ANZEIGE

So geht die perfekte Detox-Kur – und warum sie so wichtig für dein Leben ist

Detox – diesen Begriff hört man gerade zu Beginn eines neuen Jahres häufig …  Aber was bedeutet das eigentlich konkret? Ist es ein ganz neues Konzept oder gibt es das schon länger? Und welche Gründe sprechen dafür, dass du eine Detox-Kur mal ausprobieren solltest? Eine kleine Einführung, wie Entgiften funktioniert – körperlich, mental und seelisch. 

Das bedeutet Detox: 

Beschäftigst du dich mit gesunder Ernährung, kommst du an dem Begriff Detox nicht vorbei. Er ist die Kurzform des englischen Detoxification, was man mit Entgiftung übersetzen kann.

Diese Entgiftung kann sich auf vieles beziehen – meist auf die Folgen einer ungesunden Ernährungsweise, eines stressigen Lebensstils oder auf Schadstoffe, die über die Umwelt aufgenommen werden.

Gerade bei Promis ist es angesagt, regelmäßig Detox-Kuren einzulegen. Ein Extrembeispiel ist der „Master Cleanse“ (Fan ist Beyoncé), bei dem man ein paar Tage nur Wasser vermischt mit Zitronensaft, Ahornsirup und Cayenne-Pfeffer trinkt.

Immer wieder hört man derzeit auch vom intermittierenden Fasten, bei dem man innerhalb eines Zeitfensters von sechs Stunden etwas isst, sonst nicht – Jennifer Lopez und Heidi Klum sollen darauf schwören.

Food-Blogger wie Anna Sharypova lieben etwas sanftere, vegane Kuren mit gedünstetem Gemüse, kaltgepressten Säften und Smoothies.

Mittlerweile gibt es in einigen Großstädten sogar das Konzept des gesunden Feierns. Dabei trifft man sich in aller Hergottsfrühe zu Detoxpartys, bei denen man anstatt mit Alkohol lieber mit grünen Smoothies zur Musik tanzt. 

Eine kleine Geschichte des Detox: 

Eine hippe neue Erfindung ist das Konzept vom Detoxen nicht: Bei den Hindus etablierte sich innerhalb der etwa 5000 Jahre alten Ayurveda-Lehre die sogenannte Panchakarma-Kur, bei der die jeweilige Lebensenergie des zu Behandelnden wiederhergestellt werden soll – etwa durch Stirnölgüsse, Massagen oder die Einnahme von Ghee.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin versuchte man sich vor etwa 3000 Jahren an verschiedenen Methoden, das „Qi“ im Körper frei fließen zu lassen. So geht es in der TCM etwa bis heute darum, verschiedene Energiepunkte im Körper mit Akupunktur-Nadeln zu bearbeiten oder die richtigen Kräuter für spezielle Leiden zu verabreichen.  

Der Vater der Heilkunde, der griechische Arzt Hippokrates (um 460 v. Chr. bis etwa 370 v. Chr), war davon überzeugt, dass das Fasten eine tiefgreifende Heilmethode darstellt. So wird ihm folgendes Zitat zugeschrieben: „Wer stark, gesund und jung bleiben will, sei mäßig, übe den Körper, atme reine Luft und heile sein Weh eher durch Fasten als durch Medikamente.“

Außerdem befasste er sich mit der Viersäftelehre, die besagt, dass im menschlichen Körper verschiedene „Säfte“ bestehen, die ins Gleichgewicht gebracht werden müssen. Im Corpus Hippocraticum wird empfohlen, schädigende Säfte durch Aderlass oder Schröpfen auszuleiten.

Im Mittelalter ist vor allem Hildegard von Bingen (1098 bis 1179) hervorzuheben, die das Fasten an etlichen Stellen ihrer Schriften lobend erwähnt und es als gutes Mittel gegen Lasten wie Wollust beschreibt. 

Der bewusst vorgenommene Verzicht auf Essen etablierte sich im Laufe der Zeit als ein religiöser Akt und hat bis heute seinen Platz in den Weltreligionen. So fastet man im Christentum 40 Tage vor Ostern.

Auch im Islam gibt es mit dem Ramadan ein jährlich festgelegtes Fastenritual. Eine wichtige Motivation dabei ist, dass man sich dank des Fastens intensiver auf seinen jeweiligen Glauben besinnen und somit Gott oder Allah näher kommen kann.      

Der häufig im Zusammenhang mit Fasten oder Detox verwendete Begriff der „Schlacken“ stammt von dem deutschen Arzt Otto Buchinger, der in den 1930er Jahren das Buchinger-Heilfasten populär machte. Dabei entleert der Patient seinen Darm von jeglichen überflüssigen Ablagerungen oder eben „Schlacken“ durch Glaubersalz und nimmt hauptsächlich Gemüsebrühe, Säfte und Tee zu sich.  

Darum geht es beim Detox:

Durch den Fortschritt der Medizin weiß man inzwischen mehr darüber, welche Kur dem Körper tatsächlich helfen kann und welche nicht. So ist etwa Ayurveda bis heute in Mode und wird gerade von Heilpraktikern immer wieder empfohlen.

Aber vier Säfte im Körper in Balance zu bringen? Daran glaubt heute keiner mehr. Auch die Annahme, es gebe Schlacken im Körper, von denen man sich reinigen muss, sieht die heutige Schulmedizin mit kritischen Augen. So weiß man, dass sich im Darm keine Ablagerungen bilden und dass das Prinzip der Entschlackung damit überholt ist. 

