Fluglotse

Frage: Ich bin nur durch Zufall auf die Ausbildung zum Fluglotsen gestoßen. Ich habe mich dann weiter informiert und herausgefunden, was man können sollte und wo die Stärken liegen sollten. Ich war schon immer gut im logischen Denken und räumlichem Vorstellungsvermögen und ich liebe die englische Sprache. Mein Problem ist nun, dass es ein sehr hartes Auswahlverfahren gibt und ich nicht weiß, ob es sich lohnt, sich überhaupt zu bewerben. Was passiert bei einer medizinischen Untersuchung vom Arbeitgeber? Welche Krankheiten darf man als Fluglotse nicht haben? Und stimmt es, dass es der stressigste Job überhaupt ist? Dankeschön für die Hilfe.

Antwort: Hallo,

der Beruf des Fluglotsen wird deshalb als so stressig angesehen, weil ein Fluglotse eine enorme Verantwortung trägt. Er muss immer hochkonzentriert arbeiten, multi-tasking fähig sein, ein sehr gutes Gedächtnis für Zahlen haben und schnell reagieren können. Wenn Du Dir vorstellen kannst, dass Dir dieser interessante, aber eben auch anspruchsvolle Job gefallen könnte, solltest Du es auf jeden Fall mal mit einer Bewerbung probieren.

Eine Garantie gibt es wohl nicht, dass Du das Auswahlverfahren überstehst. Trotzdem bietet die Deutsche Flugsicherung (dsf) 2010 über 180 Ausbildungsplätze an, die besetzt werden wollen. Wichtig bei Deiner Entscheidung ist, dass Du Deine eigenen Fähigkeiten einschätzen kannst. Ob Du das Verfahren bis zum Ende überstehst wird sich dann erst zeigen, wenn Du daran teilnimmst. Da die gestellten Tests und Aufgaben ständig variieren, rät die dsf übrigens von Vorbereitungsseminaren ab. Mit dem Lotsentest kannst Du aber schon mal spielerisch herausfinden, ob Dir die Tätigkeit des Fluglotsen liegt.

Bei der medizinischen Eignung spielen vor allem Augen und Ohren eine Rolle, weil sie die Hauptwerkzeuge eines Fluglotsen sind. Brille oder Kontaktlinsen sind kein Hindernis, solang die Sehschwäche nicht stärker als +/- 5 Dioptrin ist. Dein Farbensehen sollte einwandfrei sein, außerdem darfst Du keine chronischen Krankheiten haben, die Dich beeinträchtigen. Die genauen medizinischen Richtlinien gibt das Luftfahrt-Bundesamt heraus.

Auch die Arbeitszeiten eines Fluglotsen sind wohl nichts für jedermann. Da der Verkehr am Himmel nie Feierabend macht, arbeiten Fluglotsen im Schichtdienst. Eine normale Schicht ist circa acht Stunden lang, allerdings muss alle zwei Stunden eine Pause eingelegt werden, damit die volle Konzentrationsfähigkeit des Lotsen gewährleistet ist. Dieser stressige Job wird auch relativ gut vergütet – ein voll ausgebildeter Fluglotse verdient zwischen 4900 und 6900 Euro Brutto im Monat, dazu kommen noch Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsschichten.

Wenn Du denkst, dass Dir der Beruf Spaß machen würde und Deine Stärken in diesem Bereich liegen, solltest Du Dich von einem schwierigen Auswahlverfahren nicht abhalten lassen. Denn wenn Du es nicht probierst, kannst Du es auch nicht schaffen.


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