiesen.

Bildquelle: © dreamstime, iStockPhoto / gpointstudio

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