Dennoch geht man vor allem in der Naturheilkunde und Alternativmedizin davon aus, dass eine Entgiftungskur für den menschlichen Organismus eine Erleichterung ist. Denn wir sind permanent von schädlichen Einflüssen aus Abgasen und Feinstaub, Rückständen von Schwermetallen oder Pflanzenschutzmitteln in bestimmten Lebensmitteln, ungesunder Nahrung mit vielen Zusatzstoffen, Nikotin- und Alkoholkonsum oder giftigen Kosmetika und Kleidung umgeben. Unser häufig sehr stressiger Lebensstil mit wenig Bewegung tut sein Übriges. 

Leber, Niere, Darm, Lymphsystem und Haut stellen effektive Entgiftungsorgane dar; sie sind folglich in der Lage, unerwünschte Stoffe auszuscheiden. Detox-Anhänger glauben jedoch, dass sich heutzutage so viele Schadstoffe um uns herum befinden, dass unser Körper Schwierigkeiten damit hat, alle rasch und vollständig wieder abzutransportieren.

Sind die Ausscheidungsorgane überfordert, werden Gifte eingelagert; dies kann Zellschäden verursachen. Dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns ausgelaugt fühlen, der Teint fahl wird, die Haare schlapp und das Immunsystem anfälliger für Krankheiten.

Daher ist es entscheidend, den Organismus möglichst wenig Schadstoffen auszusetzen bzw. die Gifte so gut es geht zu minimieren. Hier kommt eine Detox-Kur ins Spiel, welche die körpereigenen Entgiftungssysteme unterstützen kann.

So geht die perfekte Detoxkur:

Bei einer ordentlichen Detoxkur solltest du dein Leben ganzheitlich betrachten. Klar, an erster Stelle steht immer die Ernährung bzw. der Verzicht darauf. Aber ein stark reduzierter Gebrauch an reizüberflutender Technik (auch bekannt als „Digital Detox“), Bäder mit Epsom-Salz, viel Bewegung wie Yoga oder bestimmte Entspannungsübungen können zusätzlich hilfreich bei der inneren und äußeren Reinigung sein. 

Ein weiterer Punkt während deines Detox kann es auch sein, deine Wohnung zu entrümpeln. Damit signalisierst du, dass du dich auch in deiner Umgebung von allem Überflüssigen trennen und auf das Wesentliche reduzieren willst. 

Oder wirf einen prüfenden Blick auf deine Kosmetik- oder Haarprodukte. Unterstützen sie deinen Detox? Schau dir zum Beispiel in diesem Video an, wie Model und Influencerin Sofia Tsakiridou ihr schlappes Haar mit neuer Energie versorgt: 

Das bringt dir eine Detox-Kur:

Welche konkrete Maßnahme auch angewandt wird, ob nun traditionelles Buchinger-Heilfasten oder die einwöchige Kur mit grünen Säften und Smoothies: Es geht beim Detox stets darum, sich durch eine äußere Anregung der natürlichen Stoffwechselprozesse oder durch eine aktiv vorgenommene Ausleitung von etwaigen Schadstoffen zu befreien bzw. sie zu reduzieren und damit Körper, Geist und Seele anders auszurichten. Ein Neustart also auf allen Ebenen.

Das dient beispielsweise der Prävention von Krankheiten, mindert Verdauungsbeschwerden oder konstante Müdigkeit und macht dich zudem auch noch schöner, da deine Haut, dein Haar und deine Figur von verschiedenen Detoxmaßnahmen profitieren können – das Außen ist schließlich ein Spiegelbild des Inneren. 

Doch nicht nur die körperliche Gesundheit ist dabei wichtig, sondern auch die seelische. Was fehlt dir? Welche Bedürfnisse musst du öfter zum Ausdruck bringen? Was tut dir gut? Was nicht? Hast du zum Beispiel giftige Beziehungen in deinem Umfeld, die du loslassen solltest? Im Rahmen einer Detox-Kur stellst du dir solche Fragen unweigerlich häufiger; du achtest einfach bewusster auf dich. Das kann dir ebenso neue Lebensenergie schenken.

Das Immunsystem stärken, persönliche Ess-Süchte überwinden, Beziehungen und Umgebung entgiften: Ein erfolgreicher Detox wirkt auf vielen Ebenen. Seit Jahrtausenden beschäftigen sich die Menschen damit, wie das Entgiften und Gesundhalten von Körper, Geist und Seele am wirksamsten funktionieren kann. Experimentiere daher mit verschiedenen Kuren und wähle die Methoden aus, die dir am besten tun.

Idealerweise baust du diese dann Stück für Stück in deinen Alltag ein (trenne dich zum Beispiel in einem täglichen Ritual von etwas, das dich belastet oder trinke jeden Morgen auf nüchternen Magen heißes Wasser mit Zitrone und Apfelessig – schau dir für mehr Inspiration unseren großen Detox-Ernährungsplan an). Und immer dran denken: Bitte übertreibe es nicht mit deinem Detox-Programm; wochenlange, radikale Diäten sind deiner Gesundheit nicht förderlich. Am besten du ziehst vorher einen Arzt zu Rate.