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Kreative Rezeptideen für deine Feiertage: Begleite uns auf einen weihnachtlichen Kulinarik-Streifzug durch Hamburg

Wusstest du, dass in Hamburg eine junge und experimentierfreudige Food-Szene mit unkonventionellen Konzepten auf dich wartet? Grund genug für einen weihnachtlichen Kulinarik-Streifzug durch die Hansestadt. Dazu stellen wir dir passend zur Weihnachtszeit zwei Festtagsrezepte der Hamburger Gourmetköche Thomas Martin und Björn Juhnke vor – ideal für alle Unentschlossenen, die noch nach kreativen und köstlichen Kochideen für die Feiertage suchen.

Hamburg zur Adventszeit – da ist ein Besuch des Historischen Weihnachtsmarktes vor dem Rathaus Pflicht, ebenso wie der Blick von den Landungsbrücken auf die strahlende Elbphilharmonie. Doch gerade wenn sich der eisige Westwind mit dem Duft von Mandeln und Glühwein mischt und das meist nasse Pflaster der Mönckebergstraße von den Reflexen der Weihnachtsdekoration glitzert, gibt es in Hamburg kulinarisch viel für dich zu entdecken.

Denn Essengehen ist in den dunklen Monaten (neben Kopfschütteln über den HSV) eine der beliebtesten Beschäftigungen der Elbmetropolenbewohner. Hamburg ist eine Stadt der Kontraste und scheinbaren Gegensätze; das gilt ganz besonders auch für die Gastro-Szene, die aktuell 16 Michelin-Sterne zählt.  

Casual Fine Dining – der neue Food-Trend  

Derzeit ist in Hamburg das sogenannte Casual Fine Dining der große Trend: Top-Qualität – aber bezahlbar und möglichst entspannt, bitte. Allerorten eröffnen Restaurants, die auf besonders hochwertige regionale und saisonale Produkte setzen, dabei aber nicht für einen Stern, sondern für das Gesamterlebnis des Gastes kochen.

Stell es dir wie folgt vor: Man sitzt relaxed an großen Tischen, isst, was auf den Tisch kommt, und teilt sich Gerichte – wie damals bei Oma.

Das derzeit aufsehenerregendste Beispiel dafür ist wohl das „100/200“ von Thomas Imbusch. In einem Industriegebiet am oberen Ende der Elbe hat der ehemalige Küchenchef von Tim Mälzer ein spektakuläres Restaurant sprichwörtlich um eine Küche herumgebaut. Alles dreht sich – beziehungsweise sitzt – um eine Modeni-Küche, die als der Rolls-Royce unter den Küchen gilt.

Man schaut in Töpfe und Pfannen sowie die überraschten Gesichter der neu ankommenden Gäste, denn die haben weder beim Menü noch mit ihren Tischnachbarn die Wahl. Spätestens beim zweiten oder dritten Gang werden quer über den Tisch die kulinarischen Eindrücke ausgetauscht. Hanseatische Distanziertheit wäre in diesem eher an das Brooklyner Williamsburg erinnernde Ambiente auch einfach unpassend.

Auf der Suche nach Festtagsrezepten? Hier wirst du fündig

Etwas weiter elbabwärts, genau gegenüber der Elbphilharmonie hat 2-Sterne-Koch Thomas Martin mit dem „Louis“ Anfang 2018 ein überraschend relaxtes Pop-up-Restaurant eröffnet. Inzwischen leitet sein ehemaliger Sous Chef Rüdiger Mehlgarten als Küchenchef das Restaurant mit Bar am Kaiserkai 69.

Auch hier wird der Gast freundlich, aber entspannt an eine lange Holztafel gesetzt. Statt eines Menüs gibt es eine Vielzahl von kleinen Tellern. Probieren und Teilen ist das Motto. „Sharing-Prinzip“ wird das auf der Website genannt. Denn „Teilen macht glücklich“, so Martin, der sonst im Jacobs Restaurant im Hotel Louis C. Jacobs an der Elbchaussee kocht, das mit dem Claim „Zeitgemäße hanseatische Gelassenheit“ wirbt. Ähnlich gelassen ist auch sein persönliches Festtagsrezept. 

