Der grosse Lyrik-Check

Wie viel Wahrheit steckt in diesen 6 Songs über das Singleleben?

The club isn’t the best place to find a lover / So the bar is where I go, singt Ed Sheeran in seinem Song „Shape of You“. Doch ist eine Bar tatsächlich die beste Location, um coole Leute kennenzulernen? Wir machen mit beliebten Single-Hits, die wir in verschiedenen Tinder-Bios entdeckt haben, den Lyrics-Check und überprüfen auf Basis wissenschaftlicher Fun-Facts sowie persönlichen Erlebnissen, welchen Songtexten man tatsächlich Glauben schenken darf. Musik ab!

Warum Hailee Steinfeld super weise ist

Hailee Steinfelds Song „Love Myself“ feiert in allen Tönen das Singlesein und zeigt beispielhaft: Single lebt, wie Single will. I’ll take it nice and slow / Feeling good on my own, singt Hailee und wir stimmen ihr 100 % zu. Der Song vermittelt die positive Botschaft: Leute, macht euch keinen Stress, seid einfach happy mit euch selbst!

Von der Wissenschaft gibt‘s Rückendeckung: Die Sozialpsychologin Bella DePaulo erforscht seit längerem das (Liebes-)Leben von Singles. Ihre Befunde machen Schluss mit dem Mythos des tristen, langweiligen Daseins ohne Partner. Im Gegenteil: DePaulo belegt, dass eine Mehrheit der Alleinstehenden ein super erfülltes Leben führt, und zwar dank einer Vielzahl an aufregenden Begegnungen, sinnstiftender Arbeit oder genügend Zeit für Verwandte, Freunde und die eigenen Hobbies (Quelle: The World Book of Love, herausgegeben von Leo Bormans, Kapitel Glückliche Singles von Bella DePaulo).

Tinder steht dafür, dass das Singlesein viele tolle, spannende Erfahrungen möglich macht und feiert diesen Sommer mit vier Events im Rahmen der #SingleNotSorry-Kampagne. Lust dabei zu sein? Dann match zum Beispiel Samira, die dich zum Späti-Karaoke-Event einlädt:

Warum Ed Sheeran nicht immer richtig singt

Hach, Ed Sheeran. Wie sehr wir sein Talent auch lieben, in dem Punkt müssen wir ihm leider widersprechen. Die Bar ist nicht die allerbeste Location, um spannende Leute zu treffen, so wie er in „Shape of You“ singt.

Eine repräsentative Umfrage ergab, dass sich 25 % der befragten Personen über den Freundes- und Bekanntenkreis kennenlernten. Oder vielleicht sollte Ed mal Tinder ausprobieren (und gleich einen neuen Hit drüber schreiben): 21 % haben online über eine Dating App zu aufregenden Matches gefunden. Die Bar als Kennlernmöglichkeit folgt mit 14 % erst auf Platz 3 (Quelle: Statista, Umfrage unter Personen in Beziehungen zum Kennenlernen des Partners 2017).

Warum Ariana Grande recht hat

Ariana Grandes „Thank u, next“ führt uns beispielhaft vor Augen, dass man durch ganz verschiedene Begegnungen mit Menschen an seinem persönlichen Wachstum arbeiten kann und dadurch immer besser wird. Es gibt so viele tolle Leute da draußen, weswegen man überhaupt nicht sorry sein muss, wenn es mit einer Begegnung mal nicht so richtig funken mag.

Die Psychologie-Dozentin Madoko Kumashiro ist Urheberin der Theorie des Michelangelo-Phänomens. Der große Künstler und Bildhauer Michelangelo beschrieb seine Arbeit an einem Marmorblock einst wie folgt: Er beseitige lediglich die überflüssigen äußeren Steinschichten, um die bereits im Inneren versteckte Idealform (z. B. einen Engel o.Ä.) zu enthüllen.

Kumashiro stellt fest, dass Menschen ebenso eine Art Bildhauer benötigen, der das Beste in einem zutage fördert, ja dabei behilflich ist, die ideale Form im Inneren hervorzuholen (Quelle: The World Book of Love, herausgegeben von Leo Bormans, Kapitel Das Michelangelo-Phänomen von Madoko Kumashiro). Wenn Ariana Grande also trällert One taught me love / One taught me patience / And one taught me pain / Now, I’m so amazing, erinnern wir uns: Jede (wie auch immer geartete) Beziehung lehrt uns etwas Entscheidendes über uns selbst.

