Ausgebeutet?

Praktikum: Studie zum Thema veröffentlicht

Praktika gehören zum Pflichtprogramm im Studium. Doch mehr ist nicht gleich besser. Eine aktuelle Studie zeigt, dass mit der Anzahl der Praktika nicht auch automatisch die Chancen auf den Job steigen. Was zählt sind Noten, Studienfach und Geschlecht – und nicht die Mitgliedschaft in der Generation Praktikum.

Ein Praktikum sollte genau durchdacht sein.

Praktikum? Nur nicht übertreiben.

Viele Studenten absolvieren mittlerweile Unmengen von Praktika, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Dass das nicht immer zum Erfolg führt, fand Hochschulforscher Andreas Sarcletti heraus. In seiner Studie „Die Bedeutung von Praktika und studentischen Erwerbstätigkeiten für den Berufseinstieg“ stellt er heraus, dass es nicht unbedingt auf die Anzahl der Praktika ankommt und die Generation Praktikum womöglich auf dem falschen Weg ist.

Gerade in naturwissenschaftlichen Studienfächern wie Chemie oder Physik hat ein Praktikum kaum Bedeutung. Sinn macht dagegen ein Praktikum im Bereich- der Sozial- und Geisteswissenschaft. Hier müssen sich Studenten oftmals erst zwischen den zahlreichen Möglichkeiten des Arbeitsmarktes orientieren und schlittern womöglich etwas unfreiwillig in der Generation Praktikum.

Auch zum Kontakte knüpfen soll ein Praktikum hilfreich sein. Die Studie zeigte jedoch, dass gerade einmal ein Fünftel der Unternehmen Arbeitskräfte einstellt, die sie durch Praktikum oder Nebenjobs kennen.

Ganz ohne Praktikum kommt man allerdings auch nicht aus. Am meisten Sinn mache dies laut Scarletti gegen Ende des Studiums. So brächten die Studenten schon Fachwissen mit und könnten sich am Arbeitsleben aktiv beteiligen.

Im Schnitt haben Deutsche Studenten am Ende ihres Studiums zwei bis drei Praktika absolviert. Im Interview mit der „Zeit“ sagte Scarletti allerdings, dass es keinen Königsweg gebe. Wer bereits nach dem ersten Praktikum den Traumberuf gefunden habe, solle sich lieber einen berufsbezogenen Nebenjob suchen und sich von der Generation Praktikum verabschieden.

Bildquelle: © iStockPhoto / Goodluz


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