Falls du noch nicht weißt, was du über die Weihnachtstage kochen sollst, könnte das eine gute Idee sein. Wetten, dass deine Gäste beeindruckt sein werden? 

In einer Nebenstraße der Reeperbahn hat ganz neu das „Haco“ eröffnet. Küchenchef Björn Juhnke verschreibt sich hier ganz der nordisch-skandinavischen Küche: Statt auf exotische Luxuszutaten setzt er auf Fermentieren, Salzen und Einmachen. Und auf eine gänzlich unhanseatisch-zwanglose Atmosphäre.

Besonders beliebt ist der große Zehnertisch, an dem Gäste bunt zusammengewürfelt werden. „Die lernen sich meistens ganz schnell kennen und gehen dann häufig zusammen noch rüber in die Bar ‚Möwe Sturzflug‘“, erklärt der 38-Jährige.

Sein leckerer „Wintercake“ aus Biskuitteig und Trockenpflaumen wird aufgrund seiner Größe üblicherweise in die Mitte des Tisches gestellt.  Juhnke: „Das ist ein einfaches, aber fanciges Dessert. Kardamom, Orange, Zimt und die Süße der Haselnusspaste – das passt einfach toll zu Weihnachten.“ Hier findest du das Rezept zum Nachkochen.

Ebenfalls „nordisch“, aber mit einem Touch „französisch“ geht es einige Straßen weiter bei Fabio Haebel zu. Die Küche ist genauso offen einsehbar wie der Zustand der Beziehung der Tischnachbarn. Denn hier sieht und hört man alles, was aber gerade den speziellen Reiz ausmacht.

Ganz neu ist seine dem Restaurant direkt angegliederte Weinbar „La Cave“. Wem es nicht nach Haebels Sieben-Gänge-Menü, sondern nach Kleinigkeiten wie Pasteten oder Tartes gelüstet, wird hier glücklich. 

Vier-Gänge-Menü zusammen auslöffeln? So geht´s

Du hast Appetit auf eher klassische deutsche Gerichte? Dann spaziere in Richtung Fähranlage Teufelsbrück und statte  dem „Restaurant Engel“ von NDR-Fernsehkoch Tarik Rose einen Besuch ab. In den Wintermonaten gibt es hier handfeste Schmor- und Wildgerichte oder eine ganze Oldenburger Gans, klassisch gefüllt mit Äpfeln und Zwiebeln.

Wenn es vor der Tür eisig zieht, ist außerdem Tarik Roses Sharing-Menü beliebt. Hier werden vier Gänge „wie bei Muddern“ nacheinander in Töpfen in die Mitte des Tisches gestellt und zusammen ausgelöffelt. Das wärmt die Seele und schont das Portemonnaie.

Denn gerade einmal 45 Euro kostet das Menü. Das schätzt auch die wohlhabende Kundschaft aus dem benachbarten Nienstedten. „Die Hamburger sind qualitätsbewusst und viel weniger schickimicki, als ihnen nachgesagt wird”, erklärt Rose. „Rausgehauen wird nur auf Sylt. Zu Hause muss ein Koch verlässlich und langfristig abliefern.“

Hamburgs Gastroszene ist immer eine Reise wert – aber besonders in den kalten Monaten. Wir hoffen, wir konnten dir einige gute kulinarische Anregungen geben und wünschen dir viel Spaß beim Nachkochen der Rezepte! Hier findest du viele weitere Tipps für deinen Hamburg-Besuch um die Weihnachtszeit.

Bildquellen: Wim Jansen 

Die Inhalte auf dieser Seite wurden von der Redaktion der Ströer Media BRAND VOICE in Zusammenarbeit mit der Hamburg Tourismus GmbH erstellt.