Warum Lena es auf den Punkt bringt

Damit eine Beziehung gelingt, sind verschiedene Faktoren nötig. Für Lena steht in „Dont lie to me“ Ehrlichkeit an erster Stelle.

Doch was sagen die Statistiken? Auf die Frage „Welcher der folgenden Aspekte ist deiner Meinung am wichtigsten für eine erfolgreiche Liebe?“ befürworten tatsächlich 77 % der Befragten volles Vertrauen, dicht gefolgt von 41 % für absolute Ehrlichkeit. Erst danach werden mit 33 % toller Sex und körperliche Anziehungskraft genannt (Quelle: Statista, Umfrage in Deutschland zum wichtigsten Aspekt für eine erfolgreiche Liebe 2015). Lena, du hast unseren Lyrics-Check eindeutig bestanden, Note 1+!

Warum Rihanna nochmal nachdenken sollte

Oh, was für ein Schmachtsong: Rihanna und Mikky Ekko sind in „Stay“ davon überzeugt, dass es die Art ist, wie sich jemand bewegt, die einen verliebt-verrückt macht.

Leider müssen wir hier unser Veto einlegen. Watscheln ist unsexy, klar, doch ob wir an jemandem Interesse haben oder nicht, hängt auf keinen Fall nur von der Bewegungsweise ab. Da muss so viel mehr zusammenkommen, zum Beispiel der Geruch, das Lächeln in den Augen oder wie viel Spaß man zusammen hat.

So belegten bei einer Umfrage unter weiblichen Hetero-Singles „Welche Eigenschaften machen einen Mann für dich unwiderstehlich?“ die ersten drei Plätze Charaktereigenschaften, und zwar Humor, Intelligenz und gute Manieren. Danach mögen es 21 % der Befragten, wenn er gut riecht (Quelle: Statista, Umfrage unter weiblichen Singles zu attraktiven Eigenschaften bei Männern 2018).

Auch nicht zu verachten ist der Klang der Stimme, durch den sich offenbaren kann, ob man an jemandem Interesse hat oder nicht, wie die experimentell arbeitende Sozialpsychologin Sally Farley herausfand (Quelle: The World Book of Love, herausgegeben von Leo Bormans, Kapitel Die Stimme der Liebe von Sally Farley). So ist die Art, wie wir Dinge sagen, so viel wichtiger als was. 

Aber mal von den konkreten Eigenschaften und Qualitäten abgesehen, haben wir auch ein kleines Problem mit der Songzeile Makes me feel like I can’t live without you … So viel Abhängigkeit – nein, danke! Natürlich kann man ohne den anderen leben, atmen, gehen, essen, schlafen, alles möglich. Aber wenn sich Rihanna mit Mikky Ekko weiter in Selbstmitleid baden will, bitteschön! Wir sind lieber #SingleNotSorry!

Warum Bruno Mars Bescheid weiß 

Beziehung bedeutet immer, sich aufeinander zu beziehen. Es ist ein Geben und Nehmen. Kein starker, selbstbewusster, unabhängiger Single will ein Match mit einem Egoisten haben. Bruno Mars, „When I Was Your Man“ hat daher mit Bravour den Lyrics-Check gemeistert.

So ist es auch kein Wunder, dass sich unter den Top 3-Trennungsgründen ein ungleiches Maß von Geben und Nehmen befindet. Und auch eine weitere Umfrage aus dem Jahr 2016 zum gleichen Thema unterstützt Bruno Mars‘ Songzeilen: Das Gefühl, nicht genug geliebt und wertgeschätzt worden zu sein, landet auf Platz 1 der Hauptgründe für die Trennung in der letzten Beziehung (Quellen: Statista, Trennungsgründe in früheren Beziehungen 2007 sowie Umfrage zu den Hauptgründen für eine Trennung 2016).

Wenn du das nächste Mal einen Song hörst, achte doch mal genau auf die Lyrics. Es kann echt super viel Spaß machen, die einzelnen Zeilen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Übrigens auch eine kreative Chat Opener-Idee für dein nächstes Tinder-Match, falls in ihrer oder seiner Bio ein Song angegeben ist.

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Die Inhalte auf dieser Seite wurden von der Redaktion der Ströer Media BRAND VOICE in Zusammenarbeit mit Tinder erstellt.